Kurt Bauchwitz

Kurt Bauchwitz (geboren 12. Juli 1890 in Halle, Saale; gestorben 18. Juli 1974 in Milton, Massachusetts) war Rechtsanwalt, Essayist, Lyriker, Satiriker und Aphoristiker mit originellem Wortwitz.

Leben

Kurt Bauchwitz war ein Sohn des Textileinzelhändlers Edmund Bauchwitz und der Ida Sachs, er hatte eine Schwester, der ebenfalls die Flucht aus dem nationalsozialistischen Deutschland glückte. Er besuchte das Stadtgymnasium Halle, studierte Jura in Halle, München, Grenoble und Berlin und wurde 1924 in Halle promoviert. Er war von 1914 bis 1918 Soldat im Ersten Weltkrieg. Er heiratete 1917 Else Schwabach (1891–1931), sie hatten zwei Kinder. Er arbeitete als Anwalt und Notar in Berlin mit den Schwerpunkten internationales Wirtschaftsrecht, Familienrecht und Sozialrecht. Bauchwitz war musikalisch und trat als Pianist auf.

Nach der Machtübergabe an die Nationalsozialisten 1933 wurde ihm 1935 das Notariat entzogen, 1938 erhielt er ein Berufsverbot als Anwalt. 1939 emigrierte er nach Japan, dort nahm er den Namen Roy C. Bates an. 1940 ging er in die Vereinigten Staaten und erhielt 1946 die Staatsbürgerschaft. Im Jahr 1957 machte er das Anwaltsexamen in den USA und durfte in New York eine Anwaltskanzlei eröffnen. In Amerika setzte er sich unter anderem dafür ein, Entschädigungen für während der Zeit des Nationalsozialismus beschlagnahmte Besitztümer zu erwirken, und war außerdem Vertreter der Erbengemeinschaft der Familie Mann.

Werke

  • Der Lebendige. Gedichtbuch. Berlin, 1920
  • Über die sogenannte Aufwertung von Industrie-Obligationen. Halle, Univ., Diss., 1923
  • Heim-Findungen. Lebensbuch eines Emigranten. Hrsg. Johannes Evelein. Bonn: Weidle, 2005

Literatur