Lauffenmühle
| Lauffenmühle GmbH & Co. KG | |
|---|---|
| Rechtsform | Gesellschaft mit beschränkter Haftung & Co. Kommandit-Gesellschaft |
| Gründung | 1835 |
| Auflösung | 31. Juli 2019 |
| Auflösungsgrund | Betriebsschließung nach Insolvenz |
| Sitz | Lauchringen, Deutschland |
| Mitarbeiterzahl | zuletzt 242 |
| Branche | Textilien |
Die Lauffenmühle mit Hauptsitz in Lauchringen im Landkreis Waldshut in Baden-Württemberg gehörte im 20. Jahrhundert zu den größten vollstufigen Textilunternehmen in Deutschland mit Spinnerei, Weberei und Ausrüstung. 1835 als Baumwollspinnerei gegründet, wurde Lauffenmühle im Zuge der Industrialisierung zu einem der großen Arbeitgeber in der im 19. Jahrhundert verarmten deutschen Hochrheinregion. Vor der ersten Insolvenz 1993 wurden über 2000 Arbeitnehmer beschäftigt. Die Firmierung änderte sich im Laufe der Geschichte des Unternehmens immer wieder, zuletzt firmierte sie als Lauffenmühle GmbH & Co. KG.
Die Lauffenmühle konnte sich der Talfahrt der deutschen Textilindustrie in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts nicht entziehen.[1] Ab 1993 durchlief sie insgesamt fünf Insolvenzverfahren, über welche sich das Sortiment, die Produktionskapazitäten und die Zahl der Arbeitnehmer immer weiter verringerten. Die Lauffenmühle bestand zuletzt noch aus dem Werk in Lauchringen und dem Veredelungsbetrieb im Lörracher Ortsteil Brombach. Bei seiner Schließung 2019 beschäftigte das Unternehmen noch 242 Mitarbeiter.
Das Werk prägte die Entwicklung der Ortschaft Unterlauchringen vom einfachen Dorf bis zur heutigen Gemeinde Lauchringen. Nach der Schließung des Werkes Ende Juli 2019 erwarb die Gemeinde Lauchringen am 20. Mai 2020 das Areal der Lauffenmühle am Hauptstandort und gestaltet seither einen langandauernden Umwidmungs- und Erneuerungsprozess des Industriegeländes.
Geschichte
Mühle
Die Lauffenmühle erhielt ihren Namen von der 1433 erstmals als herrschaftliche Mühle urkundlich erwähnten Mühlin an der Wut am Louffen bei nider Loucheringen („Mühle am Lauffen“) oder kurz Loffenmüli, einer Getreidemühle, der eine Gipsmühle, Ölpresse, Hanfreibe und ein landwirtschaftlicher Betrieb mit Gastwirtschaft angeschlossen waren.[2][3]
Ursprüngliches Naturphänomen Wutachlauffen
„Der Wutachlauffen würde zweifellos zu den Sehenswürdigkeiten unserer Heimat gehören, wenn hier zur Zeit der Industrialisierung nicht zu bedenkenlos in die Natur eingegriffen worden wäre.“
Während die Mühle – so Weissenberger – sich noch harmonisch in die Landschaft eingefügt habe, „plätschern dort, wo seit Jahrtausenden der tosende, wirbelnde Wasserfall donnernd in sein Felsbecken stürzte, ein paar spärliche Rinnsale über die Felsstufe.“ Neben dieser, durch die Umleitung des Wassers auf die Turbine bewirkten Beeinträchtigung, kam die Überbauung durch die alte Eisenbrücke, die 1968 durch eine Betonbrücke ersetzt wurde: „Durch den Straßenverlauf bedingt, ließ sich an der bisherigen Lage der Brücke nichts ändern, sodaß sie nach wie vor direkt über den interessantesten Teil der Schnellen führt und den freien Ausblick auf den Wasserfall versperrt.“[4] „Man muß sich damit abfinden“ – so schließt der Autor seinen Beitrag –, „daß hier, wie auch an anderen Flüssen, dem Streben nach restloser Ausnutzung der natürlichen Wasserkraft ein einmaliges Stück Natur geopfert worden ist.“[5]
Geschichte der Mühle bis zur Firmengründung
Ursprünglich gehörte die Lauffenmühle den Grafen von Sulz, den damaligen Herren des Klettgaus. Die Lauffenmühle besaß das Privileg, dass flussabwärts kein neues Mühlwerk errichtet werden durfte. Die Grafen von Sulz vergaben die Nutzung der Mühle lehensweise. Der erste namentlich bekannte Müller ist Rudolf Müller von Pfäffigheim. Am Dienstag, den 4. Juli 1504 wurde von Vogt Jörg von Württemberg zu Tiengen ein bestätigter Lehensrevers ausgestellt, der Rudolf Müller die Nutzung der Mühle übertrug. Am 23. Juni 1611 veräußerte Graf Rudolf von Sulz die Lauffenmühle für 11.000 Gulden an Abt Petrus vom Zisterzienserkloster in Wettingen. 1712 verkaufte das Kloster die Lauffenmühle für 5.000 Gulden an den Oberlauchringer Adlerwirt Carl Würtenberger.[6] Der Müller Georg Gehringer verkaufte die Lauffenmühle am 10. August 1834 für 30.000 Gulden an den Schweizer Johannes Müller von Gassau.
Gründung der Baumwollspinnerei
Am 29. September 1834 reichte der damals 26 Jahre alte Johannes Müller beim Finanzministerium in Karlsruhe ein Gesuch zur Erteilung einer Konzession für eine Baumwollspinnerei ein. In seinem Gesuch weist er darauf hin, dass die Realisierung des Projektes dem Interesse der „Staatsuntergebenen“ diene, also der Schaffung von Arbeitsplätzen in einer abgelegenen Region. Neben der Wasserkraft als Energiequelle war damals auch der Standort innerhalb des Deutschen Zollvereins für Schweizer Unternehmer attraktiv, denn dadurch konnten sie Zölle vermeiden, die bei einer Produktion in der Schweiz angefallen wären. Die Genehmigung wurde am 2. Februar 1835 erteilt. Johannes Müller errichtete neben der alten Mühle ein 4-stöckiges Fabrikgebäude und ließ darin 13 Spinnstühle mit 3.000 Spindeln aufstellen. Auf den neuen Maschinen wurde Baumwolle gesponnen. Die Garne wurden an Webereien in Baden, Württemberg, Bayern und Hessen verkauft.[7]
Spinnerei Lauffenmühle Aktiengesellschaft
Gründer Johannes Müller hatte sich bei diesem Projekt übernommen. Neben dem Kaufpreis von 30.000 Gulden hatte er weitere 100.000 Gulden für die Errichtung der Spinnerei aufgewandt. Er verkaufte das Unternehmen am 9. Dezember 1835 an einen seiner Hauptgläubiger, einen Baumwolllieferanten, das Handelshaus Heinrich Maier, Baumwolle und Baumwollwarenhandel, in Brugg.[4] Die Käufer gründeten eine Aktiengesellschaft unter dem Namen Spinnerei Lauffenmühle mit einem Kapital von 110.000 Gulden. Einer der Inhaber des Handelshauses Heinrich Maier, Carl Fischer, war Vorstand und erwarb die badische Staatsbürgerschaft und das Bürgerrecht der Stadt Tiengen. Neben dem Textilbetrieb betrieb Carl Fischer auch die alte Mahlmühle mit gutem Ertrag weiter und finanzierte damit das mit Verlust arbeitende Textilunternehmen.[7]
1837 wurde das Textilunternehmen ausgebaut, es wurden 26 Webstühle aufgestellt. Das Textilunternehmen erzeugte damals jährlich etwa 1.000 Zentner Garne und Tücher im Wert von 75.000 Gulden,[8] die Mühle brachte es auf jährlich 4.000 Zentner Mehl mit dem Wert von 36.000 Gulden.
