Kung Fu in Rome

Film
Titel Kung Fu in Rome
Originaltitel La città proibita
Produktionsland Italien
Originalsprache Italienisch, Hochchinesisch
Erscheinungsjahr 2025
Länge 138 Minuten
Altersfreigabe
Produktions­unternehmen Piper Film
Stab
Regie Gabriele Mainetti
Drehbuch Stefano Bises, Gabriele Mainetti, Davide Serino
Produktion Mario Gianani, Lorenzo Gangarossa, Sonia Rovai
Musik Fabio Amurri
Kamera Paolo Carnera
Schnitt Francesco Di Stefano
Besetzung

Kung Fu in Rome (Originaltitel: La città proibita) ist ein italienischer Action-Drama-Film aus dem Jahr 2025 von Regisseur Gabriele Mainetti.

Handlung

Im Jahr 1995 werden die Schwestern Yun und Mei in China während der Ein-Kind-Politik geboren. Um die jüngere Schwester zu schützen, entscheiden sich die Eltern, Mei geheimzuhalten. Beide Mädchen wachsen in Abgeschiedenheit auf und werden in Kampfkünsten ausgebildet.

In der Gegenwart reist Mei nach Rom, um ihre verschwundene Schwester Yun zu finden. Ihre Spur führt sie in das chinesische Viertel Esquilino, wo sie das Restaurant La città proibita entdeckt, das von dem skrupellosen Geschäftsmann Wang betrieben wird. Hinter der Fassade eines chinesischen Lokals verbergen sich Prostitution und illegale Geschäfte. Mei konfrontiert Wangs Männer, um Informationen über ihre Schwester zu erhalten, die möglicherweise dort gefangen gehalten und zur Prostitution gezwungen wurde. Sie erfährt jedoch, dass Yun nicht mehr dort ist und möglicherweise mit Alfredo, dem Besitzer einer nahegelegenen Trattoria, in Verbindung stand.

Mei begibt sich zur Trattoria Da Alfredo und greift Marcello, Alfredos Sohn, an, der das Lokal zusammen mit seiner Mutter Lorena führt. Marcello behauptet, nichts über das Verschwinden seines Vaters zu wissen, der angeblich mit einer chinesischen Prostituierten durchgebrannt sei.

Später vertraut Marcello sich Annibale an, einem kleinen Gangster und Kredithai, der sowohl Alfredos Freund als auch sein Geschäftspartner war. Annibale verdächtigt den rivalisierenden Wang, den Angriff auf die Trattoria organisiert zu haben, und droht ihm mit Vergeltung. Er beauftragt seine Handlanger Cip und Cioppe, Mei zu finden – doch diese setzt sich mit ihren Kampfkünsten erfolgreich zur Wehr. Schließlich nimmt sie einen von Wangs Komplizen gefangen, der ihr offenbart, dass Yun und Alfredo tot sind. Mei und Marcello werden zu dem Ort geführt, an dem ihre Leichen vergraben wurden, was sie tief erschüttert.

Nach einem gewagten Angriff auf Wangs Restaurant erkennt Mei, dass Marcello nichts mit den Morden zu tun hat. Zwischen den beiden entsteht eine emotionale Bindung, und nach einer Vespa-Fahrt durch Rom kommt es zu einem Kuss. Mei erzählt Marcello, dass Yun nach Italien gekommen war, um Geld zu verdienen und die Strafe zu bezahlen, die ihre offizielle Anerkennung in China ermöglicht hätte.

Im dramatischen Finale kommt es zu einem letzten Kampf zwischen Mei und Wang, bei dem dieser schwer verletzt wird. Bevor er stirbt, gesteht Wang, dass Alfredo mit Yun fliehen wollte, jedoch nicht genug Geld hatte und deshalb plante, ihm die Trattoria zu verkaufen. Annibale hatte Alfredo kurz vor der Unterzeichnung erschossen, und Wang tötete Yun, nachdem sie Zeuge des Mordes geworden war.

Marcello stellt Annibale zur Rede, der, von Schuld und Verzweiflung überwältigt, Selbstmord begeht. Nach diesen Ereignissen übernimmt Lorena die Leitung der Trattoria. Mei und Marcello ziehen nach China, wo sie gemeinsam mit ihren Kindern leben und sich der Lehre von Kampfkünsten und Kochkunst widmen.

Produktion

Der Film wurde von den Produktionsfirmen Wildside, Goon Films und DCM Distribution produziert. Die Dreharbeiten fanden im Frühjahr und Sommer 2023 in Rom statt. Regie führte Gabriele Mainetti.[2]

Kung Fu in Rome startete am 13. März 2025 in den italienischen Kinos.[3] Die Kinopremiere in Deutschland erfolgte am 11. September 2025.

Rezeption

„Eine wilde Genre-Mischung mit der Ambition, mehr als nur ein konventioneller Actionfilm zu sein, die sich aber gerade an ihrer Vielfalt und den vielen Nebenhandlungen verhebt. Was als schlanke, originell inszenierte Martial-Arts-Rachegeschichte beginnt, wird nacheinander zum Gangsterfilm, zum Familiendrama und zur Liebesgeschichte, ohne in einem der drei Genres vergleichbar zu überzeugen.“

Lexikon des internationalen Films[4]

Einzelnachweise

  1. Freigabebescheinigung für Kung Fu in Rome. Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (PDF; Prüf­nummer: 269521/K).Vorlage:FSK/Wartung/typ nicht gesetzt und Par. 1 länger als 4 Zeichen
  2. Nick Vivarelli: 'Freaks vs. the Reich' Director Gabriele Mainetti Shooting Rome-Set Kung Fu Movie (EXCLUSIVE) In: Variety, 15. Mai 2023 (englisch). 
  3. Martina Barone: La città proibita: in esclusiva il trailer ufficiale del nuovo film di Gabriele Mainetti In: Vanity Fair, 17. Februar 2025 (italienisch). 
  4. Kung Fu in Rome. In: Lexikon des internationalen Films. Filmdienst, abgerufen am 8. November 2025.