Kreuzkirche (Lingen)
Die evangelisch-lutherische, denkmalgeschützte Kreuzkirche steht in Lingen, eine Stadt im Landkreis Emsland von Niedersachsen. Die Kirchengemeinde gehört zum Kirchenkreis Emsland-Bentheim im Sprengel Ostfriesland-Ems der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers.
Beschreibung
Die Saalkirche ist die älteste lutherische Kirche des Emslandes. Sie wurde 1733 bis 1737 vom Landbaumeister Bielitz in Südost/Nordwest-Richtung erbaut. 1888 wurde dem mit einem Mansarddach bedeckten Langhaus, das mit einem halbrunden Chor abschließt, ein neuromanischer Anbau nach Nordosten angefügt. Das bisherige Langhaus diente nun als Querschiff.
Das verputzte Mauerwerk der Kirche ist mit Strebepfeilern, Ecksteinen und Pilastern aus Sandsteinen gegliedert. Die repräsentative Fassade ist zum Universitätsplatz ausgerichtet. Die Pilaster bilden hier einen dreigeschossigen Risalit, in dem sich das rundbogige Portal befindet. Oberhalb des Dachgesimses erhebt sich aus dem Mansarddach ein Dachturm mit offener Laterne.
Der Innenraum ist außerhalb des quadratischen Joches mit einem Kreuzgratgewölbe überspannt. Im querrechteckigen Anbau sind Emporen eingebaut.
Orgel
Die Orgel mit 21 Registern, verteilt auf zwei Manuale (Hauptwerk 9, Brustwerk 6) und ein Pedal (6), wurde 1959 von Flentrop Orgelbouw aus den Niederlanden gebaut. Die erste Orgel der Kirche mit sieben Registern wurde 1736 von Schloss Tecklenburg übernommen. Ein Neubau wurde 1791 von Orgelbauer Johann Friedrich Wenthin aus Emden mit 16 Registern auf zwei Manualen und angehängtem Pedal vorgenommen. Ein knappes Jahrhundert später, 1880, bauten die Gebrüder Rohlfing aus Osnabrück eine weitere neue Orgel mit 15 Registern und selbständigem Pedal als Vorläuferin der heutigen Orgel.[1]
Glocken
Im kleinen Dachturm hängt ein dreistimmiges Glockengeläut aus Bronzeglocken, die 2013 von der Glockengießerei Petit & Gebr. Edelbrock in Gescher gegossen wurden:
- Glocke 1 mit Schlagton cis″ trägt die Inschriften „Liebe“ und „Alle eure Dinge lasst in der Liebe geschehen. 1 Kor 16,14“ sowie als Bild ein Kreuz mit Brot und Fisch.
- Glocke 2 mit Schlagton e″ trägt die Inschriften „Hoffnung“ und „Bewahre mich, Gott, denn ich traue auf dich, Ps. 16,1“ sowie als Bild ein Kreuz mit A und Ω.
- Glocke 3 mit Schlagton fis″ trägt die Inschriften „Glaube“ und „Fürchte dich nicht, glaube nur. Lk 8,50“ sowie als Bild ein Kreuz mit Trauben und Kelch.
Alle drei Glocken tragen zudem die Inschriften „Kreuzkirche Lingen“ sowie ein Gießersiegel mit „2013“ und „Me fecit Hans Goeran Huesker“.[2]
Literatur
- Dehio-Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler, Bremen, Niedersachsen. Deutscher Kunstverlag, München 1992, ISBN 3-422-03022-0, S. 854.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Website Kreuzkirchengemeinde – Kirchenmusik – Orgel
- ↑ Kirchengemeindelexikon der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannovers
Koordinaten: 52° 31′ 23,2″ N, 7° 19′ 5,5″ O