In der Mühle arbeiteten 4 Personen, im Textilunternehmen werden 105 Personen beschäftigt; darunter befanden sich 40 Kinder. In Anbetracht der Beschäftigung von Kindern richtet die Lauffenmühle eigens eine Fabrikschule ein, die bis zum Jahre 1872 bestand. Nach deren Auflösung besuchten die Kinder die öffentliche Volksschule in Unterlauchringen.[6]
1845 entstand am nördlichen Wutachufer ein moderner Spinnereihochbau, „aus dem sich das heutige, bedeutende Textilwerk entwickelte.“[4] 10.000 neue Spindeln produzierten dort Garne. Das Wutachwasser wurde zur Erzeugung elektrischen Stroms durch einen offenen Kanal auf eine Turbine umgeleitet und danach durch ein unterirdisch durch den Felsen gesprengtes Kanalstück wieder der Wutach zugeführt. Diese Anlage besteht noch heute. Die Zahl der Mitarbeiter stieg auf 250. Ein Arbeiterwohnhaus wurde bereits zusammen mit dem neuen Fabrikgebäude 1847 errichtet. Auch in der Folgezeit entstanden weitere Wohnungen für die Arbeiter.[8]
In der Nacht vom 25. auf den 26. Januar 1876 brannte der Spinnereihochbau vollständig ab. Der Wiederaufbau wurde sofort in Angriff genommen, nunmehr als Spinnereiflachbau.[6] 1904 wurde eine neue Weberei mit 416 Webstühlen errichtet.
Wechselnde Eigentümer
Familie Fischer war noch immer Eigentümer der Lauffenmühle, jedoch waren viele Familienmitglieder im Ersten Weltkrieg gefallen. Die verbliebene Eigentümerin Martha Fischer veräußerte deshalb das Unternehmen an den Geschäftsfreund Rudolf Großmann-Simon aus Basel.[7] Großmann musste den Betrieb infolge Rohstoffmangels stilllegen und veräußerte ihn nach Kriegsende an die Blumenstein-Gruppe. Die Blumenstein-Gruppe der Finanziers Josef und Alfred Blumenstein umfasste damals 70 bis 80 Textilunternehmen und Beteiligungen. Der Rohstoffmangel wurde durch den Aufbau einer Papierspinnerei vorübergehend umgangen.[7][9]
Auch nach dem Ersten Weltkrieg zog sich die Krise hin, Streiks und Aussperrungen waren die Folge. 1926 gab es wegen Absatzschwierigkeiten Betriebseinschränkungen. Im gleichen Jahr wurde das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt. Im Anschluss konnten die Eigentümer die Krise überwinden. In den folgenden Jahren entstanden ein großer Webereineubau für 700 Webstühle und eine moderne Heizanlage.[7]
1931 wurde die Blumenstein-Gruppe aufgelöst. Im Zug dessen fielen die Geschäftsanteile der Lauffenmühle GmbH in die Hände von fünf Großbanken unter der Führung der Deutschen Bank AG und der Diskonto-Gesellschaft.[7]
„Die Zeit der ‚unpersönlichen Besitzverhältnisse‘ endete 1935, als der Berliner Gustav Winkler die Lauffenmühle kaufte. Zum 100-Jährigen standen in der Spinnerei: 30.552 Spindeln. In der Weberei standen 1104 Webstühle.“
Nachkriegszeit
Die Lauffenmühle erlitt keine Kriegsschäden. Zusammen mit seinem Sohn, Helmut Winkler, gelang Gustav Winkler „unmittelbar nach Kriegsende, die Lauffenmühle zu einem der modernsten Textilunternehmen der Nachkriegsgeschichte in der Bundesrepublik auf- und auszubauen.“ 1949 errichteten sie in Blumberg eine neue Taschentuchweberei mit 504 Webstühlen. Sie wurde vom bekannten Architekten Egon Eiermann entworfen. Gemeinsam mit der Spinnerei gab es nun zwei große Textilbetriebe, in denen zunächst fast ausschließlich Vertriebene bzw. Flüchtlinge beschäftigt wurden. Später kamen Gastarbeiter, vor allem aus der Türkei dazu.[7]
1955 erwarben die Winklers die in unmittelbarer Nachbarschaft in Lauchringen gelegene Weberei von Heinrich Honegger. Ebenfalls 1955 begann die Erneuerung des Maschinenparks. In Lauchringen wurden 704 Rascher-Webstühle als Automaten aufgestellt. Von 1956 bis 1958 wurde die Spinnerei mit modernsten Maschinen neu gestaltet. Im Spinnsaal standen 96 Ringspinnmaschinen zu je 400 Spindeln. Damit erhöhte sich die Spindelzahl von 38.400 auf 70.000. Darüber hinaus wurden eine Kämmerei und ein neues Webereigebäude errichtet; dieses wurde mit 96 neuentwickelten Sulzer-Webmaschinen ausgestattet. Diese Anlage erreichte im Dreischichtbetrieb eine Produktion von 650.000 m2/Monat. 1960 entstand der Neubau für eine Weberei, die mit 200 Dornier-Webautomaten ausgestattet war.[7]
Da der Taschentuchbedarf stetig stieg, mietete die Lauffenmühle in Blumberg weitere Räume an, um 50 Saurer-Buntautomaten aufzustellen. 1961 wurde mit einem Erweiterungsbau in Blumberg begonnen, in den Jahren 1962–1964 mit 96 Sulzer-Buntwebmaschinen ausgestattet. Diese Vier-Schuss-Buntwebmaschinen wurden von der Firma Sulzer in Zusammenarbeit mit Lauffenmühle für die Taschentuchherstellung entwickelt.[7]
Am 25. August 1962 brannte die Spinnerei in Lauchringen infolge einer Selbstentzündung im Ballenlager aus. Die Spinnerei wurde innerhalb von 15 Monaten neu auf- und ausgebaut und erlaubte der Lauffenmühle die Entwicklung hin „zu einem der größten und modernsten Textilbetriebe in Deutschland, ja in Europa.“[10]
„Im Wiesental richtete das Unternehmen eine Bleicherei ein und erwarb 1963 mit der Druckerei und Apretur Brombach AG einen großen Veredelungsbetrieb“[11], die später als Ausrüstungsbetrieb Wiese I in der Lauffenmühle GmbH aufgeht.[7] 1968 wurde der 1923 gebaute Websaal umgebaut. Es wurden 239 moderne Sulzer-Webmaschinen aufgestellt. Die Gewebe glitten direkt von den Maschinen auf Gewebewagen, die im Keller unter den Maschinen standen.
1970 wurde das Werk Blumberg umgebaut. Die 504 Pic a Pic-Webstühle wurden durch 224 Vier-Schuss-Sulzerwebmaschinen ersetzt. Blumberg war damit die größte Buntweberei in Europa. Die Lauffenmühle erreichte einen Jahresumsatz von 100 Mio. DM und stellte monatlich 5 Mio. m2 Gewebe her.[7] 1971 beteiligte Helmut Winkler seine neun Kinder an der Lauffenmühle, die in diesem Zuge in die Lauffenmühle GmbH und Co. KG umgewandelt wurde.[7]
1975 erwarb die Lauffenmühle „mit der Merian & Co. GmbH, Höllstein, und der Spinnerei & Weberei Steinen GmbH weitere bedeutende Betriebe zur Garnerzeugung und Gewebeherstellung.“[11]
1980 wurde ein neues Verwaltungsgebäude errichtet. Das Unternehmen musste einen Verlust von 4 Mio. DM hinnehmen und bekam eine Landesbürgschaft für einen Kredit in Höhe von 15 Mio. DM. 1982 wurde ein Hochregallager zur Unterbringung der Fertigwaren fertig gestellt. Es hatte eine Länge von 108 m, eine Breite von 22 m und eine Höhe von 27 m und verfügte über eine vollautomatische, elektronisch gesteuerte Ein- und Auslagerung. Bisher in verschiedenen Orten vorhandene Lager konnten damit aufgegeben werden.
