Laurence M. Huey

Laurence Markham Huey (* 6. September 1892 in San Diego, Kalifornien; † 11. Juni 1963 ebenda) war ein US-amerikanischer Ornithologe und Mammaloge. Von 1923 bis 1961 war er Kurator für Vögel und Säugetiere am San Diego Natural History Museum.[1] Seine Hauptforschungsgebiete waren die Säugetiere und Vögel Kaliforniens und Niederkaliforniens. Darüber hinaus führte er Feldstudien in Utah und Arizona durch, insbesondere im Organ Pipe Cactus National Monument.

Leben

Huey wurde im Tijuana River Valley bei San Diego geboren. Er stammte aus einfachen Verhältnissen und verließ die Schule nach der achten Klasse. Bereits mit 15 Jahren war er in einer Hobelwerkstatt tätig und bildete sich autodidaktisch in Naturgeschichte fort. Im Alter von 16 Jahren wurde er Juniormitglied der San Diego Society of Natural History.[2]

Während einer Reise nach Coronado im Jahr 1913 lernte er den Ornithologen und Mammalogen Donald Ryder Dickey kennen, mit dem er in den folgenden zehn Jahren eng zusammenarbeitete. 1923 wurde Huey Kurator für Vögel und Säugetiere am San Diego Natural History Museum, wo er bis zu seinem Ruhestand im Jahr 1961 tätig blieb. Von Januar 1946 bis Februar 1947 fungierte er zudem als kommissarischer Direktor des Museums.[1]

Huey veröffentlichte über 200 wissenschaftliche Arbeiten, unter anderem in den Fachzeitschriften The Auk, The Condor, Journal of Mammalogy sowie in den Transactions of the San Diego Society of Natural History. Er beschrieb zahlreiche Säugetierarten und -unterarten, darunter die San-Quintin-Kängururatte (Dipodomys gravipes)[3] und Peromyscus crinitus pallidissimus.[4]

Er beschrieb zudem mehrere Vogeltaxa, darunter die Krabbenreiher-Unterart Nyctanassa violacea bancrofti[5] und die Rotkardinal-Unterart Cardinalis cardinalis seftoni.[6] Insgesamt gilt er als Autor oder Mitautor von 84 Arten und Unterarten.

Laurence Markham Huey starb am 11. Juni 1963 in San Diego, Kalifornien.

Mitgliedschaften

Huey war seit seinem 16. Lebensjahr Mitglied der San Diego Society of Natural History und wurde 1923 Gründungsmitglied der San Diego Natural History Museum Association (theNAT). Später diente er dort als Präsident und Sekretär. Zudem war er Mitglied der American Ornithologists’ Union (ab 1920, ab 1932 als gewähltes Mitglied), der Cooper Ornithological Society, der Wilson Ornithological Society, der American Society of Mammalogists, der Society of Systematic Zoology sowie der Biological Society of Washington.[2][7]

Literatur

  • Hildegarde Howard: Obituaries – Laurence Markham Huey. In: The Auk, Band 82, Nr. 2, 1965, S. 322–326. Online-Version.
  • San Diego Natural History Museum: History of the Museum: Laurence Markham Huey (1892–1963). Online abrufbar.

Einzelnachweise

  1. a b History of our Museum: Huey, Laurence (1892–1963). In: theNAT: San Diego Natural History Museum. Abgerufen am 28. Oktober 2025.
  2. a b Hildegard Howard: Obituaries – Laurence Markham Huey. In: The Auk. Band 82, Nr. 2, 26. April 1965, S. 232–233 (unm.edu [PDF]).
  3. L. M. Huey: Two new kangaroo rats of the genus Dipodomys from Lower California. In: Proceedings of the Biological Society of Washington. Band 38, 1925, S. 83–84.
  4. L. M. Huey: A new subspecies of Peromyscus from the Gulf Coast of Lower California, Mexico. In: Transactions of the San Diego Society of Natural History. Band 6, 1931, S. 389–390, doi:10.5962/bhl.part.11701 (sdnhm.org).
  5. L. M. Huey: A Pacific Coast Race of the Yellow-Crowned Night Heron. In: The Condor. Band 29, Nr. 3, 1927, S. 167–168, doi:10.2307/1363084.
  6. L. M. Huey: A new Cardinal from central Lower California, Mexico. In: Transactions of the San Diego Society of Natural History. Band 9, 1940, S. 215–218 (sdnhm.org).
  7. Noted naturalist L. M. Huey dies. In: San Diego Union. 12. Juni 1963, S. A–21, A–24.