Laurentius Aidinger
Laurentius Aidinger (auch Laurenz Aidinger, * 21. Januar 1615 in Erding, Heiliges Römisches Reich; † 23. Juli 1669 in Wiener Neustadt, Heiliges Römisches Reich) war ein deutscher römisch-katholischer Theologe, Universitätsrektor und Bischof von Wiener Neustadt.
Leben
Laurentius Aidinger wurde 1615 im bayerischen Erding geboren und 1642 zum Priester geweiht.
Er trat bald in höhere kirchliche Ämter der Erzdiözese Wien ein. Er erwarb den akademischen Titel Dr. theol. et art. und trug den Titel K. k. geheimer Rat. Er war der Erzieher des späteren Kaisers Leopold I. Im Studienjahr 1658/59 war er Rektor der Universität Wien. 1662/63 wirkte er als Dekan der Katholisch-Theologischen Fakultät und von 1665 war Kanzler der Universität. Im Jahr 1665 wurde er zum Dompropst von Stephansdom in Wien berufen, ein Amt, das er bis 1666 innehatte. Bereits in dieser Zeit war er Offizial und Generalvikar der Diözese.
Am 13. Februar 166 entschied sich Kaiser Leopold I. für ihn als Bischof von Wiener Neustadt. Am 15. Dezember 1666 ernannte Papst Alexander VII. ihn zum Bischof dieser Diözese. Einen Tag später erhielt er mit einer päpstlichen Bulle die Erlaubnis, seine Wiener Pfründen zu behalten. Am 11. Februar 1667 erhielt er die Erlaubnis sich von einem Bischof unter Assistenz von zwei Äbten weihen zu lassen. Die Bischofsweihe empfing er am 13. März 1667 von Philipp Friedrich von Breuner. Sein Bischofssitz befand sich im Dom von Wiener Neustadt.
Aidinger starb am 23. Juli 1669 in Wiener Neustadt.
Literatur und Quellen
- Offizielle Liste der Dompröpste von St. Stephan in Wien
- Eintrag zu Laurentius Aidinger auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Eintrag zu Laurentius Aidinger auf gcatholic.org (englisch)
- Eintrag bei der Universität Wiener
- Wiener Neustadt – Bischofssitz von 1469 bis 1785 S. 34