Kosraefruchttaube
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Kosraefruchttaube (Ptilinopus hernsheimi) | ||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||
| Ptilinopus hernsheimi | ||||||||||
| Finsch, 1880 |
Die Korsaefruchttaube (Ptilinopus hernsheimi) ist eine endemisch in Mikronesien vorkommende Vogelart, die zur Gattung der Flaumfußtauben (Ptilinopus) zählt.
Merkmale
Kosraefruchttauben erreichen eine Größe von 22 bis 24 Zentimetern.[1] Die Geschlechter unterscheiden sich farblich nicht. Kopf, Nacken und Kehle sind weißlich, die Stirn ist magentafarben. Der Bauch hat eine hellgrüne Farbe und geht Richtung Steiß in gelbe Tönungen über. Die Oberseite sowie die Flügel und der Schwanz sind olivgrün bis grasgrün gefärbt. Die Schwanzfedern haben gelbe Enden. Der Schnabel ist gelbgrün, die Iris rotbraun, Beine und Füße sind hellrot.
Verbreitung und Lebensraum
Die Kosraefruchttaube kommt ausschließlich auf der Insel Kosrae in Mikronesien vor. Ihre natürlichen Lebensräume sind subtropische oder tropische feuchte Wälder und Mangrovengebiete. Es ist die einzige Taubenart, die auf Kosrae vorkommt.
Lebensweise
Kosraefruchttauben leben meist paarweise und ernähren sich in erster Linie von Früchten und Beeren, die in ihrem Lebensraum auf der Insel Kosrae vorkommen und die neben wichtigen Nährstoffen auch Flüssigkeit liefern. Die Vögel spielen außerdem eine entscheidende Rolle bei der Samenverbreitung, da die Samen der Nahrung ihren Verdauungstrakt unbeschadet passieren. Je nach Jahreszeit fressen sie auch Blüten und Blätter, um ihr Nahrungsspektrum zu ergänzen. In den regenreichen Monaten, wenn das traditionelle Fruchtangebot knapper wird, greifen sie zuweilen vermehrt auf Blütennektar zurück.
Während der Brutzeit, die das ganze Jahr hindurch möglich ist, suchen sich die Männchen hohe Sitzwarten, um durch Balzrituale potenzielle Weibchen anzulocken. Die Paare bevorzugen Nistplätze im dichten Laubwerk von Bäumen und Sträuchern in Wäldern oder Gärten, meist in Höhen von über sechs Metern. Das Nest wird aus Zweigen und Pflanzenfasern zu einer geflochtenen und stabilen Plattform gebaut. Ein Gelege besteht in der Regel aus einem einzigen Ei, das von beiden Eltern abwechselnd etwa 14 Tage lang bebrütet wird. Die Nestlingszeit dauert nach dem Schlüpfen etwa drei Wochen, in denen sich beide Eltern um die Fütterung und Pflege des Kükens kümmern. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus hochgewürgtem Fruchtfleisch. Mit zunehmendem Alter wagt sich das Küken, begleitet von den Eltern, allmählich aus dem Nest.[2]
Bestand und Gefährdung
Die Kosraefruchttaube ist auf Kosrae nicht selten und wird demzufolge von der Weltnaturschutzorganisation IUCN als „least concern = nicht gefährdet“ geführt.[3]
Literatur
- del Hoyo, J., N. Collar, G. M. Kirwan und E. Garcia: Kosrae Fruit-Dove (Ptilinopus hernsheimi) , version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
Weblinks
- Ptilinopus hernsheimi bei Avibase
- Kosraefruchttaube (Ptilinopus hernsheimi) auf eBird.org
- xeno-canto: Tonaufnahmen – Kosraefruchttaube
- Ptilinopus hernsheimi im Integrated Taxonomic Information System (ITIS)
Einzelnachweise
- ↑ del Hoyo, J., N. Collar, G. M. Kirwan und E. Garcia: Kosrae Fruit-Dove (Ptilinopus hernsheimi) , version 1.0. In Birds of the World (J. del Hoyo, A. Elliott, J. Sargatal, D. A. Christie, and E. de Juana, Editors). Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA, 2020
- ↑ Korsae Fruit Dove, Bird Buddy Inc., Kalamazoo, Michigan, USA
- ↑ Korsae Fruit Dove, auf iucnredlist.org, eingesehen am 4. Dezember 2025