Lajos Mecser

Lajos Mecser (* 23. September 1942 in Bükkaranyos, Königreich Ungarn) ist ein ehemaliger ungarischer Leichtathlet, der im Langstreckenlauf erfolgreich war. Er gewann eine Silbermedaille bei Europameisterschaften.

Sportliche Karriere

Lajos Mecser startete für den Salgótarjáni BTC. Er gewann vier ungarische Meistertitel im 5000-Meter-Lauf: 1964, 1966, 1968 und 1970. Über 10.000 Meter erlief er fünf Titel: 1964, 1965, 1966, 1970 und 1971. Hinzu kamen elf Meisterschaften im Crosslauf.[1] Ungarische Hallenmeisterschaften wurden erst ab 1974 ausgetragen.

1964 bei den Olympischen Spielen in Tokio trat Mecser über 5000 Meter an und schied als Neunter seines Vorlaufs aus.[2] Bei den Europameisterschaften 1966 in Budapest wurde zunächst der 10.000-Meter-Lauf ausgetragen. Jürgen Haase aus der DDR gewann mit einer Sekunde Vorsprung vor Mecser, der Bestzeit lief und fünf Sekunden vor dem drittplatzierten Leonid Mikitenko aus der Sowjetunion ins Ziel kam.[3] Fünf Tage später standen die beiden Ungarn István Kiss und Lajos Mecser im Finale über 5000 Meter. Zwischen dem Drittplatzierten und dem Siebten lagen vier Zehntelsekunden. Mecser wurde Fünfter in 13:48,0 Minuten, Kiss wurde Siebter.[4]

Im März 1967 fanden in Prag die Europäischen Hallenspiele 1967 statt, der Vorläuferwettbewerb der Halleneuropameisterschaften. Mecser trat im 3000-Meter-Lauf an. In 8:00,6 Minuten gewann er die Bronzemedaille hinter Werner Girke aus der Bundesrepublik Deutschland und Raschid Scharafetdinow aus der Sowjetunion.[5] Im Oktober 1968 bei den Olympischen Spielen in Mexiko-Stadt erreichten im 10.000-Meter-Lauf 31 Läufer das Ziel. Mecser wurde 22. mit 30:54,8 Minuten, bester Ungar war János Szerényi auf dem 20. Platz.[6] Eine Woche danach war Mecser auch beim Marathonlauf am Start. 18 Läufer gaben in der Höhenluft auf, darunter auch die beiden Ungarn József Sütő und Lajos Mecser. Gyula Tóth kam als 24. von 57 Finishern ins Ziel.[7]

Im März 1969 bei den Europäischen Hallenspielen in Belgrad hatte Mecser als Vierter über 3000 Meter in 8:01,0 Minuten vier Sekunden Rückstand auf den drittplatzierten Werner Girke.[8] Zwei Jahre später bei den Halleneuropameisterschaften 1971 in Sofia lief Mecser in 8:06,2 Minuten auf den fünften Platz.[9] Im Sommer bei den Europameisterschaften in Helsinki wurde Mecser in 29:07,6 Minuten 26. über 10.000 Meter.[10] Im Marathonlauf kam Mecser nach 2:34:35,2 Stunden als 41. und Letzter ins Ziel.[11]

Bestzeiten

(nach World Athletics)

  • 3000 Meter: 7:51,2 Minuten am 30. Mai 1966 in London
  • 5000 Meter: 13:29,2 Minuten am 3. Juli 1968 in Stockholm
  • 10.000 Meter: 28:27,0 Minuten am 30. August 1966 in Budapest
  • Marathon: 2:17:59 Stunden am 10. Mai 1969 in Karl-Marx-Stadt

Sonstiges

Lajos Mecser ist Ehrenbürger der Stadt Salgótarján und veröffentlichte 1998 ein Buch über das Langstreckenlaufen.

Werke

  • Lajos Mecser: A hajrá három pillanata. Miért - kiért fut a hosszútávfutó? Egri Nyomda, Eger 1998.

Literatur

  • Péter Kozák: Mecser Lajos. In: Ki kicsoda a magyar sportéletben? 2 (I–R). Babits Kiadó, Szekszárd 1994, S. 292.

Fußnoten

  1. Ungarische Meister bei gbrathletics.com
  2. 5000-Meter-Lauf 1964 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 20. November 2025.
  3. 10.000-Meter-Lauf 1966 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  4. 5000-Meter-Lauf 1966 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  5. Real Federación Española de Atletismo: European Indoor Handbook. Madrid 2005, ISBN 84-87704-89-1. Seite 37
  6. 10.000-Meter-Lauf 1968 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 20. November 2025.
  7. Marathonlauf 1968 in der Datenbank von Olympedia.org (englisch), abgerufen am 20. November 2025.
  8. Real Federación Española de Atletismo: European Indoor Handbook. Madrid 2005, ISBN 84-87704-89-1. Seite 53
  9. Real Federación Española de Atletismo: European Indoor Handbook. Madrid 2005, ISBN 84-87704-89-1. Seite 68
  10. 10.000-Meter-Lauf 1971 bei Todor Krastevs Seite todor66.com
  11. Marathonlauf 1971 bei Todor Krastevs Seite todor66.com