Am 1. Januar 1983 verstarb Helmut Winkler. Horst Dieter Rösner übernahm den Vorstand der Geschäftsführung. 1986 erfolgte die Zusammenfassung aller aktiven Unternehmen der Lauffenmühle-Gruppe in der Lauffenmühle GmbH. 1989 wurde das Werk in Steinen geschlossen.[7]
„In den 1980er Jahren waren im ganzen Unternehmen 2200 Menschen beschäftigt. […] Wurden in den 30er Jahren 19,8 Millionen Quadratmeter Stoff gewebt, waren es 1986 bereits 76 Millionen Quadratmeter.“[12]
Niedergang der Lauffenmühle
Hintergrund
Die Textilkrise begann in den 1960er Jahren durch die Konkurrenz in Fernost und verschärfte sich in den 1980er-Jahren durch die allgemeine Verlegung der Herstellung in die Niedriglohnländer. Von 636.000 Arbeitnehmern in 2396 Unternehmen im Jahre 1957 waren 1990 nur noch 209.000 Arbeitnehmer in 1197 Unternehmen beschäftigt.[1]
Nach der Errichtung und Öffnung des EG-Binnenmarktes war nun auch die Lauffenmühle nicht mehr vor dem einsetzenden Preisdumping gefeit. Dies führte seit den 1990er Jahren in eine Phase großer wirtschaftlicher Herausforderungen.
Geschäftsaussichten der Lauffenmühle
1991 gehörte die Lauffenmühle noch „zu den zehn größten Stofferzeugern in Europa mit ca. 2240 Mitarbeitern, die in fünf Werken beschäftigt sind.“[Anm 1] Die Lauffenmühle ist „einer der größten Arbeitgeber im Hochrheingebiet. […] Durch den konsequenten Einsatz modernster Technologie nimmt die Lauffenmühle heute eine Führungsposition innerhalb der europäischen Textilindustrie ein.“[13]
Die Lauffenmühle sah sich für den Europäischen Binnenmarkt gerüstet und „erwartete vielerlei Vorteile“ durch die Aufhebung bürokratischer Hemmnisse, durch „Erleichterung in der Gestaltung von Kooperationen und Fusionen“ und sah sich im Bezug auf den freien Warenverkehr durch ihre „europaweit ausgedehnt(en) Aktivitäten“ erfahren.[14]
Intern jedoch, hatte die Lauffenmühle nach eigener Ansicht eine schlechte Ausgangsposition im Preiskampf im Binnenmarkt. Gründe waren die strengen Arbeits- und Sozialbestimmungen, wie auch ein hohes Lohnniveau.[15] Trotz dieser Bedenken sah man intern das Unternehmen in der Lage, „sich den Anforderungen des neuen großen europäischen Marktes zu stellen. Die Lauffenmühle und die Mitarbeiter sind sich dieser neuen Aufgabe bewußt.“[16]
Ungeachtet der optimistischen Haltung und der vermeintlich guten ‚Aufstellung‘ fiel die erste Insolvenzmeldung des Unternehmens bereits ins Jahr 1993.
Erste Insolvenz
Am 16. Februar 1993 stellte die vierköpfige Geschäftsführung der Lauffenmühle beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen den Antrag auf Eröffnung eines gerichtlichen Vergleichsverfahrens zur Abwendung des Konkurses.
Das Unternehmen beschäftigte damals 2.086 Arbeitnehmer und verzeichnete einen Umsatz von 309 Millionen DM in fünf Werken. Im Stammwerk in Lauchringen mit der Spinnerei, Weberei und der Verwaltung; der Taschentuchweberei in Blumberg, zwei Ausrüstungsbetrieben in Lörrach und eine Indigo-Färberei in Höllstein.
Das Amtsgericht bestellte den Stuttgarter Rechtsanwalt Volker Grub zum Vergleichsverwalter. Ihm gelang es, einen gerichtlichen Vergleich mit den Gläubigern der Lauffenmühle abzuschließen, die eine Zahlungsquote von 35 Prozent akzeptierten. Zur Sanierung des Unternehmens musste jedoch die stark verlustbringende Weberei in Blumberg und die Färberei In Höllstein stillgelegt werden. 600 Arbeitnehmer verloren ihren Arbeitsplatz.
Auch die Arbeitnehmer erbrachten durch Verzicht auf Bezüge einen erheblichen Sanierungsbeitrag. Das Produktionsprogramm wurde beschränkt. Aufgegeben wurde modische Oberbekleidung und Normalcord. Die Lauffenmühle konzentrierte sich jetzt auf Berufs- und Schutzkleidung, Elastikcord und Denim.
Das Vergleichsverfahren wurde am 17. August 1994 nach der Bezahlung der letzten Zahlungsrate wieder aufgehoben.[7]
Zweite Insolvenz
Der Sanierungserfolg war jedoch nicht von langer Dauer. Am Ende des Jahres 1994 musste die Lauffenmühle wieder einen Verlust von 14,5 Millionen DM hinnehmen. Deshalb stellte die Geschäftsführung am 13. Dezember 1994 beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen erneut einen Antrag auf Eröffnung des gerichtlichen Vergleichsverfahrens zur Abwendung des Konkurses. Die Banken hatten jetzt jedoch mit dem Unternehmen keine Geduld. Unmissverständlich plädierte der Bankenpool unter der Führung der Deutschen Bank AG in Freiburg für eine rasche Liquidation. Die Deutsche Bank betrieb schon damals gezielte Industriepolitik und zog sich sukzessive aus dem Engagement in Textilunternehmen zurück. Davon war vor allem die Filiale der Deutschen Bank in Freiburg betroffen, die in Südbaden im Textilbereich besonders stark engagiert war. Ein „Tag der Offenen Tür“ für die Bevölkerung und eine Demonstration in Freiburg zum Sitz der Deutschen Bank[17] bewirkte auch überregional Interesse.
Als vorläufiger Insolvenzverwalter wurde erneut Volker Grub bestellt, da er das Unternehmen bereits aus der ersten Insolvenz kannte. Aufgrund der ablehnenden Haltung der Banken wurde am 1. März 1995 kein Vergleichsverfahren, sondern das Anschlusskonkursverfahren eröffnet. Die Absicht der Banken war, das Unternehmen stillzulegen. Dagegen formierte sich Widerstand. Es kam zu Protestdemonstrationen vor den Werkstoren durch die Bevölkerung und die Belegschaft, die vom damaligen Ministerpräsidenten Erwin Teufel unterstützt wurden. Er erschien persönlich zu einer der Demonstrationen. Bundestags- und Landtagsabgeordnete der Region sowie Kommunalpolitiker bildeten spontan ein Komitee zur Erhaltung der Arbeitsplätze der Lauffenmühle, das von Landrat Bernhard Wütz vom Landkreis Waldshut geführt wurde. Auch Volker Grub als nunmehr bestellter Konkursverwalter war der Auffassung, dass das Unternehmen sanierungswürdig sei und er erarbeitete gemeinsam mit der Geschäftsführung und Unternehmensberater Andreas Budde ein Sanierungskonzept, das einen weiteren Personalabbau auf 772 Arbeitsplätze und den Verkauf des Ausrüstungsbetriebs Wiese II in Lörrach vorsah.[7]
Gescheiterte Übernahme durch Mafatlal
Letztlich sahen die Banken von einer unverzüglichen Liquidation ab, weil es Volker Grub gelang, die Sanierung erfolgreich umzusetzen und mit einem ernsthaften Interessenten über eine Übernahme der Lauffenmühle zu finden. Die indische Regierung hatte Ramchandran Jaikumar, der an der Harvard Business School in den USA lehrte, beauftragt, für indische Textilunternehmen nach Expansionsmöglichkeiten in Deutschland zu suchen. Er nahm Kontakt zu Grub auf und brachte die indische Unternehmensgruppe Mafatlal mit Sitz in Mumbai ins Spiel, die mit dem Namen Lauffenmühle und deren hohen Qualitätsstandards in den Weltmarkt vorstoßen wollte. Unterstützt wurde Mafatlal durch die staatliche indische Entwicklungsbank ICICI.
