Konrad von Altstetten

Konrad von Altstetten (* 13. Jahrhundert) wird als Minnesänger Her Chuonrat von Altstetten in der Grossen Heidelberger Liederhandschrift (Codex Manesse) aufgeführt in welcher seine Werke exklusiv überliefert sind. Seit dem 19. Jh. wird Konrad von Altstätten als Schweizer Minnesänger bezeichnet[1].

Leben und historische Einordnung

Konrad stammte vermutlich aus dem Ministerialengeschlecht derer von Altstetten (Altstätten/SG, Schweiz) die im Dienste des Klosters St. Gallen standen. Die Konrad zugehörige Miniatur im Codex Manesse zeigt den Minnesänger im Schoß einer Dame mit einem Falken auf der Hand, darüber ein Wappen das demjenigen der Herren von Altstetten entspricht. Historisch sind drei Vertreter mit Namen Konrad belegt: Konrad I: (1217, 1235 erwähnt), Konrad II.** (Johanniter in Feldkirch, 1267/68) und Konrad III. (Meier von Altstätten, 1320/27 erwähnt). Konrad I. scheint aus sprachformalen Gründen und Konrad III. aus chronologischen Gründen nicht zum Minnesänger zu passen[2]. Folglich bleibt Konrad II. als mutmasslicher Minnesänger.

Dichtung und Werk

Die Heidelberger Liederhandschrift C (Codex Manesse) überliefert von ihm drei Lieder, nämlich auf Blatt 250r von der Hand des Hauptschreibers, insgesamt 13 Strophen. Thematisch geht es um Natureingang, Frauenpreis und Minnebitte.

Literatur

Wikisource: Konrad von Altstetten – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise

  1. Texte (= Die Schweizer Minnesänger. Nr. 1). Nach K.Bartsch Ausg. Reprint 2016 Auflage. De Gruyter, Berlin 2016, ISBN 978-3-484-10625-3.
  2. Max Schiendorfer: Autoren des 13. Jahrhunderts und ihre historische Lebenswirklichkeit. Fallstudien am Beispiel «schweizerischer» Minnesänger aus der Manessischen Liederhandschrift. Universität Zürich, Zürich 1996, S. Konrad von Altstetten (SMS Nr. 18).