LandPark Lauenbrück

Der LandPark Lauenbrück ist ein Tier- und Landschaftspark im Landkreis Rotenburg (Wümme) an der Bundesstraße 75 in Lauenbrück nahe Bremen. Er wurde 1969 von der Familie Friedrich-Wilhelm von Schiller als Wildpark Lauenbrück gegründet und beherbergt über 200 Huf- und Wildtiere in artgerechter Freilandhaltung auf einer naturnah gestalteten Fläche von 220.000 Quadratmetern.

Seit 2005 ist er als gemeinnützig anerkannt. Vom selben Jahr an fördert die Scharnow-Stiftung Tier hilft Mensch die Wandlung des bisherigen Wildparks zu einem naturnahen, barrierefreien Tier-, Landschafts- und Kulturpark mit vielfältigen Naturerlebnis-, Spiel- und Lernangeboten. Die vom EFrE geförderten baulichen Maßnahmen wurden 2011 fertiggestellt.

Schwerpunkte

Die Schwerpunkte des Parks liegen im Tier- und Artenschutz und in der Schaffung eines integrativen Ausflugsziels für Behinderte und Blinde. Weitere Ziele sind eine naturnahe Umweltbildung für Jung und Alt sowie die Förderung der Künste durch Ausstellungen und künstlerische Veranstaltungen. Der Park dient gleichzeitig als Bildungsstätte für Umweltpädagogik.

„Tier hilft Mensch“ ist der gemeinsame Leitgedanke von Stiftung und LandPark.

Tiere

Bei den Tieren reicht das Spektrum von der Westafrikanischen Zwergziege bis zum Riesenesel. Rückzüchtungen ausgestorbener Wildtierrassen sind Ur und Tarpan-Urwildpferde. Zu bedrohten Arten, die sich auf dem Gelände finden, gehören Exmoor-Ponys, Wollschweine, Dänische Protestschweine, Spanische Riesenesel, Bentheimer Landschafe, Vierhornschafe und weiße hornlose Moorschnucken. Weitere Tierarten sind Damwild, Mufflon-Wildschaf, japanische Sikahirsche und Alaskan Malamute. In ihrem Freigehege lässt sich das Rudelverhalten der amerikanischen Schlittenhunde innerhalb einer naturnahen Umgebung studieren.

Okonomische Problemlagen

Bereits am 2. Januar 2026 berichtete t-online.de von einer „vorlaufigen Insolvenz“, die beim Amtsgericht in Walsrode beantragt und mit einem entsprechenden Beschluss vom 16. Dezember 2025 festgestellt worden war.[1] Geschäftsführerin Katharine von Schiller führte im Gespräch mit Kreiszeitung.de die Folgen der Corona-Krise und den steigenden Kostendruck (Personal, Energie und Tierpflege). als kausal für die prekäre Finanzlage an. Wie immer in solchen Fällen übernimmt ein gerichtlich bestellter Insolvenzverwalter die Kontrolle des Sanierungsprozesses und die strategische Neuausrichtung. In diesem Fall ist es eine Anwaltskanzlei aus Hamburg. Für Besucher bleibt derLandpark auch während des Insolvenzverfahrens voll zugänglich: von März bis September täglich von 8 bis 18 Uhr, von Oktober bis März von 8 Uhr bis zur Dämmerung.[2]

Die Versorgung der Tiere und die Zahlung von Gehältern sind dem Landpark zufolge derzeit noch gesichert. „Den kommenden Winter mit den geringen Besucherzahlen, in dem aber auch täglich die Tiere versorgt werden müssen, würden wir nicht überstehen“, sagte die derzeitige Geschäftsführerin. Zudem habe auch ein verschärfter Wettbewerb mit anderen Parks im Großraum Hamburg-Bremen-Hannover diese Entwicklung mit herbeigeführt.[3]

Belege

  1. Ausflugsziel bei Bremen: Beliebter Tierpark meldet vorläufige Insolvenz an, t-online.de vom 2. Januar 2026, abgerufen am 4. Januar 2026
  2. Enorm beliebter Tierpark in Niedersachsen meldet vorläufige Insolvenz an – trotz vieler Besucher, kreiszeitung.de vom 1. Januar 2026, abgerufen am 4. Januar 2026
  3. Landpark Lauenbrück mit mehr als 200 Tieren meldet Insolvenz an, ndr.de vom 2. Januar 2026, abgerufen am 4. Januar 2026

Koordinaten: 53° 12′ 32″ N, 9° 32′ 3″ O