Konstantin Noske

Konstantin Noske, auch Constantin Noske (* 28. Oktober 1848 in Wien; † 10. März 1920 ebenda) war Gewerkschaftssekretär und Abgeordneter zum Österreichischen Abgeordnetenhaus.[1]

Leben

Konstantin Noske war Sohn des Buchhalters Emanuel Noske († 1854). Nach dem Besuch einer Volksschule, einer Realschule und einer Handelsschule in Wien wurde er im Jahr 1865 geprüfter Lehrer der Stenografie. Er wurde 1866 Komptorist in einem Wiener Bankhaus, 1869 Sekretär der Allgemeinen Verkehrsbank und 1872 der Continental-Rückversicherungs-Gesellschaft in Wien. Im Jahr 1880 wurde er Generalsekretär der Wiener Repräsentanz der ungarisch-französischen Versicherungs-AG, 1886 Generalsekretär des Fabriken-Versicherungs-Teilungs-Verbandes (ab 1899 Fabriken-Rückversicherungs-Verband), später auch der Tarifvereinigung der Einbruchs-Versicherungs- und der Unfall-Versicherungs-Gesellschaften, des Automobil-Casco-Versicherungs-Verbands und des Verbands der Privat-Versicherungs-Anstalten in Wien.

Von 1874 bis 1896 war er Obmann des Gabelsberger-Stenographen-Zentralvereins in Wien, von 1877 bis 1888 auch Redakteur der Vereinszeitschrift Österreichischer Blätter für Stenographie und von 1899 bis 1920 Obmann des Vereins der Fortschrittsfreunde Innere Stadt in Wien.

Er starb am 10. März 1920 im Alter von 71 Jahren.

Er war römisch-katholisch und ab 1878 verheiratet mit Leopoldine Hell, mit der er eine Tochter und einen Sohn hatte.

Konstantin Noske war von 1890 bis 1902 Mitglied im Niederösterreichischen Landtag (VI. und VII. Wahlperiode), als Abgeordneter der Städte (Wien I.). Von 1886 bis 1895 war er auch Gemeinderat von Wien und von 1891 bis 1894 Stadtrat von Wien.

Politische Funktionen

Konstantin Noske war vom 5. April 1894 bis zum 30. Januar 1907 Abgeordneter des Abgeordnetenhauses im Reichsrat (VIII., IX. und X. Legislaturperiode) und war dort für die Kurie Niederösterreich, Städte 1 Wien I. Bezirk (Innere Stadt) zuständig. Er war der Nachfolger des verstorbenen Heinrich Jaques.

Klubmitgliedschaften

Konstantin Noske war ab 1894 Mitglied bei den Vereinigten Deutschen Linken, er war ab dem 21. Mai 1896 fraktionslos und ab 1897 bei der Deutschen Fortschrittspartei.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Noske, Konstantin, Kurzbiographie auf den Webseiten des österreichischen Parlaments, abgerufen am 18. November 2025.