Konrad Kaspar Hauser

Konrad Kaspar Hauser auch Conrad Caspar Hauser (* 16. Februar 1743 in Basel; † 14. Dezember 1824 in Kopenhagen) war ein schweizerisch-dänischer Kaufmann und Immobilienhändler.

Leben

Familie und frühe Jahre

Konrad Kaspar Hauser entstammte der Familie König und war der Sohn des Gastwirts Johann Rudolf Hauser (* 12. Februar 1702 in Basel; † 22. Mai 1766 ebenda)[1] und dessen zweiter Ehefrau Catharina (* 25. Oktober 1708 in Basel; † 23. Februar 1786 ebenda), die Tochter von Sebastian König (1664–1723). Er hatte elf leibliche Geschwister; ein Bruder aus der ersten Ehe seines Vaters verstarb bereits in jungen Jahren.

Konrad Kaspar Hauser war zweimal verheiratet. In erster Ehe heiratete er am 6. März oder 20. Juli 1768 in Marseille Katharina (* 1729 in Kopenhagen; † 20. Juli 1810 ebenda), die Tochter des Kopenhagener Notars Rasmus Aeroboe, die damals den Haushalt ihres Bruders Andreas Aeroboe leitete, der Konsul in Algier war. Aus dieser Ehe gingen vier Kinder hervor.[2]

Nach dem Tod seiner ersten Ehefrau heiratete er in zweiter Ehe Cecilie Marie (geb. Ludvigsen; * 1768; † 1844).

Konrad Kaspar Hauser wurde auf dem Assistenzfriedhof in Kopenhagen beigesetzt.[3]

Über seine Jugend und Ausbildung sind nur wenige Details bekannt, doch bereits in seinen jungen Jahren entwickelte sich sein Interesse für kaufmännische Tätigkeiten. Nach dem Tod seines Vaters verließ Hauser die Schweiz.

Karriere im Handelswesen

In jungen Jahren zog Hauser ins Ausland und wurde Kaufmann in Marseille. Für Dienste gegenüber der dänischen Mittelmeerflotte wurde er 1776 auf Empfehlung von Admiral Simon Hooglant (1712–1789)[4] zum königlich-dänischen Agenten mit Rang eines Kommerzienrat ernannt, unter der Bedingung, dass er ein Handelshaus in Kiel gründete, wofür er Vorkehrungen traf. Obwohl dieser Plan nicht verwirklicht wurde, bekam er bald die Gelegenheit, in ein angesehenes dänisches Handelshaus einzutreten, als Baron Reinhard Iselin 1777 sich von seinen Geschäften zurückzog, um sie an C. F. Iselin, Konrad Kaspar Hauser und Frølich zu übergeben.

1778 wurde er zum Handelsadministrator der neu gegründeten königlich-dänischen Westindischen Handelsgesellschaft ernannt, und 1816 wurde er trotz seiner 73 Jahre zum Mitglied der Direktion der Asiatischen Kompanie gewählt; in dieser Zeit wurde er 1812 um Geheimen Rat ernannt.

Er erwarb das Haus Bonne Espérance am Strandvejen, so genannt nach dem Kap der Guten Hoffnung.

Sein anderes Arbeitsgebiet, Baugewerbe und Hausvermietung, brachte es nach der englischen Bombardierung im Jahre 1807 (siehe Bombardement Kopenhagens (1807)) mit sich, dass er auch dann noch in der Lage war, die Bebauung und Wiederbebauung mit Wohnhäusern zwischen Kultorvet und Åbenrå zu finanzieren. Er beteiligte sich aktiv an diesem Wiederaufbau und trug damit zur wirtschaftlichen und infrastrukturellen Revitalisierung Kopenhagens bei. Sein Engagement war von praktischem Sinn und wirtschaftlicher Weitsicht geprägt und führte dazu, dass er sich in Kopenhagen großes Ansehen erwarb. Schon vier Jahre nach der Zerstörung konnten die Häuser bezogen werden.

Er starb in seiner Wohnung Hausergade 32. Die Häuser Nr. 28, 30 und 32 sind bis heute erhalten.[5]

Gesellschaftliches Wirken

Hauser war aktiv auf philanthropischem Gebiet und stiftete eine Mädchenschule. Er war sieben Jahre Gemeindevorsteher und so gut wie alle Jahre Ältester der Gemeinde in der Gothersgade.

Ehrungen und Auszeichnungen

In Kopenhagen erinnern bis heute zwei Straßen an den Namen Hauser: der Hauserplads (Hauserplatz) und die Hausergade (Hausergasse) sind Denkmäler für die bleibende Wertschätzung seiner Leistungen in der Stadt.

Literatur

Einzelnachweise

  1. Historisches Familienlexikon der Schweiz - Familienübersicht. Abgerufen am 22. Dezember 2025.
  2. Auszug Stamm Hauser. (PDF) In: Stroux.org. 14. November 2016, abgerufen am 22. Dezember 2025.
  3. Conrad Caspar Hauser (1743–1824) – Find a Grave... Abgerufen am 22. Dezember 2025.
  4. Carl Frederik Bricka: Hooglant, Simobn. In: Dansk biografisk Lexikon / VIII. Bind. Holst - Juul. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (dänisch).
  5. Hauser Plads 28-30-32. Abgerufen am 22. Dezember 2025 (dänisch).