Lana Hansen

Lana Hansen (* 1970 in Qaqortoq) ist eine grönländische Autorin und Umweltaktivistin.

Leben und Werk

Ihre literarische Laufbahn begann Lana Hansen mit den Frühwerken Inuusuttut Hunnorujut taalliaat (Verlag Atuakkiorfik, 1990) und Ornigisaq (Atuakkiorfik, 1993). Es folgten Legenda (Grønland Kalaallit Nunaat, Forfatterskolen, 2009), das Langgedicht Artarctica (2016), Aalaterneqarneq (Illinniusiorfik, 2019) und Assigiippugut / Vi er ens / We are the same (Iperaq, 2022). 2026 erscheint Oila. Greenland is not for sale.

Daneben übersetzte Lana Hansen das Buch Deana von Leivur Hansen (* 1951) vom Färöischen ins Grönländische, das 2022 zum meist verkauften Buch auf den Färöer wurde. Es behandelt das Schicksal des 1967 in Kangerluarsussuaq verschwundenen färöischen Küchenmädchens Deana.

Sila

Besondere Aufmerksamkeit erfuhr ihre Erzählung Sila, die 2009 im Verlag Milik Publishing auf Grönländisch erschienen ist. Die Geschichte verbindet den Gedanken des Umwelt- und Klimaschutz in der Arktis mit der traditionellen grönländischen Mythologie.[1] Das Buch wurde ins Dänische, Englische, Französische, Norwegische, Samische, Russische und Inuktitut übersetzt. 2010 war die Erzählung für den Kinderliteraturpreis des Westnordischen Rats nominiert.[2]

Auf Deutsch erschien Sila 2025 im Inuit Verlag aus Daun in der Übersetzung von Carsten Wilms.[3] Das Buch wurde vom grönländischen Künstler Georg Olsen (* 1974) illustriert.

Engagement für den Klimaschutz

Neben ihrer schriftstellerischen Tätigkeit engagiert sich Lana Hansen als Vermittlerin für die kommende Generation: In ganz Grönland leitet sie Klima-Workshops für Kinder und Jugendliche, um der jungen Generation in der Klimakrise das notwendige Wissen und die Werkzeuge für eine bessere Anpassung an die veränderten Lebensbedingungen zu vermitteln.[4]

2025 war sie mit dem Projekt Decolonize Nordic Nature an der Universität Oslo vertreten.[5]

Literatur

Daniel Chartier: „The Traditional Sources of Lana Hansen’s Greenlandic Environmental Commitment“ in: Environmental Change in Nordic Fiction, NORDEUROPAforum Special Issue (2022). S. 40–59

Einzelnachweise

  1. https://edoc.hu-berlin.de/items/a5fc0057-74c8-4cf4-b7d5-3899c691dbf4
  2. https://milik.gl/en/book/sila/
  3. https://inuitverlag.de/
  4. https://nunatsiaq.com/stories/article/98789_greenlandic_writer_brings_climate_change_to_youth/
  5. https://www.uio.no/english/research/strategic-research-areas/nordic/research-groups/ecodisturb/