Langenohlkapelle
Die Langenohlkapelle ist eine Friedhofskapelle in Paderborn, einer Stadt in Nordrhein-Westfalen.
Geschichte
Die Errichtung einer ursprünglich den Armen Seelen gewidmeten Friedhofskapelle auf dem 1866 angelegten Ostfriedhof in Paderborn geht auf die Initiative von Joseph Gustav Langenohl (1814–78), Kaplan an der Marktkirche zurück, nach dem sie ihren heutigen Namen trägt. Mit ihrem Bau wurde der Diözesanbaumeister Arnold Güldenpfennig beauftragt, die Grundsteinlegung erfolgte am 10. Oktober 1868, die Fertigstellung 1870. Im Jahre 1902 wurde die Kapelle durch den Kirchenmaler Hans Mündelein historistisch neu ausgemalt. Nach Jahrzehnten der Vernachlässigung erhielt sie 2018 durch den Kirchenkünstler Tobias Kammerer (Rottweil) eine Neuausmalung sowie eine neue Farbverglasung zum Thema "Kreislauf des Lebens". Neben der Aussegnung Verstorbener wird die Kapelle seither auch für Kammerkonzerte und Lesungen genutzt.
Architektur
Die Langenohlkapelle ist eine in neugotischen Bauformen errichtete im Innern kreuzrippengewölbte in einem Fünfachtelschluss endende und mit einfachen Maßwerkfenstern ausgestattete Saalkirche. Eine besondere architektonische Gestaltung erfuhr die Eingangsseite, deren Portal von zwei seitlichen übergiebelten Fenstern eingefasst und von einem zweibahnigen Maßwerkfenster unter einem Überfangbogen überhöht wird. Der Giebel enthält in einer Baldachinnische, flankiert von Vierpassfenstern, die Statue des Auferstehenden Christus.
Weblinks
- Flyer Langenohlkapelle auf dem Ostfriedhof zu Paderborn
- Tobias Kammerer Lesezeichen Langenohlkapelle
Koordinaten: 51° 43′ 7,1″ N, 8° 46′ 1,6″ O