Kristian Kroman
Kristian Frederik Vilhelm Kroman (* 29. März 1846 in Maribo; † 26. Juli 1925 in Kopenhagen) war ein dänischer Philosoph und Hochschullehrer.[1]
Leben und Wirken
Nach dem Schulbesuch in Maribo und einer kaufmännischen Lehre besuchte Kristian Kroman ein Lehrerseminar in Jonstrup und legte 1865 dort die Lehrerprüfung ab. Nach einiger Zeit im Schuldienst auf der Insel Lolland begann er sein Studium an der Universität Kopenhagen und konzentrierte sich bald auf das Fach Philosophie sowie der Psychologie. 1874 erwarb er den Magistergrad und promovierte 1877. In seiner Dissertation beschäftigte er sich mit dem Problem einer Eigenexistenz der menschlichen Seele. Nach einer Tätigkeit als Hilfsassistent und Dozent übernahm er 1884 die Professur für Philosophie an der Universität Kopenhagen als Nachfolger von Sophus Heegaard. Diese Professur hatte er bis 1922 inne, zusätzlich lehrte er auch auf dem Gebiet der Pädagogik.
Kroman legte zahlreiche Veröffentlichungen vor. Während er anfangs stark von der Philosophie von Søren Kierkegaard und der Metaphysik geprägt war, orientierte er sich später stärker an den exakten Naturwissenschaften.
Veröffentlichungen (Auswahl)
- Den exakte videnskabs indlaeg i problemet om sjaelens existens. En kritisk undersøgelse. Schubothes Boghandel, Kjøbenhavn 1877 (= Dissertation Universität Kopenhagen).
- Unsere Naturerkenntnis. Beiträge zu einer Theorie der Mathematik und Physik. Höst, Kopenhagen 1883.
- Kurzgefasste Logik und Psychologie. Reisland, Leipzig 1890.
- Die allgemeine Ethik (= Ethik, Bd. 1). Reisland, Leipzig 1904.
- Laws of muscular action. Høst, København 1917.
- Mathematics and the theory of science. Høst, København 1920.
Außerdem weitere Veröffentlichungen in dänischer Sprache.
Einzelnachweise
- ↑ S. V. Rasmussen: K. Kroman. In: Dansk Biografisk Leksikon (mit allen biografischen Daten, abgerufen am 10. Januar 2026).