Konung Gustaf III

Konung Gustaf III
Schiffsdaten
Flagge Schweden Schweden
Schiffstyp Linienschiff (Zweidecker)
Klasse Konung-Adolf-Fredrik-Klasse
Bauwerft Marinewerft Karlskrona
Kiellegung 1777
Stapellauf 1777
Außerdienststellung 1825
Verbleib 1825 abgebrochen
Schiffsmaße und Besatzung
Länge Geschützdeck: 51,66 m (Lüa)
Breite 13,89 m
Tiefgang (max.) 6,35 m
Verdrängung 2183 t
Takelung und Rigg
Takelung Vollschiff
Anzahl Masten 3
Bewaffnung

70 Kanonen

  • 26 × 24-Pfünder
  • 28 × 18-Pfünder
  • 16 × 8-Pfünder

Die Konung Gustaf III war ein 70-Kanonen-Linienschiff der Konung-Adolf-Fredrik-Klasse der schwedischen Marine, das von etwa 1777 bis 1825 in Dienst stand.

Geschichte

Die spätere Konung Gustaf III wurde nach dem Entwurf von Fredrik Henrik af Chapman durch den Schiffbauer Harald Sohlberg in der Marinewerft von Karlskrona auf Kiel gelegt und lief 1777 vom Stapel.[1] Sie war benannt nach dem seit 1771 regierenden schwedischen König Gustav III.

Das Schiff versah während des Russisch-Schwedischen Krieges von 1788 bis 1790 aktiven Kriegsdienst. Wobei es an den Seeschlachten von Hogland, Reval, Kronstadt und dem sogenannten Spießrutenlauf von Wyborg, als Flaggschiff des Herzogs von Södermanland, teilnahm.[2]

Ein weiterer Einsatz erfolgte im Krieg gegen Russland von 1808 bis 1809, wobei sie als Teil eines britisch-schwedischen Geschwaders im Finnischen Meerbusen operierte. Nach Friedensschluss wurde die Konung Gustaf III als Schwimmende Batterie in Karlskrona verwendet, ehe sie in den Jahren 1812 bis 1814 wieder Flottendienst versah.[2]

Das Schiff wurde nach 48 Dienstjahren 1825 außer Dienst gestellt und abgebrochen.[2]

Technische Beschreibung

Die Konung Gustaf III war als Batterieschiff mit zwei durchgehenden Geschützdecks konzipiert und hatte eine Länge von 174 Fuß [51,66 Metern] (Geschützdeck), eine Breite von 46,8 Fuß [13,89 Metern] und einen Tiefgang von 21,4 Fuß [6,35 Metern].[2][A 1] Sie war ein Rahsegler mit drei Masten (Fockmast, Großmast und Kreuzmast). Lediglich am Kreuzmast befand sich auf der untersten Position (Unterbesansegel) ein Lateinersegel.

Der Rumpf schloss im Heckbereich mit einem Heckspiegel, in den Galerien integriert waren, die in die seitlich angebrachten Seitengalerien mündeten. Diese waren aus Repräsentationsgründen durch zeitspezifische Schnitzereien und Bildhauerarbeiten geschmückt. An der obersten Position des Heckspiegels befanden sich traditionell bis zu drei Hecklaternen. Die Beplankung des Schiffes war kraweel ausgeführt, das heißt, die Enden der Planken stießen stumpf aufeinander, sodass eine glatte Außenfläche entstand.

Die Bewaffnung bestand aus 70 Kanonen.

Unteres
Batteriedeck
Oberes
Batteriedeck
Backdeck Achterdeck Kanonen
(Geschossgewicht)[A 2]
Design 26 × 24-Pfünder 28 × 18-Pfünder 16 × 8-Pfünder 70 Kanonen
(266,94 kg)

Bemerkungen

  1. Bei der Berechnung der Länge kann es zu Unterschieden kommen. Da in der damaligen Zeit ein Fuß, je nach Land, unterschiedliche Längenwerte hatte. Der Stockholmer Fuß (Fot) hatte z. B. eine Länge von 29,69 Zentimeter während der französische Fuß (pied de roi) eine Länge von rund 32,48 Zentimeter hatte.
  2. Bei der Berechnung des Gewichtes einer Breitseite kann es zu Unterschieden kommen, da in der damaligen Zeit ein Pfund, je nach Land, unterschiedliche Gewichtswerte hatte. Das schwedische Skålpund hatte z. B. ein Gewicht von 425,07 Gramm, während das englische Pound ein Gewicht von 453,592 Gramm hatte.

Siehe auch

Literatur

  • Gunnar Unger: Illustrerad svensk sjökrigshistoria: Omfattende tiden 1680–1814. Band 2. Albert Bonniers förlag, Stockholm 1923 (schwedisch).

Einzelnachweise

  1. Bellona och Kronprins Gustav Adolf. (PDF) En historisk marinarkeologi kring serieproducerade krigsfartyg under sent 1700-tal. Universität Stockholm, 2023, abgerufen am 20. November 2025 (schwedisch).
  2. a b c d KONUNG GUSTAF III. In: digitaltmuseum.org. Abgerufen am 20. November 2025 (schwedisch).