Nach sehr schwierigen Verhandlungen kam am 12. Oktober 1995 in Stuttgart ein notarieller Kaufvertrag zustande. Zur Beurkundung kamen neben der indischen Delegation auch der baden-württembergische Wirtschaftsminister Dieter Spöri. Die Landesregierung gewährte für die Übernahme durch Mafatlal eine Ausfallgarantie über 20 Millionen DM.
Aber auch die Arbeitnehmer waren bereit, ihren Teil zur Rettung der Lauffenmühle beizutragen. Sie boten an, ohne Lohnausgleich 40 Stunden statt tariflich festgesetzten 37 Stunden wöchentlich zu arbeiten. Dagegen wehrte sich die Gewerkschaft Textil und Bekleidung, die befürchtete, mit einem Haustarifvertrag ihre eigene Position bei der Verteidigung der 37-Stunden-Woche zu schwächen. Sie fand jedoch weder beim Betriebsrat noch bei der Belegschaft Rückhalt. Als eine Befragung aller Mitarbeiter ergab, dass 99 % der Arbeitnehmer für einen Haustarifvertrag stimmten, zeigte sich die Gewerkschaft einsichtig.
Als Stichtag für die Übertragung der Lauffenmühle an Mafatlal wurde der 31. Dezember 1995 festgelegt. Mafatlal und ICICI sollten 35 Millionen DM als Eigenkapital beisteuern. Der Geldtransfer musste aber von der indischen Regierung genehmigt werden. Woche um Woche wurde der Konkursverwalter deshalb vertröstet.
Als Mafatlal schließlich im Januar 1996 signalisierte, die indische Regierung werde zustimmen, wurde eine Schlüsselübergabe für den 10. Februar 1996 vereinbart. Ein Festakt wurde in der Lauchringer Gemeindehalle vereinbart. Eingeladen wurden der Wirtschaftsminister, der Landrat, Bundesratsabgeordnete, Landtagsabgeordnete, der indische Botschafter und weitere Honoratioren aus Wirtschaft und Politik und alle sagten ihre Teilnahme zu. Am Vormittag vor dem Festakt fand noch eine wichtige Besprechung des Konkursverwalters mit dem Präsidenten der ICICI und Hrishikesh Mafatlal und weiteren indischen Repräsentanten statt, bei der Details der Finanzierung geklärt werden sollten. Dabei wurde eröffnet, dass die indische Regierung lediglich einen Transfer von 15 Millionen DM genehmigt hatte und die fehlenden 20 Millionen DM nunmehr fremdfinanziert werden müssten. Mafatlal wolle sich darum bemühen. Für eine Absage der Feierlichkeiten durch den Konkursverwalter war es zu spät, da die Gäste bereits auf der Anreise waren.
Nur eine Stunde nach diesem Gespräch eröffnete Grub vor einem in der Gemeindehalle dicht gedrängten Publikum den Festakt. Gefeiert wurde jetzt der Vertragsabschluss und die bevorstehende Übernahme der Lauffenmühle. Hrishikesh Mafatlal unterstrich die Bedeutung der Lauffenmühle für sein indisches Unternehmen und beteuerte den Willen, alles für eine erfolgreiche Zukunft der Lauffenmühle zu tun. Wirtschaftsminister Dieter Spöri überbrachte im Namen der Landesregierung Glückwünsche und eröffnete, dass das Land Baden-Württemberg die Übernahme mit einer Bürgschaft von 20 Millionen DM unterstütze. Das Publikum spendete tosenden Beifall und der Südkurier titelte danach: „Lauffenmühle startet in neue Ära! Inder übernehmen Lauffenmühle!“ und wies auf den zukunftsweisenden Modellcharakter der Vereinbarung hin.
Am 25. Januar 1996 überreichte Wirtschaftsminister Dieter Spöri dem Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Weber und dem Konkursverwalter Volker Grub im neuen Schloss in Stuttgart die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg. Auch dies nutzte nichts. Die Übernahme scheiterte. Zwar wurde Mafatlal eine Fristverlängerung bis zum 30. September 1996 eingeräumt. Alle Bemühungen von Mafatlal um eine weitere Finanzierung von Mafatlal scheiterten jedoch.[18]
Erneute Restrukturierung
Der Konkursverwalter und die Lauffenmühle gerieten erneut und nun noch viel stärker unter Druck der Gläubigerbanken. Viele Kunden und Geschäftspartner handelten nunmehr in der Überzeugung, mit Ablauf der Frist würden die Werkstore ein für alle Mal geschlossen. Der Vertreter der Deutschen Bank fragte den Konkursverwalter wöchentlich, wann es endlich soweit wäre, zu liquidieren. Doch der Konkursverwalter machte weiter. Er entwickelte ein weiteres Sanierungskonzept, reduzierte die Zahl der Beschäftigten von 780 auf 420. Um Löhne, Gehälter und die vereinbarten Abfindungen zahlen zu können, beantragte er Strukturkurzarbeitergeld und bildete eine Beschäftigungseinheit, die ausschließlich für die Betreuung und Weiterbildung der gekündigten Mitarbeiter zuständig war. Dorthin wurden die 360 Mitarbeiter versetzt, denen gekündigt werden musste.
Innerhalb weniger Wochen war die Lauffenmühle neu strukturiert und erzielte deutlich verbesserte Ergebnisse und erwirtschaftete plötzlich wieder Überschüsse. Andere Textilunternehmen in Deutschland verfolgten aufmerksam, wie die Lauffenmühle Monat für Monat mehr Boden unter den Füßen bekam und melden Interesse an einer Übernahme an. Die Banken blieben skeptisch, ließen aber den Konkursverwalter gewähren, weil es um sensible Arbeitsplätze in der südbadischen Region ging. Der Konkursverwalter verhandelte jetzt mit schwäbischen und holländischen Firmen, die die Lauffenmühle übernehmen wollten. Sogar Mafatlal klopfte noch einmal beim Konkursverwalter an. Mit keinem der Unternehmen kam es jedoch zu einem Vertragsabschluss.[18]
Übernahme durch Claas E. Daun
Im Januar 1997 suchte Wirtschaftsprüfer Claas E. Daun den Konkursverwalter in seiner Kanzlei in Stuttgart auf. Daun hatte in Südafrika mit Goldminen ein großes Vermögen erworben und schon Anfang der 80er Jahre begonnen, notleidende Textilunternehmen aufzukaufen und erfolgreich zu sanieren. Er genpss ein hohes Ansehen in der deutschen Textilindustrie. Ohne Zuziehung weiterer Experten einigten sich beide innerhalb von einem Monat auf einen Kaufvertrag zur vollständigen Übernahme der Lauffenmühle, zu einem pauschalen Kaufpreis von 55 Millionen DM. Daun verzichtete auf eine von Experten durchzuführende Überprüfung der vom Konkursverwalter schriftlich dokumentierten Zahlen, Fakten und Bilanzen. Als Zeichen seines guten Willens überreichte er dem Konkursverwalter bereits beim zweiten Gespräch einen Scheck über 20 Millionen DM als Anzahlung, obwohl ein Vertrag noch gar nicht zustande gekommen war.
