Kreuzkirche (Freilassing)
Die Kreuzkirche in Freilassing ist die erste und einzige evangelisch-lutherische Kirche in dieser Gemeinde. Das Einzugsgebiet der Kirche bildet den 1. Sprengel der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Freilassing.[1]
Geschichte
Nach der Grundsteinlegung am 9. September 1956 wurde die Kreuzkirche nach Plänen des Architekten Heinrich Hofmann 1957 fertiggestellt. Ihr sechseckiger, zeltartiger Innenraum bietet auf einfachen Fichtenholzbänken ca. 450 Sitzplätze, es können aber auch noch 150 bis 250 Personen mehr Platz in der Kirche finden.[1]
Direkt neben der Kirche steht seit Ende 2020 auch ein Gemeindehaus, das mit einem Saal, einer Küche, zwei Gruppenräumen sowie einem Jugendtrakt mit eigener Küche, Billard und Ruheraum diverse Veranstaltungen ermöglicht.[1]
Ausstattung
An der Wand hinter dem Altar ist ein großes Keramikkreuz mit dem gekreuzigten Christus angebracht. Eine direkt unter der Decke entlang geführte Reihe an Fenstern bildet einen Kranz, der mit seinen Streben an eine Dornenkrone gemahnt. Das Kreuz wie auch die Idee zu dem Fensterkranz stammen von dem Freilassinger Künstler Hermann Ober, während die Beleuchtung nach Vorgabe des Architekten bewusst einfach und schlicht gehalten ist.[1]
Die drei Glocken im Turm wurden in der Glockengießerei Czudnochowsy in Erding gegossen. Abgestimmt durch Friedrich Högner mit dem Klang der Glocken von der benachbarten römisch-katholischen Kirche St. Rupert, verkünden sie die Botschaft nach Paulus: „Glaube“ (as´), „Hoffnung“ (b´) und „Liebe“ (des´´).[1]
Das Taufbecken ist mit einem aus Bronze gegossenen Deckel versehen, der wie der Bronze-Schmuck am Ambo von dem seinerzeit in Salzburg lebenden Künstler Toni Schneider-Manzell stammt und in der Münchener Erzgießereiwerkstätte Priessmann, Bauer und Co. gegossen wurde.[1]
Auf dem schlicht gehaltenen Altar stehen mit vier Kerzenleuchter, die in ihrer Mitte eine geöffnete Bibel einrahmen. Altar, Taufbecken und Kanzel hat der Freilassinger Bildhauer Miedaner gefertigt.[1]
Zuständige Kirchengemeinde
Die Evangelisch-Lutherische Kirchengemeinde Freilassing umfasst neben dem 1. Gemeindesprengel mit der Kreuzkirche als Hauptkirche in Freilassing auch noch einen 2. Sprengel mit der Auferstehungskirche in Ainring-Mitterfelden. Die Kirchengemeinde gehört zum Dekanat Traunstein[2] innerhalb der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern. Angesichts des prozentual geringen Anteils ihrer Gemeindemitglieder innerhalb der genannten Gemeinden des Landkreises Berchtesgadener Land besteht sie in der Minderheitssituation einer Diaspora. So umfasst der 1. Sprengel der Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde Freilassing neben Freilassing auch noch die Gemeinde Saaldorf-Surheim.
Im 1. Sprengel Freilassing wie auch im 2. Sprengel Ainring-Mitterfelden[3] leben je Sprengel ca. 2000 Personen – insgesamt also 4000 Personen –, die der evangelisch-lutherischen Glaubensgemeinschaft angehören.[1]
Einzelnachweise
- ↑ a b c d e f g h Standort Freilassing, Webseite zur Kreuzkirche in Freilassing, online unter freilassing-evangelisch.de.
- ↑ Evangelisches Dekanat Traunstein – Unsere Gemeinden Zugehörigkeit der ev.-luth. Kirchengemeinde Freilassing zum Evangelischen Dekanats Traunstein, online unter ev-dekanat-traunstein.de.
- ↑ Standort Ainring, Webseite zur Auferstehungskirche in Ainring, online unter freilassing-evangelisch.de.
Weblinks
- Standort Freilassing, Webseite zur Kreuzkirche in Freilassing, online unter freilassing-evangelisch.de.
Koordinaten: 47° 50′ 34,9″ N, 12° 58′ 55,2″ O