Kunst des Orients auf dem Wawel
Die Kunst des Orients auf dem Wawel (polnisch Sztuka Wschodu na Wawelu) ist eine museale Dauerausstellung, die 1933 auf dem Krakauer Wawelhügel eröffnet wurde. Sie wird von der Kulturinstitution Königsschloss auf dem Wawel – Staatliche Kunstsammlung verwaltet.
Beschreibung
Bereits Sigismund II. August war von der Kunst des Orients fasziniert und sammelte Kunstgegenstände auch dem osmanischen Reich und Persien. Der Adel Polen-Litauens tat es ihm gleich und im 16. Jahrhundert entstand die Epoche des Sarmatismus. Die Sammelleidenschaft für alles osmanische teilten auch die Könige aus dem Haus Wasa im 17. Jahrhundert. Nach der Schlacht am Kahlenberg im Jahr 1683 brachte König Johann III. Sobieski umfangreiche Kriegsbeute aus dem Lager der Osmanen vor Wien. Die Sammlungen wurden nach den Teilungen Polens geplündert. Nach dem Friede von Riga (1920) gab Sowjetrussland jedoch zahlreiche Kunstgegenstände an Polen zurück. Ab 1905 verließ die österreichisch-ungarische Armee den Wawel und die Gebäude auf dem Burgberg wurden restauriert. 1930 wurde schließlich die Institution Königsschloss auf dem Wawel – Staatliche Kunstsammlung gegründet, die die Verwaltung der Sammlungen übernahm. Seit 1933, zum 250. Jahrestag der Schlacht am Kahlenberg, wurden die Kunst des Orients auf dem Wawel öffentlich zugänglich gemacht. 1962 und 1964 wurde die Sammlung durch Zukäufe erweitert. 1965 kamen die Kunstgegenstände auf den Wawel zurück, die während des Zweiten Weltkriegs in Kanada in Sicherheit gebracht wurden. Die Magnatenfamilie Potocki vermachte dem Wawel in den 1960er Jahren zahlreiche Vasen aus China und Japan, die die Sammlung ergänzten.
Literatur
- Kazimierz Kuczman, Wzgórze Wawelskie – Przewodnik, [Państwowe Zbiory Sztuki na Wawelu, Ministerstwo Kultury i Sztuki, Zarząd Muzeów i Ochrony Zabytków], Kraków 1988
- Jerzy T. Petrus, Maria Piątkiewicz-Dereniowa, Magdalena Piwocka, Wschód w zbiorach wawelskich, Kraków 1988
Siehe auch