Kreuzweg Frickenhausen

Der Kreuzweg Frickenhausen befindet sich in Frickenhausen, einem Stadtteil von Mellrichstadt im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld. Der vierzehn Stationen umfassende Wallfahrtsweg bildet den Leidensweg Jesu Christi nach. Der Kreuzweg ist mit der Nummer D-6-73-142-150 in der Denkmalliste eingetragen.

Lage

Der Kreuzweg beginnt oberhalb des Friedhofes in Frickenhausen und führt bis an den Gipfel des 388 Meter hohen Bildsteins und der dortigen Fatimakapelle.

Geschichte

Er wurde in den Jahren 1906–07 auf Initiative des Pfarrers Bödigheimer erbaut. Der Weg und seine Stationen wurden zu großen Teilen mit der Eigenleistung der Gemeindebürger geschaffen. Die Aufsicht lag beim damaligen Landrat Gössmann. Zur Kontrolle der Arbeiten bediente man sich auch Fotografien, die vom Mellrichstädter Fotoatelier Tretter angefertigt wurden. Bis in die Gegenwart haben sich Planungsunterlagen erhalten, die im Staatsarchiv Würzburg gelagert sind. Für die einzelnen Stationen bediente man sich Figuren, die vom Pariser Produzenten Maison Raffl stammten.

Beschreibung

Die einzelnen Grotten wurden aus Tuffsteinfindlingen gebildet, die in einem Abstand von circa 20 Metern aufgestellt sind.

Quellen

Der gesamte Aktenbestand zur Erstellung des Kreuzwegs befindet sich heute im Staatsarchiv Würzburg.[1]

Literatur

  • August Nadler: Stadtteil Frickenhausen, in: Walter Graumann, Josef Kuhn: Mellrichstadt einst und jetzt. Ein Erinnerungsbuch anläßlich der 750-Jahrfeier der Stadterhebung 1232/1233. Richard Mack KG Verlag, Mellrichstadt 1983, Seite 83.
  • Peter Federlein: Frickenhäuser Kreuzweg wird 100. in Main-Post, Mellrichstädter Ausgabe vom 30. März 2007.
  • Klaus-Dieter Hahn, Selbst ist der Mann, Stadtpost Mellrichstadt, August 2025.

Einzelnachweise

  1. StAWü, Landratsamt Mellrichstadt 2007/3
Commons: Kreuzweg Frickenhausen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Koordinaten: 50° 24′ 28,2″ N, 10° 13′ 45″ O