Kurt Vogler
Kurt Albert Bruno Vogler (* 10. Oktober 1893 in Hamburg; † 1963 in Leipzig) war ein deutscher Landschaftsmaler.
Leben
Gemeinsam mit einer Zwillingsschwester wurde Kurt Vogler am 10. Oktober 1893 in Hamburg als Sohn des Bücherrevisors Wilhelm Vogler (1857–1912) und dessen Ehefrau Amanda, geborene Kortlang (1854–1908), geboren[1] und wuchs mit mehreren Geschwistern auf. Beide Eltern starben, bevor er erwachsen war. Im Alter von 21 Jahren nahm Vogler als Soldat des Infanterie-Regiments Nr. 181 am Ersten Weltkrieg teil und wurde bereits 1914 bei Kämpfen in Frankreich verwundet.[2]
Seine künstlerische Ausbildung erhielt Vogler bei den Schweizer Malern Hans Bachmann und Joseph von Moos (1859–1939) an der Kunstgewerbeschule Luzern. Er unternahm Studienreisen innerhalb Deutschlands und der Schweiz sowie nach Italien, Frankreich und Norwegen. Längere Zeit lebte Vogler in Unterammergau. 1932 heiratete er in Leipzig[3] und führte dort mit seiner Frau und seinen zwei Söhnen ein gutsituiertes Leben als freischaffender Kunstmaler.[4] 1938 war er mit einer Sonderausstellung im Künstlerhaus Leipzig vertreten.
Vogler malte auch populäre Ansichten unter dem Pseudonym H. Trugert, die als Drucke weit verbreitet waren und durch Verlage wie Kunstanstalten May und Kunstverlag J.C. Blumenberg bis in die USA exportiert wurden.[5]
Kurt Vogler starb 1963 in Leipzig. An seinem Wohnhaus in der Ludwigstraße 11 in der Leipziger Neustadt, wo er seit 1921 gelebt hatte,[6] erinnert heute eine Gedenktafel mit Porträtfoto an den Künstler.
Werke (Auswahl)
- Herbstmorgen am Rhein (Rhein Romantic)
- Reiche Ernte (Golden Harvest)
- Zeller See (Lake of Zell)
- Frühling in den Bergen
- Heidepartie am toten Grund
- Hardanger Fjord
- Königssee
- Am Obersee
- Am Titisee
- Pilatus und Vierwaldstättersee
- Blühende Fluren
- Zugspitzmassiv
- Goldene Abendsonne (Glorious Sunset)
- Morgen am Meer
Literatur
- Vogler, Kurt. In: Hans Vollmer (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler des XX. Jahrhunderts. Band 5: V–Z. Nachträge: A–G. E. A. Seemann, Leipzig 1961, S. 47–48 (Textarchiv – Internet Archive – Leseprobe).
- Vogler, Kurt. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Bio-bibliographischer Index A–Z. Band 10: Torrico–Z. K. G. Saur, München 2000, ISBN 3-598-23920-3, S. 312.
Weblinks
- Aquarelle und Ölgemälde von Kurt Vogler (1893–1963). Webseite im Portal petervogler.de
- Kurt Vogler. Datenblatt im Portal rkd.nl (RKD – Nederlands Instituut voor Kunstgeschiedenis)
- Kurt Vogler. Auktionsresultate im Portal artnet.com
Einzelnachweise
- ↑ Standesamt Hamburg 21, Geburtsregister-Eintrag Nr. 2566 vom 17. Oktober 1893; eingesehen auf ancestry.de am 8. Januar 2026.
- ↑ Datenbank Deutschland, Verlustlisten im 1. Weltkrieg, 1914-1919, Verlust-Liste Nr. 0104 (14. Okt. 1914), eingesehen auf ancestry.de am 8. Januar 2026.
- ↑ Randvermerk im Geburtsregister.
- ↑ Ein Bild kehrt zurück. Artikel vom 28. Dezember 2016 im Portal ln-online.de, abgerufen am 29. März 2020.
- ↑ Siehe Catalog of Copyright Entries 1938, S. 2072, 1939, S. 8062.
- ↑ vergl. diverse Adressbücher der Stadt Leipzig ab 1921.