Last Night (2010)

Film
Titel Last Night
Produktionsland USA,
Frankreich
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 2010
Länge 90 Minuten
Altersfreigabe
  • FSK 0 (ohne Altersbeschränkung)[1]
Stab
Regie Massy Tadjedin
Drehbuch Massy Tadjedin
Produktion Buddy Enright,
Satsuki Mitchell,
Massy Tadjedin,
Nick Wechsler,
Christophe Riandee
Musik Clint Mansell
Kamera Peter Deming
Schnitt Susan E. Morse
Besetzung

Last Night ist ein französisch-US-amerikanisches Filmdrama von Massy Tadjedin aus dem Jahr 2010. Der Film wurde von Gaumont, Nick Wechsler Productions und Star Entertainment produziert.

Handlung

Joanna und Michael Reed sind seit drei Jahren glücklich verheiratet und leben in New York. Auf einer Party jedoch wird Joanna erstmals von Eifersucht erfasst, als sie Michaels attraktive Kollegin Laura kennenlernt. Michael weist ihre Sorgen zurück und beteuert, dass zwischen ihm und Laura nichts sei.

Am nächsten Tag reist er mit Laura und seinem Kollegen Andy zu einem wichtigen Geschäftstermin nach Philadelphia. Während Michael unterwegs ist, begegnet Joanna zufällig Alex, ihrem französischen Exfreund. Die beiden waren vor Jahren kurz zusammen, in einer Phase, in der Joanna und Michael getrennt lebten. Die alten Gefühle flammen sofort wieder auf – und Joanna hat Michael nie von dieser früheren Beziehung erzählt. Trotz der starken gegenseitigen Anziehung verbringen Joanna und Alex die Nacht nicht miteinander. Alex verlässt am nächsten Morgen die Stadt.

Michael hingegen begehrt Laura. Obwohl er Joanna liebt, widersteht er der Versuchung nicht. Am Morgen nach dem Seitensprung bricht er die Geschäftsreise abrupt ab und kehrt nach Hause zurück, von Schuldgefühlen geplagt.

Dort findet er Joanna völlig aufgelöst. Ihre Schuhe liegen verstreut im Flur, sie trägt noch Reizwäsche – alles deutet darauf hin, dass auch sie am Vorabend ausgegangen ist. Michael steht fassungslos vor ihr, während Joanna tief Luft holt, um ihm etwas zu sagen. In diesem Moment endet der Film.

Kritiken

Andreas Scheiner bei zeit-online.de bemerkt zu diesem Film: „‚Last Night‘ ist kein Revolutionary Road, keine Beziehungsauslotung mit sozialkritischem Überbau. Tadjedin stellt den Lifestyle ihres Musterehepaars nie zur Disposition; sie hat aus der einfachen Ausgangslage ein stimmiges romantisches Drama entwickelt, an das man sich auch am Morgen danach gerne erinnert.“[2]

Critic.de schreibt ähnlich: „‚Last Night‘ ist um Worte nicht verlegen. Zunächst aber bemüht sich Regiedebütantin Massy Tadjedin, mit Szenen der Alltäglichkeit die Protagonisten in ihr Milieu einzuschreiben. Routinierte Handgriffe, konzentrierte und doch abwesende Blicke, Michael (Sam Worthington) und Joanna (Keira Knightley) bewegen sich wie automatisiert und leblos durch ihre geräumige New Yorker Wohnung. […] Die zweite Garde, Eva Mendes und Guillaume Canet, sind wohl die charismatischeren Darsteller, doch sie kriegen nur wenig differenzierte Rollen zu spielen. Sie sollen verführen, auch uns, über die eigenen Werte- und Liebesvorstellungen nachzudenken. Doch was und wie viel davon abhängt, bleibt im lebens- und wirklichkeitsfernen, weil zu jeder Zeit universell-exemplarischen ‚Last Night‘ offen.“[3]

Bei der Süddeutschen Zeitung schreibt Rainer Gansera: „Die Männer sind charmant und liebenswert gezeichnet, meisterlich aber setzt Massy Tadjedin die Frauen in Szene: Keira Knightleys romantische Fragilität, Eva Mendes’ fulminante Sinnlichkeit. Selten gelingt es, weibliche Attraktion derart funkenstiebend aufglühen zu lassen.“[4]

Die Deutsche Film- und Medienbewertung FBW in Wiesbaden verlieh dem Film das Prädikat wertvoll.

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Last Night. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft, April 2011 (PDF; Prüf­nummer: 125 719 V).
  2. Andreas Scheiner: Schöne Versuchungen bei zeit.de, abgerufen am 16. November 2015.
  3. Last Night bei critic.de, abgerufen am 16. November 2015.
  4. Rainer Gansera: Vom Suchen und Finden der Triebe bei sueddeutsche.de, abgerufen am 16. November 2015.