Langøytangen fyr

Langøytangen fyr
Langøytangen fyr, Blick von Norden
Ort: Langøya
Norwegen Norwegen
Lage: Telemark, Norwegen
Geographische Lage: 58° 59′ 26,8″ N, 9° 45′ 29,5″ O
Seekarte
Funktion: Fahrrinnenfeuer
Bauzeit: 1839

p4

Der Leuchtturm Langøytangen fyr liegt ganz im Süden der norwegischen Insel Langøya vor Langesund in der Kommune Bamble in der Telemark.

Geschichte

Bereits im Jahre 1828 gab es von Seiten der norwegischen Leuchtturmkommission den Vorschlag, hier einen Leuchtturm zu errichten, elf Jahre später konnte der Leuchtturm seinen Betrieb aufnehmen. Zu diesem Zeitpunkt bestand die Besatzung des Leuchtturms aus dem Leuchtturmwärter, dessen Familie im angrenzenden Wohngebäude untergebracht war, und einem Assistenten. Zunächst bestand die Leuchtturmstation aus einem Wohngebäude mit dem zweistöckigen Leuchtturm am Ende des Gebäudes. Der Leuchtturm wurde mit einen Linsenapparat der 6. Ordnung ausgestattet, dazu kam eine kleine Kaianlage, um das Anlegen von Booten zu erleichtern.[1] Später um wurde die Kaianlage durch ein Bootshaus erweitert, um die Boote for den Witterungseinflüssen besser zu schützen. Bereits 1876 wurde ein neuer Turm errichtet und ein neues Leuchtsystem installiert. 10 Jahre später wurde eine Nebelglocke, die alle 15 Sekunden schlägt, an der Turmwand direkt unter dem Leuchtsystem angebracht. 1911 wurde neben der Renovierung und Erhöhung des Turms auch das alte Leuchtturmgebäude ausgebaut. 1913 erhielt der Leuchtturm eine Kombination aus Nebelglocke und Nebelhorn, während die alte Uhr nach Figgeskjær umzog und dort einen eigenen Uhrenturm erhielt. Bereits im Jahre 1939 wurde die gesamte Station an das örtliche Stromnetz angeschlossen, ab 1970 wurde die Leuchtturmstation Langøytangenin eine Wache umgewandelt und die Familien der Leuchtturmwärter wohnten ab diesem Zeitpunkt an Land. Mit der vollständigen Automatisierung der Station endete nach 151 Jahren die manuelle Bedienung des Leuchtturms. In dieser Zeit waren elf Leuchtturmwärter dort beschäftigt. Am längsten war Ingvar Salvesen auf dem Leuchtturm stationiert, er verrichtete seinen Dienst ohne Unterbrechung von 1929 und 1963. Nach der Automatisierung standen die Gebäude für einige Zeit leer, bevor sie als Küstenwanderhütte und Besucherleuchtturn wiedereröffnet wurden. 2005 wurde die Wanderhütte Teil des Küstenwanderwegs. Im März 2006 schloss der Küstenschutzverein Langesundsfjorden mit der Direktion für Naturschutz einen Pachtvertrag über das Leuchtturmwärterhaus von 1939 und dem erste Leuchtturmwärterhaus von 1839 mit dem Leuchtturm ab. Das Leuchtturmgebäude wird derzeit für Tagungen, Konferenzen und als Galerie genutzt.[2] Oft wird der Besuch des Leuchtturms mit einer Boots- oder Kajakfahrt durch den Fjord verbunden, allerdings ist diese Fahrt wegen des Schiffverkehrs nach Herøya, Bamble und den zahlreiche Industrieanlagen im Landesinneren nicht ganz ungefährlich.

Technische Daten

Die Focalhöhe beträgt 18,4 Metern, es wird je nach Richtung weißes, rotes oder grünes Licht ausgesendet. Dabei wird alle sechs Sekunden wird das Licht verdeckt. Der 12 Meter hohe, quadratische Steinturm ist an einem Ende des einstöckigen Leuchtturmwärterhauses angebaut. Der Leuchtturm selbst ist weiß gestrichen, Laterne und Galerie auf dem Dach sind rot. Ein Nebelhorn ertönt alle 60 Sekunden zweimal.[3]

Siehe auch

Commons: Langøytangen fyr – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • Langøytangen fyrstasjon. In: fyr.no. Norsk Fyrhistorisk Forening, abgerufen am 7. Juni 2022 (norwegisch).
  • Per Roger Lauritzen: Langøytangen fyr. In: snl.no. Store norske leksikon, 13. April 2022, abgerufen am 7. Juni 2022 (norwegisch).
  • Langøytangen fyr (kulturlosen). Archiviert vom Original am 29. September 2007; abgerufen am 13. Juli 2017.
  • Langøytangen fyr (Telemark kystled). Archiviert vom Original am 23. Oktober 2007; abgerufen am 13. Juli 2017.

Einzelnachweise

  1. Beschreibung des Leuchtturms. Norsk Fyrforening, abgerufen am 19. November 2025 (norwegisch).
  2. Fyrtårnhuset. Küstenschutzverein, abgerufen am 19. Juni 2025 (norwegisch).
  3. Technische Daten des Leuchtturms. University of North Carolina at Chapel Hill, abgerufen am 19. November 2025 (englisch).