Krisenchat
krisenchat ist ein kostenloses, psychosoziales Beratungsangebot per Chat. Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene bis 25 Jahre können sich rund um die Uhr, an krisenchat wenden und über die Website, per SMS oder WhatsApp Kontakt zu Beratern aufnehmen.[1]
Geschichte
Im Mai 2020 gegründet, wurde krisenchat laut Angaben des Marketings zum meistgenutzten psychosozialen Online-Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in Deutschland.[2] Im März 2022 hatte Krisenchat laut eigenen Angaben über 350 Krisenberatern und über 90 Angestellte.[3]
Seit März 2022 bietet krisenchat laut eigenen Angaben auch psychosoziale Beratung via WhatsApp und SMS für Ukrainer an, die psychologische Unterstützung und Begleitung benötigen. Die Beratung findet hier auf Ukrainisch und Russisch statt.[4]
Beratung
krisenchat bietet eine psychosoziale Ersthilfe für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene. Das Angebot dient der psychosozialen Kurzintervention und kann keine langfristige Beratung oder Therapie ersetzen.[5]
Beratungsthemen
Für spezielle und schwierige Themen wie der Kindeswohlgefährdung oder Chatter in Situationen akuter Lebensgefahr (z. B. durch Suizidalität) steht den Beratern eine speziell qualifizierte Rufbereitschaft zur Seite.[6]
Psychoedukation
krisenchat ist auf verschiedenen Plattformen, wie z. B. Instagram, TikTok oder YouTube aktiv und bietet einen stetig wachsenden Blog (Ratgeber) auf der eigenen Website.[7]
Organisation
krisenchat ist eine gemeinnützige GmbH (gGmbH) mit Sitz in Berlin,[8] die von Kai Lanz, Jan Wilhelm und Julius de Gruyter, sowie den Unternehmern Hans Raffauf und Iris Lanz im Mai 2020 gegründet wurde.[9]
Auszeichnungen
- 2020: Gründerstipendium Gesund zusammen[10]
- 2021: Preis der zivilgesellschaftlichen Solidarität, vergeben vom Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss[11]
- 2021: Kultur- und Kreativpilot*innen der Bundesregierung[12]
Weblinks
Belege
- ↑ @NatGeoDeutschland: Geniale Idee: ein digitaler Kummerkasten. 28. Juli 2020, abgerufen am 4. September 2021.
- ↑ Jahresbericht krisenchat 2022. Abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ Kai Lanz: „Wir haben 400 Psychologen rekrutiert“. Abgerufen am 19. März 2022.
- ↑ Website krisenchat Ukrainian. Abgerufen am 4. August 2023.
- ↑ Krisenchat.de: Ein zweischneidiges Schwert während der Corona-Krise? 7. Dezember 2020, abgerufen am 4. September 2021 (deutsch).
- ↑ Julia Anton: Jugendliche in der Krise: „Viele haben Angst, den Anschluss zu verlieren“. In: FAZ.NET. ISSN 0174-4909 (faz.net [abgerufen am 4. September 2021]).
- ↑ Gesundheitsstadt Berlin: „Nimm einen Eiswürfel in die Hand“: Krisenchat von Kai Lanz erreicht Jugendliche in extremen Situationen. Abgerufen am 17. Oktober 2025.
- ↑ Krisenchat: Virtuelle Anlaufstelle für Jugendliche in Not. Abgerufen am 4. September 2021.
- ↑ Die Vergessenen. Abgerufen am 4. September 2021 (deutsch).
- ↑ Hannah Schwär 28 Apr 2020: Gründer gegen das Virus: Erster Accelerator für Corona-Startups gestartet. 28. April 2020, abgerufen am 4. September 2021.
- ↑ Krisenchat.de gewinnt den EWSA-Preis der zivilgesellschaftlichen Solidarität für Deutschland. 15. Februar 2021, abgerufen am 4. September 2021 (englisch).
- ↑ krisenchat. Abgerufen am 25. September 2024 (deutsch).