Kurt Hoffmann (Mediziner)
Kurt Hoffmann (* 24. November 1899 in Adlershof; † 1965) war promovierter Generalarzt der Polizei in Berlin und nach dem Zweiten Weltkrieg Referent für zivilen Bevölkerungsschutz im Bundesinnenministerium in Bonn. Er war Herausgeber des Deutschen Ärztekalenders.[1][2]
Leben
Kurt Hoffmann war seit 1933 Mitglied der NSDAP und später auch der SS, wie aus historischen Studien zur Entstehung und Überarbeitung seines schriftstellerischen Hauptwerks (Medizinische Terminologie) hervorgeht.[3]
Hoffmann war beim Verlag Urban & Schwarzenberg in München maßgeblich verantwortlich für die Überarbeitung der letzten drei Auflagen des Wörterbuches der medizinischen Terminologie (begründet 1902 von Walter Guttmann alias Walter Marle). Hoffmann bearbeitete das Wörterbuch von der 33. Auflage 1946 bis zur 35. Auflage 1951.[4]
Daneben spielte er nach dem Zweiten Weltkrieg eine administrative und organisatorische Rolle im Bereich der Polizei. Er war Referent im Bundesinnenministerium und hier zuständig für den Bevölkerungsschutz.
Einzelnachweise
- ↑ Kurt Hoffmann und Mitarbeiter: Deutscher Ärztekalender 1951. Verlag Urban und Schwarzenberg, München Berlin, 1950, Leinen.
- ↑ Kurt Hoffmann: Deutscher Ärztekalender 1960 – Taschenbuch für die tägliche Praxis. Urban & Schwarzenberg, München / Berlin 1959/1960, 33. Jahrgang, 668 Seiten und Anhang. – Analog 31. Auflage 1958, 32. Auflage 1959, 34. Auflage 1961, 35. Auflage 1962.
- ↑ Peter Voswinckel: Um das Lebenswerk betrogen: Walter Guttmann (1873–1941) und seine Medizinische Terminologie. In: Medizinhistorisches Journal, Band 32, Jahrgang 1997, S. 321–354, hier: S. 343 f.
- ↑ Kurt Hoffmann (Bearbeitung): Herbert Volkmann (Hrsg.): Walter Guttmann: Medizinische Terminologie. 35. Auflage. Verlag Urban & Schwarzenberg, München / Berlin 1951, 1130 Spalten und Anhang.