Lars Zander

Lars Zander (* 1978 in Lübeck) ist ein deutscher Jazzmusiker (Tenorsaxophon, Flöte, Bassklarinette), der zeitweilig als Lars Dieterich aktiv war.

Wirken

Zander absolvierte ein Saxophonstudium an der Universität der Künste Berlin. Dann wendete er sich immer mehr der Bassklarinette zu und forschte an der Erweiterung ihres Klangbildes. In der Improvisation beschäftigte er sich mit der Schnittstelle zur Elektronischen Musik und dem Dancefloor.[1]

Gemeinsam mit Eva Kruse, Hendrik Stiller und Pelle Hinrichsen bildete Dieterich das Popjazz-Quartett Soap, das 2007 sein Album Busca Busca vorlegte. Im selben Jahr wechselte er für Nikolaus Neuser in das Duo Trondheym ein, mit dem 2009 das Album Stay Tuned entstand. In der Studioformation The Tijuana Wonderbrass begleitete er Plattenproduktionen von The BossHoss und Ivy Quainoo.

Mit den Geschwistern Lysann und Gunnar Zander bildete er 2011 die Berliner Deep-House-Band Stereofysh, die nach der EP Wannadou (2013) die Alben The Race (2015)[2] und Ohana (2017) veröffentlichte und in Europa und den USA tourte.[3] Daneben spielte er mit Botond Ikvai Szabó, Hendrik Stiller, Joh Weisgerber, Lukas Fröhlich, Stefan Ulrich und Uwe Breunig in der Funk / Soul-Band The Ruffcats, die seit 2012 mehrere Alben, z. T. mit Floh Mega bzw. Rapturous Apollo Helios als Sängern, herausbrachte.[4][5] Mit seinen eigenen Bands ist er auf bei JazzBaltica, Jazzfest Berlin, Music Biennale Zagreb, Sydney Mardi Gras und bei EXPO Milano aufgetreten.[1]

Mit dem Diwan der Kontinente trat Zander 2015 ebenfalls beim Jazzfest Berlin auf.[6] Seit 2018 gehört er zum Moka Efti Orchestra, mit dem er zwei Alben veröffentlichte und mehrfach auf Tour war. Weiterhin gehört er zum Matti Klein Soul Trio und zur Band von Ali N. Askin. Als Live- und Studiomusiker hat er zudem für Jazzanova, Annett Louisan, Dianne Reeves, Pohlman, Talib Kweli, Mousse T. und Bobby McFerrin gearbeitet.[1]

Einzelnachweise

  1. a b c Oneiro Nautix. In: larszander.net. 2015, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  2. Benedikt Bendler: Plattenkritik: Stereofysh - The RaceWenn Jazz im Club zu House ist. In: dasfilter.com. 22. Mai 2015, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  3. Gutkind: Stereofysh – Das Leben ist schön. In: fazemag.de. 27. Juni 2017, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  4. Chris May: RAH & The Ruffcats: Orile To Berlin. In: All About Jazz. 4. Juli 2024, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  5. RAH & The Ruffcats. In: Radio Eins. 18. Dezember 2024, abgerufen am 12. Dezember 2025.
  6. Divan of the Continents etc. In: Berliner Festspiele. 2015, abgerufen am 12. Dezember 2025.