Kreuzkapelle (Winnweiler)
| Katholische Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz | ||
|---|---|---|
| Daten | ||
| Bauherrin | 1728; 1760–1764 | |
| Baustil | Spätbarock | |
| Koordinaten | 49° 34′ 28″ N, 7° 51′ 22,7″ O | |
| Besonderheiten | ||
| Einsiedlerwohnung unmittelbar an die Kapelle angebaut | ||
Die Kreuzkapelle – eigentlicher Name Katholische Wallfahrtskapelle zum Heiligen Kreuz – ist ein Kirchengebäude und zugleich ein Wohnplatz innerhalb von Winnweiler im Donnersbergkreis in Rheinland-Pfalz.[1] Sie steht unter Denkmalschutz und gilt als „landschaftsbildprägend“.
Lage
Das Bauwerk liegt nördlich des Siedlungsgebiets von Winnweiler, jedoch weniger als einen Kilometer von der Bebauung entfernt.
Bauwerk und Geschichte
Das Gebäude ist ein spätbarocker Saalbau, der 1728 errichtet und in den Jahren 1760 bis 1764 vergrößert wurde. Der Westturm wurde 1840 gebaut und ersetzte den vorherigen Dachreiter. An die Kapelle schließt sich im Osten unmittelbar eine Einsiedlerwohnung an, ein kleiner verputzter Fachwerkbau, der bis in die Gegenwart bewohnt ist.[2] 1890 erstellte der Maler Franz Krombach einen Kreuzweg, der zur Kirche führt.[3] Die Kapelle gehört zur Pfarrei der ebenfalls in Winnweiler befindlichen Herz-Jesu-Kirche.[4]
Entsprechend dem Namen der Kapelle ist hinter dem Altar ein großes Kreuz, ein Kruzifix, angebracht. Ein Gemälde am Unterbau des Altartischs, dem Stipes mit Antependium, zeigt das Letzte Abendmahl. Der Altartisch wie auch die weitere Innenausstattung stammen vorwiegend aus dem 18. Jahrhundert, unter anderem auf einer Konsole links neben dem Chorbogen eine farbig gefasste Pietà und in einer Nische der südlichen Seitenwand „Christus im Grab“. Beide Skulpturen sind Holzschnitzarbeiten. Von dem Gemälde „Heilige Familie“ an der Nordwand wird angenommen, dass es das Werk eines Schülers Raffaels (1483–1520) sein könnte.[2]
Im Westen des Kirchenschiffs ist eine Empore eingebaut. Ihre marmorierte Brüstung ist in zwölf Felder eingeteilt und darauf sind fünf Kartuschen mit Reliefs angebracht, die die Wunden des gekreuzigten Jesus darstellen, von außen nach innen die Hände, die Füße und in der Mitte das Herz. Durch je drei große rundbogige, hell verglaste Fenster in der linken und rechten Seitenwand fällt Licht in den Raum, der entweder durch den Eingang am Turm oder durch das im Stil des Barock gestaltete Portal in der Mitte der Südfassade betreten wird. Der Schlussstein in der Umrahmung des Portals enthält das Christusmonogramm IHS und darunter verhältnismäßig klein ein Herz mit drei Nägeln.[5]
Der mit einem Satteldach bedeckte Turm harmoniert vom Stil her nicht mit der Kapelle. Unterhalb der Traufe wird er von kleinen Scheinarkaden begrenzt. Auf der Vorder- beziehungsweise Westseite befinden sich der schlichtere der beiden Eingänge und drei Fenster, das oberste wie auch die Fenster an der Nord- und Südseite über einem Gesimsband.[5]
Literatur
- Dieter Krienke (Bearbeiter): Kulturdenkmäler in Rheinland-Pfalz. Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. Band 15: Donnersbergkreis. Werner, Worms 1998. ISBN 3-88462-153-X
- Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Nachrichtliches Verzeichnis der Kulturdenkmäler Donnersbergkreis (PDF; 5,3 MB). Mainz 2018.
Weblinks
- KuLaDig. Baubeschreibung der Kreuzkapelle
Einzelnachweise
- ↑ Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Februar 2022[Version 2025 liegt vor.]. S. 138 (PDF; 3,3 MB).
- ↑ a b Kreuzkapelle Winnweiler
- ↑ Kapelle Kreuzkapelle Winnweiler
- ↑ Die Kreuzkapelle
- ↑ a b KuLaDig. Baubeschreibung der Kreuzkapelle. Abgerufen am 17. November 2025.