Kreuzer Yacht Club Deutschland
| Kreuzer Yacht Club Deutschland (KYCD) | |
|---|---|
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Gründung | 1998 |
| Sitz | Hamburg |
| Zweck | Fahrtenwassersportler |
| Vorsitz | Bernhard Gierds |
| Mitglieder | 3000[1] |
| Website | https://www.kycd.de./ |
Der Kreuzer Yacht Club Deutschland e. V. (KYCD) ist ein Verein und Interessenvertretung der Fahrtenwassersportler in Deutschland. Er ging 1998 durch Abspaltung aus der Kreuzerabteilung des Deutschen Segler-Verband hervor. Mitglieder können Vereine und Einzelpersonen werden. Er ist damit sowohl Verein als auch Fachverband.
Geschichte
Der Deutsche Kreuzer-Yacht-Verband wurde am 19. März 1911 im Berliner Central-Hotel durch 56 Segler gegründet. Er sollte sich besonders um die Belange der Fahrtensegler kümmern. Insbesondere sollten Mitglieder mit Informationen für ihre Fahrten versorgt werden. Er unterschied sich damit vom Deutschen Segler-Verband (DSV), der im Schwerpunkt Regattasegeln betrieb. 1917 fusionierten beide Verbände unter dem Namen Deutscher Segler-Verband. Der Deutsche Kreuzer-Yacht-Verband wurde zur Kreuzer-Abteilung des DSV (KA). Über ihre rechtliche Stellung innerhalb des DSV gab es unterschiedliche Positionen, die in den 1990er Jahren im Zusammenhang mit Fragen der Mittelverwendung schließlich zum Streit führten.
Im Jahr 1998 verließen zwischen 4500 und 6000 Mitglieder die Kreuzerabteilung des DSV. Die genaue Größe des Mitgliedderverlustes wurde nie öffentlich gemacht. Rund 3300 der ausgetretenen Mitglieder der Kreuzerabteilung gründeten dann in Hamburg den Kreuzer Yacht Club Deutschland als selbständigen Verein. Der KYCD versuchte noch, den Bruch zu begrenzen, indem er seine Aufnahme in den DSV als außerordentliches Mitglied beantragte. Hierauf ging der DSV jedoch nicht ein.
Gründungsvorsitzender des KYCD wurde der bisherige Obmann der Kreuzerabteilung, Peter Borkmann, mit ihm wechselte ein beträchtlicher Teil des Vorstands der KA in den neuen Verband. Im Jahr 2003 zog sich Borkmann aus Altersgründen aus der Vorstandsarbeit zurück. Sein Nachfolger als Vorsitzender wurde Hans-Peter Baum, damals gerade Wettfahrtleiter der DaimlerChrysler North Atlantic Challenge, der das Amt bis 2011 innehatte. Seither ist Bernhard Gierds ohne Unterbrechung Vorsitzender des Vereins.
Im Verlauf seines Bestehens entwickelte sich der KYCD zu einem Fachverband für den Bereich Fahrtenwassersport. Er ist ein beim Deutschen Bundestag registrierter Interessenvertreter und nimmt auch auf Landesebene Belange von Seglern und Motorbootfahrern wahr. Der KYCD hat mehrere andere Arbeitsbereiche aufgebaut, so bietet er seinen Mitgliedern und anderen Interessenten ein Weiterbildungsprogramm mit Seminaren, Trainings und Workshops an, führt Törnberatungen durch und publiziert Broschüren zu Revieren, Seemannschaft und Sicherheit.
In den letzten Jahren gab es zwischen DSV und KYCD eine Annäherung mit einer Kooperationsvereinbarung zwischen der Kreuzerabteilung des DSV und des KYCD bei Ausbildungsangeboten. Seit der Auflösung der KA ist die Kooperation zum Erliegen gekommen.
Organisation und Mitglieder
Der Verein ist bundesweit aktiv und Mitglieder können sowohl natürliche und juristische Personen werden.[1] Die Zeitschrift Segeln war bis zum Ende des Jahres 2023 das offizielle Mitteilungsorgan des Vereins, seither verbreitet der KYCD Informationen vor allem auf seinen Internet-Seiten.