Krzysztof Strzycki
Krzysztof Strzycki (* 1694 in Kiszpork, Königlich Preußen, Königreich Polen; † 29. März 1753 in Danzig, Königlich Preußen, Königreich Polen) war ein polnischer Steinmetz und Bildhauer in Danzig.
Leben und Wirken
Krzysztof Strzycki wuchs in Kiszpork (Christburg) in Westpreußen auf, wo sein Vater David Gutsherr war.[1] 1700 siedelte die Familie nach Petershagen bei Danzig über. Krzysztof Strzycki absolvierte eine Steinmetzlehre bei Ephraim Stahenau und anschließend eine Bildhauerausbildung bei Johann Erlauer in Danzig, die er 1715 abschloss. Danach war er auf Wanderschaft durch verschiedene europäische Länder.
1721 kehrte er nach Danzig zurück und arbeitete bei dem Steinmetz Paul Weiss. 1724 heiratete er eine sechzehn Jahre ältere vermögende Witwe, erhielt den Titel eines Meisters und das Bürgerrecht der Stadt Danzig und gründete eine Steinmetzwerkstatt. Dort baute er ab 1727 ein Haus. 1732 kaufte er eine Getreidemühle und wurde Ältester der Gilde der Steinmetze und Bildhauer in Danzig. Er hatte viele Schüler, darunter Daniel Eggert.
Ehen und Nachkommen
Krtysztof Strzycki heiratete 1724 eine Witwe (* 1678), die 1737 starb. Danach heiratete er 1738 Dorothea Weinreich, mit der er sieben Kinder hatte, von denen vier früh starben. Ein Sohn wurde Offizier, ein anderer Christoph Stritzky (1752–1819) wurde Kaufmann, wanderte nach Riga aus und begründete dort die baltendeutsche Familie Stritzky.
Werke
Krzysztof Strzycki schuf verschiedene Skulpturen und Steinmetzarbeiten in Danzig
- 1727–1728 sein Wohnhaus, 1945 fast völlig zerstört, danach rekonstruiert, jetzt Hotel Podewils[2][3]; eine Tafel mit drei Grazien befindet sich jetzt am Długi Targ (Langmarkt) 8
- 1749 Skulptur des Kriegsgottes Mars vor dem Schützenhaus
- 1751 Grabplatte der Familie Strzycki in der Marienkirche
- 1752 Portal des Elisabethhospitals, erhalten
Weblinks
- Krzysztof Strzycki Gedanopedia (deutsch)
Einzelnachweise
- ↑ Krzysztof Strzycki Gedanopedia, mit biographischen Details
- ↑ Krzysztof Strzycki Gdańsk strefa (deutsch) mit Fotos
- ↑ Haus unter der Amsel in Gdańsk Whitemad, mit Angaben zur Geschichte des Hauses, das meist Haus zum Mohren genannt wird