Am 20. Februar 1997 wurde in Lauchringen der Kaufvertrag unterschrieben und eine Betriebsversammlung durchgeführt, bei der Daun offiziell begrüßt wurde.[18]
Im Besitz der Daun-Gruppe
Unter der zur Daun-Gruppe gehörenden Mechanische Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bayreuth GmbH gründete Daun eine neue Lauffenmühle GmbH & Co. KG, mit der er alle Vermögensgegenstände rückwirkend zum 1. Februar 1997 übernahm.[19]
Durch Dauns Investitionen – er ersetzte den kompletten Maschinenpark – entwickelte sich die Lauffenmühle gegen den Trend. Die Zahl der Mitarbeiter stieg zwischen 1997 und 2004 von 420 auf 580 Arbeitnehmer. Daun investierte in diesen Jahren weitere 67 Millionen Euro in die Lauffenmühle. Der Umsatz kletterte von 73 auf über 103 Millionen Euro. Bis zum Jahr 2003 erzielte die Lauffenmühle Gewinne. Diese Entwicklung brach im Jahr 2004 ab. Ursächlich war die Konkurrenz aus Drittländern, denen die Lauffenmühle wegen des hohen deutschen Kostenniveaus nicht begegnen konnte.
2006 wurde der Geschäftsführer Hans-Jürgen Hyrenbach durch Volker Steidel abgelöst. Für den Ausrüstungsbetrieb in Lörrach-Brombach wurde Wolfgang Fügle als Geschäftsführer bestellt. Die Mechanische Baumwollweberei gab von ihrem Kommanditkapital von 8.200.000 € einen Anteil von 2.041.800 € an Volker Steidel ab.
Wegen der sich 2008 abzeichnenden Weltwirtschaftskrise kam es zu weitere Umsatz- und Ertragseinbußen. Als zu Beginn des Jahres 2009 die Nachfrage erneut zurückging und ein Verlust von 4,5 Mio. € prognostiziert wurde, war Daun zu einer Verlustfinanzierung nicht mehr bereit.[18]
Dritte Insolvenz
Am 6. März 2009[Anm 2] stellte die Lauffenmühle GmbH & Co. KG, die zu diesem Zeitpunkt noch rund 450 Mitarbeiter hatte, beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen den Insolvenzantrag.[20] In das Verfahren folgte eine Woche später die neugegründete Vertriebsgesellschaft Lauffenmühle System GmbH. Volker Grub wurde erneut als Insolvenzverwalter bestellt. In Abstimmung mit Daun bemühte er sich ergebnislos, für das angeschlagene Unternehmen einen Käufer zu finden. Da Volker Steidel bereit war, die Geschäftsführung wahrzunehmen und das Marktumfeld für die Lauffenmühle positiv einschätzte, arbeitete Volker Grub ein weiteres Mal einen Sanierungsplan aus.
Das Insolvenzverfahren wurde mit einem Insolvenzplan beendet. Die Gläubiger verzichteten auf 90 % ihrer Forderungen.[21] Dafür stellten die Gesellschafter 1 Mio. € zur Verfügung. Volker Steidel übernahm einen weiteren Geschäftsanteil und hielt nun 54 % des Kapitals von 8.200.000 €. Daun hielt mittelbar nur noch 46 % des Kapitals. Das Personal wurde von 476 auf 387 Arbeitnehmer reduziert. Der Geschäftsführer Fügle musste gehen. Volker Steidel war Alleingeschäftsführer.[21]
Im Termin vor Amtsgericht Waldshut-Tiengen am 19. August 2009 wurde der vorgeschlagene Insolvenzplan mit einer überwältigten Mehrheit angenommen. Von 172 Gläubigern stimmten 170 für den Plan. Das Insolvenzverfahren wurde am 1. Oktober 2009 aufgehoben.[22][18]
Neuausrichtung der Produktion
Seit 2009 war das Unternehmen organisatorisch in eine Produktionsgesellschaft Lauffenmühle GmbH & Co. KG und die Vertriebsgesellschaft Lauffenmühle System GmbH geteilt.
Insbesondere aufgrund von „Umsatzeinbußen und Preiseinbrüchen bei Standardgeweben“ wurde 2015 entschieden, „sich von Standardgeweben zu trennen und sich zukünftig ausschließlich auf die seit Jahren wachsenden Bereiche der Funktionsgewebe, kundenbezogenen Sonderartikel, Buntgewebe und dem Lagergeschäft mit Web- und Profishop zu konzentrieren.“[23]
Die damit verbundene Insolvenz 2015[Anm 3] war „unvermeidbar gewesen“, da nach Auffassung der Geschäftsführung die „Anpassung der Produktion“ von den Eigentümern nicht nachvollzogen wurde und die dafür „benötigten erheblichen Mittel von den Gesellschaftern nicht zur Verfügung gestellt“[23] worden waren.
Vierte Insolvenz
Am 29. September 2015 stellte die Lauffenmühle GmbH & Co.KG erneut den Insolvenzantrag. Als Verwalter wurde Rechtsanwalt Philipp Grub bestellt.[24] Während in den Jahren 2010 und 2011 bei einem Umsatz von 46 Mio. € ausgeglichene Betriebsergebnisse erzielt wurden, sank der Umsatz im Jahr 2012 auf 41 Mio. € und das Ergebnis weist einen Verlust von 3,4 Mio. € aus. Für das Jahr 2015 wurde nur noch mit einem Umsatz von 38,5 Mio. € gerechnet.
Geschäftsführer Volker Steidel war optimistisch, das Unternehmen ein weiteres Mal sanieren zu können. Die Belegschaft wurde um 49 Arbeitnehmer reduziert. Die Produktionsabläufe wurden optimiert. Ertragsschwache Artikel wurden gestrichen. Am 15. Dezember 2015 wurde dem Amtsgericht ein Insolvenzplan vorgelegt, mit dem das Unternehmen erneut entschuldet werden sollte. Den Gläubigern wurde eine Zahlungsquote von 20 % angeboten.
Der Insolvenzplan wurde von den Gläubigern am 25. Januar 2015 mit einer Mehrheit von 100 % angenommen und das Insolvenzverfahren am 22. Februar 2016 wieder aufgehoben.[25]
Die Arbeitsplatzbilanz der jahrzehntelangen Krisenbewältigung und der Neuausrichtung des Unternehmens in der Anpassung an den (Welt-)Markt führte zu einer Schrumpfung der Belegschaft seit Anfang der 1990er Jahre auf ca. 15 Prozent der Stellen. Vermieden wurde die permanent drohende Schließung des Betriebs zugunsten einer operativ ausgerichteten Größenordnung mit einer qualifizierten Stammbelegschaft.
