Landesgartenschau Oberhessen 2027
| Landesgartenschau Oberhessen 2027 | |
|---|---|
| Ort | Region Oberhessen |
| Eröffnung | 22. April 2027 |
| Abschluss | 3. Oktober 2027 |
| Dauer | 165 Tage |
| Besonderheiten | Erste interkommunale Landesgartenschau in Hessen |
Die Landesgartenschau Oberhessen 2027 soll vom 22. April bis zum 3. Oktober 2027 stattfinden. Sie wäre die achte Landesgartenschau im Bundesland Hessen.[1]
Erstmals in der Geschichte der hessischen Landesgartenschauen wird die Veranstaltung interkommunal organisiert: Träger sind insgesamt elf Kommunen aus der Region Oberhessen – die Städte Büdingen, Gedern, Nidda, Ortenberg und Schotten sowie die Gemeinden Echzell, Glauburg, Hirzenhain, Kefenrod, Limeshain und Ranstadt.
Unter dem Dach des Vereins Oberhessen haben die elf Kommunen im Jahr 2020 eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Diese war Grundlage für die Bewerbung der Kommunen als Austragungsort für die Landesgartenschau 2027.[2]
Den Zuschlag zur Ausrichtung erhielten die Kommunen am 19. Mai 2021 durch einen Beschluss des Hessischen Kabinetts.
Konzept
Oberhessen liegt im Speckgürtel Frankfurts. Im Mittelpunkt der Landesgartenschau steht die Idee, Natur, Landschaft, Kultur und Gemeinschaft über Gemeindegrenzen hinweg zu verbinden. Durch die interkommunale Ausrichtung soll die Region Oberhessen als zusammenhängender Lebens-, Natur- und Kulturraum präsentiert werden.[3]
Neben den klassischen Elementen einer Landesgartenschau, liegt der Fokus in Oberhessen darauf, die Kommunen als Orte der Begegnungen zu verstehen, sie klimafreundlich zu gestalten und für die Zukunft zu rüsten. Es sind sogenannte EntdeckerRouten geplant, die verschiedene EntdeckerPunkte in Oberhessen verbinden.[4] Die Bildungsreihe „Buntes Klassenzimmer“ bietet insbesondere für junge Menschen einen Raum, um innerhalb und über die Natur zu lernen.[5] Weitere Ausstellungen, Veranstaltungen und Mitmachaktionen sind geplant.
Zielsetzungen
Allgemein ermöglichen Landesgartenschauen Verbesserungen, die ohne sie entweder gar nicht, nicht in diesem Umfang oder nicht zu diesem Zeitpunkt realisiert werden würden. Sie können dazu beitragen, Städte und Regionen nachhaltig und gezielt weiterzuentwickeln.
Insbesondere Dörfer, die weit von Autobahnen, Bahnhöfen oder den zentralen Städten entfernt liegen, stehen vor großen Herausforderungen: Sie müssen digitaler werden, sich auf Umweltveränderungen einstellen, ihre Infrastruktur weiterentwickeln und dem demografischen Wandel entgegenwirken. Insgesamt befinden sich die Gemeinden im ländlichen Raum in umfassenden Transformationsprozessen.
Bei diesen Prozessen leistet die Landesgartenschau Unterstützung. Sie wirkt als Impulsgeber für die Entwicklung der Städte und Ortschaften und ermöglicht Fortschritte, die diese aus eigener Kraft nicht in gleichem Umfang erreichen könnten.[6]
Parkanlagen
In Nidda-Bad Salzhausen und Gedern werden historische Parks in die Zukunft geführt, während in Büdingen ein moderner Stadtpark entsteht.
Bad Salzhausen
Im 52 Hektar großen Kurpark entstehen zwischen dem alten Baumbestand Spiel- und Erlebnisinseln, die Familien ebenso ansprechen wie Erholungssuchende. Saniert werden die Trinkkuranlage, der Landgrafenteich, die Wege, Quellen sowie die sanitären Anlagen.
Gedern
Im Schlosspark entsteht ein Küchengarten, der nach der Schau als Schulgarten weiterhin genutzt werden soll. Neue, barrierearme Wege, historische und moderne Beleuchtung, eine Parkpromenade, ein Abenteuerspielplatz, Obsthain, Boulebahn und Klimagarten sollen entstehen. Auch die praktische Infrastruktur gehört dazu: Wohnmobilstellplätze, ein neuer Parkplatz und die Fest- und Spielwiese am Kälberbach.
Büdingen
In der Stadt wächst ein Park, der gleichzeitig Freizeitfläche und Schutzraum ist. Mit den „Regengärten“ greift er das Prinzip der Schwammstadt auf: Wasser wird gespeichert, Hochwasserschutz verbessert. In den Park kommen ebenfalls Zukunftsbäume, ein Hain, Spiel- und Sportflächen, eine Streetball- und Calisthenics-Zone und weitere Aufenthaltsbereiche.
Finanzielles
Finanziert werden die Baumaßnahmen und die Veranstaltung durch zwei Haushalte: den investiven Haushalt und den Durchführungshaushalt. Das Land Hessen fördert die investiven Maßnahmen, also die nachhaltigen Projekte.
Der Durchführungshaushalt deckt alle Inhalte der Landesgartenschau ab, etwa temporäre Schaugärten oder Veranstaltungen. Er speist sich aus Eintrittsgeldern, Sponsorings, Förderungen und einmaligen kommunalen Beiträgen.
Daneben gibt es zahlreiche allgemeine Fördertöpfe. Kommunen, die an der Landesgartenschau teilnehmen, werden priorisiert behandelt. Fördergeber übernehmen einen großen Anteil der Maßnahmen – meist zwischen 60 und 90 Prozent. Die Kommunen steuern ihren Eigenanteil bei.
Bis September 2025 wurden für die Region insgesamt bereits über 26 Millionen Euro aus verschiedenen Programmen bereitgestellt.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ crenner: Home. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ crenner: Die Machbarkeitsstudie. In: Landesgartenschau Oberhessen. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ crenner: Warum Landesgartenschau? In: Landesgartenschau Oberhessen. Abgerufen am 2. Dezember 2025.
- ↑ crenner: EntdeckerRegion Oberhessen. In: Landesgartenschau Oberhessen. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ NABU-Haus an den Salzwiesen - NABU Hessen. Abgerufen am 10. Dezember 2025.
- ↑ Willkommen - Fördergesellschaft Landesgartenschauen Hessen und Thüringen mbH. Abgerufen am 10. Dezember 2025.