Léon Flameng

Marie Léon Flameng (* 30. April 1877 in Paris; † 2. Januar 1917 in Ève, Département Oise) war ein französischer Radrennfahrer.

Léon Flameng kam im August 1895 als Radsportler zu Bekanntheit, als er in seiner ganz persönlichen Tour de France 3000 km durch Frankreich radelte.

Bei den I. Olympischen Sommerspielen der Neuzeit 1896 in Athen gewann Flameng das 100-Kilometer-Bahnrennen in drei Stunden, acht Minuten und 19,2 Sekunden. Sein Landsmann Paul Masson fungierte hierbei als Tempomacher. Im Bahnrennen über 10.000 Meter im Velodrom Neo Faliro belegte Flameng Platz zwei hinter Masson und über 2000 Meter wurde er Dritter hinter Masson und dem Griechen Stamatios Nikolopoulos.

Im Ersten Weltkrieg diente Flameng zunächst beim 8. Artillerieregiment und später bei der 2. Luftwaffengruppe als Pilot. Im Januar 1916 erhielt er seine Pilotenlizenz. Im selben Jahr wurde Flameng bei einem Luftkampf verwundet. Er starb am 2. Januar 1917 im Alter von 39 Jahren. Nachdem der Motor seines Flugzeugs ausgefallen war, wollte sich Flameng per Fallschirm retten. Der Schirm öffnete sich nicht und er stürzte bei Ève im Département Oise in den Tod.

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