Zum 1. Juli 2016 erwarb der langjährige Geschäftsführer und seit 2009 auch Anteilseigner Volker Steidel weitere Unternehmensanteile und besaß dann 47 Prozent. Werner Ritzi, seit 2015 zweiter Geschäftsführer, wurde zum 1. Juli 2016 Mitgesellschafter mit ebenfalls 47 Prozent der Anteile. Die Mechanische Baumwoll-Spinnerei und Weberei Bayreuth GmbH hält noch einen Minderheitsanteil von 6 Prozent.[26]
Betriebsende
Die fünfte Insolvenz
Das Unternehmen erzielte 2017 mit einer Belegschaft von 252 Personen bei einem Umsatz von 43,4 Mio. € Umsatz nochmals ein positives Ergebnis von 143.000 €. Daun gelang es mit Werner Ritzi, dem ehemaligen Vertriebsleiter der Brennet AG, eine Verstärkung in der Geschäftsführung zu finden und übertrug ihm einen Kommanditanteil von 3.854.000 €, sodass im Jahr 2016 Daun mittelbar nur noch einen Kommanditanteil von 492.000 € (entspricht 6 % des Unternehmens) hielt.[27]
Als Ende des Jahres 2018 absehbar war, dass das Jahr bei einem Umsatz von nur noch 37 Mio. Euro einen Verlust von 2,3 Mio. € bringen wird, beantragte die Geschäftsführung am 11. Januar 2019 die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens, Rechtsanwalt Philipp Grub wurde wieder als Verwalter bestellt. Nach der die Öffentlichkeit überraschenden Einleitung des fünften Insolvenzverfahren seit 1993 am 11. Januar 2019 beim Amtsgericht Waldshut-Tiengen, sollte nun „die Zukunft des Unternehmens […] durch seine Veräußerung an externe Investoren gesichert werden.“[28] Zu diesem Zeitpunkt arbeiteten in der deutschen Textilwirtschaft nur noch 62.800 Arbeitnehmer in 700 Unternehmen, das entsprach nur noch 10 % gegenüber dem Stand von 1957.
Eine Sanierung des Unternehmens war aufgrund der anhaltenden Verluste nicht möglich.[29] Verhandlungen mit Interessenten für eine übertragende Sanierung, mit dem Ziel die Produktionsstandorte in Lauchringen und Lörrach-Brombach zu erhalten, scheiterten. Es habe seit der Insolvenzerklärung sechs Interessenten gegeben, die „nach und nach […] von ihren Übernahmeabsichten Abstand genommen haben“, so Bürgermeister Thomas Schäuble, das letzte „Angebot jedoch (war) für den Gläubigerausschuss bei Weitem nicht zielführend und annehmbar.“[30] Philipp Grub veranlasste deshalb die Ausproduktion und vereinbarte mit dem Betriebsrat einen Interessenausgleich und Sozialplan zur Stilllegung des Betriebs, die am 31. Juli 2019 abgeschlossen wurde. Hohe Warenbestände konnten vollständig verwertet werden. Das Fabrikanwesen in Lauchringen wurde von der Gemeinde Lauchringen erworben. Dadurch gelang es Philipp Grub, den Sozialplan zu Gunsten der Arbeitnehmer zu 100 % zu befriedigen.[27]
Reaktionen der Belegschaft und Betriebsende zum 31. Juli 2019
Auf der Betriebsversammlung am 4. April 2019 war den 240 Mitarbeitern der Lauffenmühle in den Standorten Lauchringen und Lörrach eröffnet worden, dass „das Unternehmen seine Produktion zum 31. Juli 2019 einstellen (wird)“. Danach kam es zu einer spontanen Demonstration auf dem Werksgelände.[31]
Am 13. April 2019 hatte die Belegschaft der Lauffenmühle zu einer Kundgebung auf dem Betriebsgelände aufgerufen. Neben Interessenten aus Lauchringen und Umgebung nahmen Beschäftigte des Standorts Lörrach und umliegender Großbetriebe wie den Aluminium-Werken Wutöschingen und der Firma Hago in Küssaberg teil. Ansprachen hielten neben Betriebsangehörigen Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble und der CDU-Bundestagsabgeordnete Felix Schreiner. Den noch 240 Mitarbeitern wurde Ende April 2019 gekündigt.[32] Am 31. Juli 2019 endet die Produktion.
- Vorhaltungen der Belegschaft
Bereits Mitte Juli erhoben „Mitarbeiter und ehemalige Angestellte Vorwürfe gegen die beiden Geschäftsführer Volker Steidel und Werner Ritzi sowie die Daun-Gruppe, Bürgermeister Thomas Schäuble und Insolvenzverwalter Philipp Grub.[…]: ‚Das Unternehmen hätte gerettet werden können, wenn man das auch gewollt hätte.‘“ Die Betroffenen wiesen den Vorwurf und dessen differenzierte Begründungen mit teils umfassenden Erklärungen zurück. Bürgermeister Schäuble sprach von der Aufgabe der Gemeinde, „nach einer eventuellen Betriebsschließung, (sich) einen Plan B zurechtzulegen und zu entscheiden, was mit dieser innerörtlichen Gewerbebrache geschehen soll.“ Er kündigte dazu eine Klausurtagung des Gemeinderats im September an. Der Bürgermeister betonte, die Gemeinde habe „vier Mitarbeiter der Lauffenmühle eingestellt“, er habe zudem persönliche Beratung angeboten und „Gespräche mit hiesigen Betrieben und Unternehmen geführt.“[33]
- Ermittlungen der Staatsanwaltschaft
Die Vorwürfe aus Belegschafts- und Gewerkschaftskreisen wurden von der Staatsanwaltschaft Waldshut-Tiengen aufgenommen: Ermittelt wurde wegen des Verdachts des Bankrotts und der Insolvenzverschleppung. Der Insolvenzverwalter Philipp Grub sagte dazu, ihm seien „bislang keine Unregelmäßigkeiten aufgefallen.“ Geschäftsführer Werner Ritzi, der 2014 über die Daun-Gruppe zur Firma kam, erklärte, seine Prüfung und die einer Wirtschaftsberatung habe damals „zu keinen Auffälligkeiten“ geführt. Die Übertragung von Maschinen und Grundstück bei der vierten Insolvenz 2009/10 auf eine Tochterfirma Lauffenmühle Systems galt der Sicherheit einer erneuten Investition der Daun-Gruppe. Heute gehöre Lauffenmühle Systems „ebenfalls zur Insolvenzmasse.“ Der zweite Geschäftsführer Volker Steidel bezeichnete die beanstandeten Zahlungen an eine Firma in Taiwan als „legal“.[34] Nach Recherchen des SWR „existiert diese Firma in Taiwan jedoch offiziell gar nicht.“[35]
Unternehmensabwicklung 2020
Nachdem die letzte Geschäftsleitung nach der fünften Insolvenz und einer „Ausproduktion“ zum 31. Juli 2019 den 185-jährigen Betrieb der Firma beendet hatte, stehen die Gemeinden von drei ehemaligen Standorten vor den Fragen zum Umgangs mit den Betriebsarealen.
