Landkreis Krummau

Der Landkreis Krummau war von 1938 bis 1945 eine Gebietskörperschaft im Großdeutschen Reich im südlichen Teil Böhmens. Der Verwaltungssitz war Krummau an der Moldau.

Der bis dahin tschechoslowakische Bezirk Krumau (tschech.: okres Český Krumlov) wurde am 1. Oktober 1938 mit dem Sudetenland annektiert. Ab 20. November 1938 führte er die Bezeichnung Landkreis Krumau.[1]

Am 15. April 1939 erfolgte die Eingliederung des Landkreises in den Reichsgau Oberdonau.[2]

Der Landkreis erhielt drei Gemeinden, die bisher zum Gerichtsbezirk Netolitz (Bezirk bzw. Landkreis Prachatitz) gehört hatten: Bowitz, Kollowitz und Ober Groschum.[3]

Am 24. Juli 1939 wurde der Landkreis Krumau in Krummau an der Moldau umbenannt.[4]

Landräte

1938–1939: ?
1939–1943: Otto Pieper (1909–1944)
1943–1945: Adolf Dietscher (* 1904)
1945–9999: Karl Glehn (1895–1985)

Siehe auch

  • Landkreis Krummau Verwaltungsgeschichte und die Landräte auf der Website territorial.de (Rolf Jehke), Stand 22. November 2013.

Einzelnachweise

  1. Verordnung zur Änderung des Gesetzes über die Organisation der politischen Verwaltung. Vom 18. November 1938 (Verordnungsbl. f. d. sudetendt. Gebiete, Nr. 18, S. 175) Digitalisat
  2. Gesetz über die Gliederung der sudetendeutschen Gebiete. Vom 25. März 1939 (Reichsgesetzbl. I, Nr. 70, S. 745; vgl. § 3 Abs. 3) Digitalisat
  3. Verordnung des Landeshauptmannes für den Gau Oberdonau vom 18. Juli 1939 betreffend die Eingliederung ehemals sudetendeutscher Gebiete in die Landkreise Kaplitz und Krummau a. d. M. (VOBl. f. d. Amtsbereich des Landeshauptmannes f. d. Gau Oberdonau 1939, 19. Stück, S. 50) Digitalisat
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis für das Deutsche Reich (1941), S. 290 Digitalisat