Laurentiuskirche (Deutsch Müllmen)
Die Laurentiuskirche (polnisch Kościół św. Wawrzyńca) ist eine römisch-katholische Kirche in Deutsch Müllmen (Wierzch) in der Woiwodschaft Opole in Polen. Sie ist zugleich Pfarrkirche der Pfarrei St. Laurentius (Parafia św. Wawrzyńca) in Deutsch Müllmen.
Geschichte
Ein erster Kirchenbau entstand in der Mitte des 16. Jahrhunderts. Genaue Angaben zum Bau sind nicht überliefert. 1730 zerstörte ein Feuer einen Teil des Gebäudes sowie sämtliche Kirchenbücher. Nach dem Brand wurde die Kirche erneuert, wobei der Kirchturm einen neuen Helm erhielt, der 1776 wieder neu errichtet wurde. Unter dem Pfarrer Michael Gallus (Amtszeit 1786–1806) wurde eine Orgel angeschafft.
Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden erste Überlegungen zum Bau einer neuen Kirche. Wegen der wachsenden Zahl der Gläubigen wurde die Kirche zu klein. Unter dem Pfarrer Gorke wurde ein Neubau initiiert. Zunächst war der Ausbau des bestehenden Kirchenschiffs geplant, der wegen zu hoher Kosten nicht weiterverfolgt wurde. Unter dem Architekten Ludwig Schneider entstand die Planung zum Abriss des Kirchenschiffs und der Erhaltung des Glockenturms. Der letzte Gottesdienst in der alten Kirche fand an Ostern 1899 statt. Noch am selben Tag begannen die Abrissarbeiten am Langhaus. Im Herbst 1899 waren der Rohbau, im Sommer 1900 der Innenraum fertiggestellt. Am 20. November 1900 weihte der Breslauer Kardinal Georg von Kopp das Gotteshaus. Für den Neubau wurden etwa 150.000 Reichsmark ausgegeben.
Seit 1958 steht seit 1958 unter Denkmalschutz.[1]
-
Aufnahme von 1905
-
Innenansicht mit Orgel 1905
-
Innenansicht mit Altar 1905
Architektur und Ausstattung
Der Neubau aus Backstein entstand im Stil der Neorenaissance. Das dreischiffige Langhaus besitzt einen kreuzförmigen Grundriss. Der zehneckige Chor an der Nordseite beherbergt die Sakristei und an der Südseite einen Beichtstuhl. Der Glockenturm mit Zwiebelhaube mit Laterne wurde ebenfalls im Jahre 1900 erneuert. Das Portal am Glockenturm ist mit einem Glasmosaik verziert. Die Epitaphe am Kirchturm stammen aus dem 16. Jahrhundert.
Literatur
- Oskar Wilpert: Oberschlesische Heimat, Band 1, Heft 1–3, 1905. S. 26–37 Digital Version
Weblinks
- Geschichte und Beschreibung Laurentiuskirche (poln.)
- Geschichte und Hist. Bilder Laurentiuskirche (poln.)
Einzelnachweise
- ↑ Denkmäler Woiwodschaft Opole ( des vom 14. Januar 2022 im Internet Archive) Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis. S. 31 (poln.)
Koordinaten: 50° 21′ 19,8″ N, 17° 50′ 50,5″ O