Kauf des Areals in Lauchringen durch Gemeinde
Auf der Gemeinderatssitzung am Abend des 20. Mai 2020 machte Lauchringens Bürgermeister Thomas Schäuble den Kauf des Lauffenmühle-Areals durch die Gemeinde öffentlich: „Am 20. Mai wurden die notariellen Unterschriften in Stuttgart geleistet. Der Kaufpreis liegt bei 7,5 Millionen Euro.“[36]
„Für Gutachten, Planung und erste Abrissarbeiten auf dem Lauffenmühle-Areal kalkuliert die Gemeinde Lauchringen 1.315.000 Euro in den Haushalt 2020 ein. Dies ist die größte Infrastrukturinvestition im laufenden Jahr.“ Hinzu kommt „ein Regenüberlaufbecken auf dem Lauffenmühle-Areal für 900.000 Euro.“[37]
Der Auftrag zur Altlastenuntersuchung an Boden und Gebäuden wurde vom Gemeinderat (am 18. Februar für 37.000 Euro) einstimmig an das Unternehmen HPC AG vergeben.[38]
Im November 2020, begannen mit dem Pförtnerhaus und Verwaltungsgebäudekomplex an der Wutach, die ersten Abrissarbeiten.[39]
Lörrach
Die Stadt Lörrach besitzt ein Vorkaufsrecht für das Lauffenmühle-Areal im Ortsteil Brombach. Dazu hatte „der Gemeinderat frühzeitig eine „Vorkaufssatzung“ beschlossen [… und hat damit] ein Vorkaufsrecht zu einem marktüblichen Preis.“ Damit wurde vermieden, dass die Stadt „exakt die Summe auf den Tisch hätte legen müssen, die private Investoren bereit waren zu zahlen“.[40]
„Die Stadt Lörrach steht kurz vor dem Kauf des Areals Lauffenmühle [von Claas E. Daun], was ein finanzieller Kraftakt ist, ihr aber ungeahnte Möglichkeiten bietet. Anfang des Jahres 2020 dürften die Unterschriften geleistet werden, kündigte Bürgermeisterin Monika Neuhöfer-Avdic an. […] Auf dem Gelände der ehemaligen Textilfabrik sollen sich mittelständische Handwerksunternehmen ansiedeln. Es könnte aber auch die Heimat für den Bauhof und eine zentrale Feuerwache Nord werden.“[41]
Blumberg
Nach der Schließung des Zweigwerkes in Blumberg 1995 geht es derzeit darum, „die letzten Flächen auf dem Lauffenmühle-Areal […] zu vermarkten.“ Dazu „hat der Stuttgarter Insolvenzverwalter Volker Grub das Donaueschinger Unternehmen Immobilien Reichmann beauftragt. […] Zwölf neue Einfamilien-Bauplätze auf dem Lauffenmühle-Areal“ sind vorgesehen.[42] Das Fabrikgebäude in Blumberg wurde 2009 abgebrochen.
Belegschaft
Die Gemeinde Lauchringen organisierte Anfang Oktober 2019 zusammen mit der Bundesagentur für Arbeit Lörrach eine „Jobbörse“ für ehemalige Beschäftigte der Firma, die „zahlreich erschienen […] 15 Unternehmen aus den Bereichen Handwerk, Industrie und Personalvermittlung stellten sich den Fragen der potenziellen Arbeitnehmer.“ Der Geschäftsführer der Wirtschaftsregion Südwest: „Diese Resonanz ist überwältigend.“[43] Gelungene Vermittlungen wurden in der Folge nicht bekannt. Die Gemeinde Lauchringen hatte zuvor schon einige Mitarbeiter in ihre Dienste übernommen.
Neuverwendung des Areals 2021
Planung und Abriss (Lauchringen)
Die Zusage eines Zuschusses in Höhe von 1,6 Millionen Euro aus dem Städtebauförderprogramm des Bundes und der Länder, ermöglichte der Gemeinde Lauchringen, die das 7,5 Hektar umfassende Areal 2020 für 7,5 Millionen Euro erworben hatte, „die Sanierung und Umgestaltung der Gewerbebrache“.[Anm 4] Ein Großteil der Förderung sollrw für die Verlegung einer „Photovoltaik-Anlage auf dem Dach der einstigen Spinnerei II“ auf ein Gemeindegrundstück und für den Abriss des betroffenen Gebäudes verwandt werden.[44]
- Beginn des Abbruchs
Nach Gebäude-Entkernungen im November 2020 begann im Februar der Abbruch des Verwaltungsgebäudes entlang der Wutach und des Pförtnerbereichs zur Kadelburger Straße hin[45]:
„Entgegen früherer Verfahrensweisen mit reinem Abbruch und anschließender Entsorgung erfolgt dieser Abriss als Rückbau mit größtmöglichem ressourcenschonenden Recycling. Rund 4500 Tonnen wiederverwendbarer Bauschutt […] wird für die geplanten Neubauten aufbereitet. Damit entfallen auch knapp 200 Lastwagentransporte.“
- Planung
Bürgermeister Schäuble skizzierte seine Vorstellungen zum Areal als eine Art „Vierklang“: „Mit Fläche für ein Gründerzentrum, etablierte Betriebe, eine Kunstszene und öffentlich geförderten, bezahlbaren Wohnraum.“ Anstelle des ehemaligen Verwaltungsgebäudes „soll noch in diesem Quartal ein erstes Bürogebäude hochgezogen werden.“[46]
Anmerkungen
- ↑ In Lauchringen arbeiteten 1991 ca. 900 Mitarbeiter, in Blumberg 300, in Lörrach und Brombach ca. 700 und in Höllstein produzierten 340 Mitarbeiter „den beliebtesten Stoff der Welt: Denim“. (N. Efringer, Aufstellung S. 46).
- ↑ Mit dem Insolvenzantrag am 9. März 2009 begann auch der Abriss der zweiten Lauffenmühle-Halle der Weberei in Blumberg. Die erste Halle war bereits „vor ein paar Jahren“ abgerissen worden, teilte der Südkurier dazu mit: Die Hallen wurden von dem „Architekten Egon Eiermann erbaut und Ende 1950 als Europas modernste Taschentuchweberei eingeweiht. Egon Eiermann hat unter anderem auch die Gedächtniskirche in Berlin gestaltet. Die Lauffenmühle galt Architektur-Studenten in aller Welt jahrzehntelang als Studien-Objekt für einen modernen Industriezweckbau. In der einstigen Weberei fanden in ihrer Blütezeit bis zu 800 Menschen Arbeit, vorwiegend Frauen.“ (Zweite Lauffenmühle-Halle wird abgerissen. In: Südkurier. 10. März 2009).
- ↑ Der Insolvenzantrag betraf die Produktionsgesellschaft – die Vertriebsgesellschaft war von der Insolvenz nicht betroffen: „Die Kundenbeziehungen blieben deshalb laut [Insolvenzverwalter Philipp] Grub von der Insolvenz unberührt.“ (Susann Klatt-D'Souza: Lauffenmühle entlässt 49 Mitarbeiter während Insolvenzverfahren. In: Südkurier. 5. März 2016.)
- ↑ Nach Angabe des Bürgermeisters Thomas Schäuble „könne die Gemeinde immer wieder Aufstockungsanträge stellen“ – sieben Jahre lang „unter der Voraussetzung, dass das Fördergeld fortlaufend verbraucht werde.“ (M. Neubert, Südkurier, 11. Februar 2021).
Weblinks
- Geschichte der Lauffenmühle auf der Website der Gemeinde Lauchringen
Literatur
- Walter Weissenberger: Der Wutachlauffen bei Unterlauchringen-Tiengen. In: Heimat am Hochrhein, Schriftenreihe des Landkreises Waldshut. Band 4, 1969/70.
- Nikolaus Efringer (unter Mitarbeit des Fördernachwuchskreises der Lauffenmühle): Textilmarkt und Lauffenmühle – erfolgreich in den Binnenmarkt. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 1992. Band XVII. Verlag des Südkurier, Konstanz 1991, ISBN 3-87799-103-3.
- Karl-Friedrich Hoggenmüller: Die Gemeinde Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut. Band XXI, 1996, ISBN 3-7650-8159-0.
- Michael Neubert: Lauffenmühle. 176 Jahre textile Produktion in Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 2011. Edition Isele, Eggingen 2010, ISBN 978-3-86142-506-9, S. 52.
- Peter Gerigk: Lauffenmühle – langer Kampf um Textilstandort am Haagensteg. In: Stadt Lörrach (Hrsg.): Stadtbuch Lörrach 2019. Lörrach 2019, ISBN 978-3-9820354-1-3, S. 116–121.
