Ländchen Bellin

Das Ländchen Bellin (oder nur Bellin) ist eine kleine Hochfläche nordwestlich von Berlin, zwischen Nauen und Neuruppin. Sie kann als westliche Fortsetzung des Gliens angesehen werden. Sie besteht zum größten Teil aus Grundmoränen, die vor etwa 20.000 Jahren in der jüngsten, der Weichseleiszeit entstanden sind. Das Ländchen erstreckt sich über knapp 15 km in Ost-West-Richtung und trennt damit das im Norden liegende Eberswalder Urstromtal mit dem Rhinluch vom Berliner Urstromtal mit dem Havelländischen Luch im Süden. Die bedeutendsten Orte sind Fehrbellin („Bellin'sche Fähre“), Hakenberg und Linum. Die Hochfläche wird vorwiegend landwirtschaftlich genutzt; eingestreut sind kleine Waldflächen. Der Ostteil des Ländchens Bellin wird von der A 24 (Berlin-Hamburg) durchschnitten.

Politische Einheit

Das Ländchen Bellin ist in der Geschichtswissenschaft vielfach zitiert und von mehreren Schriftstellern geographisch wie auch historisch beschrieben worden, fand ebenso in der Belletristik Erwähnung.[1] Theodor Fontane schreibt dem Sandplateau ein historisches Ansehn zu[2] und wurde mehrfach nachzitiert.[3]

Das Ländchen gehörte indirekt zur Herrschaft Ruppin. Die brandenburgischen Landesherrn setzten im Spätmittelalter bevollmächtigte Verweser ein, etwa um 1660 den Diplomaten und Johanniter-Kommendator Johann Friedrich von Loeben.

Literatur

  • Ernst Georg Bardey: Fehrbellin und das Ländchen Bellin. Aus: Geschichte von Nauen und dem Osthavelland. Selbstverlag, Nauen Vor 1914. Reprint erschienen 2023. Autoren-Portal-DNB.

Einzelnachweise

  1. Ländchen Bellin., In: Lottchen Lindholz-Sechstes Kapitel, In: Emil Dominik: Der Bär. VII. Jahrgang, Nr. 5, Berlin, Verlag Gebrüder Paetel, den 30. Oktober 1880, S. 53 f.
  2. Derselbe/ Ebenda: Theodor Fontane: Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Band 3: Havelland. Landschaft um Spandau, Potsdam, Brandenburg. Neuausgabe, Verlag Wilhelm Hertz (Bessersche Buchhandlung), Berlin 1892, S. 102.
  3. Fedor von Zobeltitz: Berlin und die Mark Brandenburg. In: A. Frobel (Hrsg.): Land und Leute. Monographien zur Erdkunde. XIV, Velhagen & Klasing, Bielefeld/Leipzig 1902, S. 98.

Koordinaten: 52° 47′ 0″ N, 12° 47′ 0″ O