Einzelnachweise
- ↑ a b Josef Adamicek: Das dreißigjährige Drama. In: Textilwirtschaft. Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main 10. Oktober 1996, S. 220 ff.
- ↑ Karl-Friedrich Hoggenmüller: Die Gemeinde Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein. 1996, S. 13 ff.
- ↑ Originalurkunde des Schiedsspruchs zwischen der Stadt Tiengen und dem Dorf Kadelburg über einen Waldbezirk bei der "Loffenmüli", 1433. Kadelburger Gemeindearchiv.
- ↑ a b c Walter Weissenberger: Der Wutach-Lauffen. In: Heimat am Hochrhein 1969/70. S. 27.
- ↑ Walter Weissenberger: Der Wutachlauffen bei Unterlauchringen-Tiengen. In: Heimat am Hochrhein, 1969/70. S. 26 ff.
- ↑ a b c Der Waldshuter Erzähler vom 4. März 1995: Die Lauffenmühle-Pioniere kamen aus der Schweiz.
- ↑ a b c d e f g h i j k l m n o Bericht des Konkursverwalters Volker Grub im Verfahren der Lauffenmühle GmbH zur Gläubigerversammlung am 6. April 1995 vor dem Amtsgericht Waldshut-Tiengen, Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg, Hohenheim
- ↑ a b Michael Neubert: Lauffenmühle. 176 Jahre textile Produktion in Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 2011. Edition Isele, Eggingen 2010, ISBN 978-3-86142-506-9, S. 52.
- ↑ Sackfabrik Blumenstein am Industriehafen MA | Rhein-Neckar-Industriekultur e. V. Abgerufen am 24. Februar 2021.
- ↑ Nach: Karl-Friedrich Hoggenmüller: Die Gemeinde Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein. 1996, S. 16.
- ↑ a b Nikolaus Efringer (unter Mitarbeit des Fördernachwuchskreises der Lauffenmühle): Textilmarkt und Lauffenmühle – erfolgreich in den Binnenmarkt. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 1992. Band XVII, Verlag des Südkurier, Konstanz 1991, S. 42.
- ↑ Michael Neubert: Lauffenmühle. 176 Jahre textile Produktion in Lauchringen. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 2011. Edition Isele, Eggingen 2010, S. 53.
- ↑ N. Efringer/Fördernachwuchskreis: Textilmarkt und Lauffenmühle. S. 42 ff.
- ↑ N. Efringer/Fördernachwuchskreis: Textilmarkt und Lauffenmühle. S. 43.
- ↑ N. Efringer/Fördernachwuchskreis: Textilmarkt und Lauffenmühle. S. 49.
- ↑ N. Efringer/Fördernachwuchskreis: Textilmarkt und Lauffenmühle. S. 52.
- ↑ Dokumentiert ist der Zeitabschnitt in dem von der Gemeinde Lauchringen und dem Unternehmen finanzierten Film „Der Kampf der Lauffenmühle 1996/97“, Impuls-Videoproduktion 1998, Archiv des TV Eichberg.
- ↑ a b c d e Bericht des Insolvenzverwalters Volker Grub im Verfahren der Lauffenmühle GmbH & Co.KG zum Berichtstermin am 23. Juli 2009 vor dem Amtsgericht Waldshut-Tiengen, Wirtschaftsarchiv Baden-Württemberg, Hohenheim
- ↑ Ulrike Wollenschläger: Textilwirtschaft vom 9. März 2009.
- ↑ Lauffenmühle ist insolvent. In: Badische Zeitung. 10. März 2009 (badische-zeitung.de).
- ↑ a b Toni Schäfer: Dies und das im Landkreis Waldshut. Wirtschaft. In: Heimat am Hochrhein, Jahrbuch des Landkreises Waldshut 2011. Edition Isele, Eggingen 2010, S. 113.
- ↑ Lauffenmühle verlässt Insolvenz. In: Badische Zeitung. 21. August 2009 (badische-zeitung.de).
- ↑ a b Pressemitteilung der Lauffenmühle, zit. in: Uthe Martin/BUT: Lauffenmühle erneut insolvent. In: Südkurier. 1. Oktober 2015, S. 29.
- ↑ Forum Advantum 30. September 2015.
- ↑ Bericht des Insolvenzverwalters Philipp Grub im Verfahren der Lauffenmühle GmbH & Co.KG vom 20. Januar 2016
- ↑ Textilfirma Lauffenmühle ordnet sich neu. In: Südkurier. 20. Juli 2016. Auf Basis einer Pressemitteilung der Lauffenmühle-Gruppe vom 18. Juli 2016 (suedkurier.de).
- ↑ a b Bericht des Insolvenzverwalters Philipp Grub im Verfahren der Lauffenmühle GmbH & Co.KG vom 7. Mai 2019
- ↑ Insolvenzverwalter Philipp Grub in: Peter Rosa: Lauffenmühle fünftes Mal insolvent. In: Südkurier. 15. Januar 2019.
- ↑ Lauffenmühle schließt. In: Süddeutsche Zeitung. 5. April 2019 (sueddeutsche.de).
- ↑ Kai Oldenburg: „Die Stilllegung war unausweichlich“ In: Südkurier. 6. April 2019.
- ↑ Peter Rosa: 166 Mitarbeiter verlieren ihre Arbeit, Südkurier 5. April 2019.
- ↑ Melanie Mickley: Ein letzter Blick auf die Webstühle in: Südkurier, 6. Mai 2019.
- ↑ Susann Duygu-d’Souza: Lauffenmühle-Mitarbeiter erheben Vorwürfe. In: Albbote. 20. Juli 2019. Artikel online nur mit Anmeldung.
- ↑ Susann Duygu-d’Souza: Ermittlungen gegen Lauffenmühle In: Südkurier. 1. August 2019.
- ↑ Ermittlungen gegen Lauffenmühle.
- ↑ Rolf Sprenger: Gemeinde erwirbt Lauffenmühle-Areal, Albbote, 22. Mai 2020.
- ↑ Rolf Sprenger: Flüssig dank Grundstücksverkäufen, Alb-Bote, 25. Januar 2020.
- ↑ Rolf Sprenger: Gutachten soll Klarheit schaffen, Albbote, 22. Februar 2020.
- ↑ Herbert Schnäbele und Peter Rosa: Lauchringen: Der Abbruch der Lauffenmühle in Lauchringen ist in vollem Gange. 8. Februar 2021, abgerufen am 13. Februar 2021.
- ↑ Guido Neidinger: Lauffenmühle: Stadt kauft, in: Die Oberbadische, 16. Juli 2019. [1] Abruf am 28. Januar 2020.
- ↑ Peter Gerigk: Lauffenmühle-Areal bietet Lörrach unverhoffte Möglichkeiten. Badische Zeitung, 26. Januar 2020 Abruf am 28. Januar 2020.
- ↑ Bernhard Lutz: So soll das letzte Areal auf der Lauffenmühle in Blumberg endlich bebaut werden, 23. Januar 2020. 2/2 Abruf am 28. Januar 2020.
- ↑ Rolf Sprenger: Erster Schritt in eine Zukunft nach der Lauffenmühle, Südkurier, 4. Oktober 2019.
- ↑ Michael Neubert: Stattliche Summe für ein großes Areal, Südkurier online, 10. Februar 2021 (Abruf 2021-2-23), Südkurier, 11. Februar 2021.
- ↑ H. Schnäbele: Abbruch in vollem Gange: Südkurier online, 9. Februar 2021 Abruf 2021-02-23.
- ↑ M. Neubert: Stattliche Summe, Südkurier, 11. Februar 2021.