Kommende Saint-André
Die Kommende Saint-André war eine Niederlassung des Deutschen Ordens innerhalb der Stadt Lüttich.
Begründet im Jahre 1254, gehörten zu ihr auch die Pfarreien Saint-André und Saint-Gangulphus, ebenso das Hospital Mère-Dieu, genannt Mostard, und der Beginenhof Hors-Chateau.
Der Komtur der zur Ballei Alden Biesen gehörigen Kommende war stets ein Priester des Ordens, welcher Grootpastor genannt wurde und ein Mitglied des Balleikapitels war. Er war gleichzeitig der geistliche Leiter der Balleipriester wie auch Pfarrer der Pfarreien von Saint André und St. Gangulphus.
Die Pfarrei Saint-André war eine der größten Pfarreien der Stadt und zählte in der Mitte des 17. Jahrhunderts 2250 Katholiken in 22 Straßen. Im 17. Jahrhundert übernahmen allerdings die Jesuiten den Gottesdienst in der Kirche Saint-André.[1] Wesentlich kleiner war die Pfarrei Saint-Gangulphus, deren kaum über 100 Katholiken ein Unterpfarrer betreute.
Die Kommende war ein repräsentativer Bau, ihre Güter brachten jährlich an die 1000 Gulden ein. Sie wurde 1794 säkularisiert.
Komture von Saint-André
- Clarenbaldus de Vile
- Willem van Brustrem (erwähnt 1290–nach 1300)
- Thomas van Aken (1320–1330)
- Robertus de Waremme (erwähnt 1335)
- Thomas van Aken (erwähnt 1344, 1345, 1352)
- Henricus van Limborch (erwähnt 1363–nach 1368)
- Godeschalk van Aken (1370–1381)
- Alexander van Esden (1387–1418)
- Henricus Loemans (1418–?)
- Lambert Lamboy (1423–1427)
- Willem van Rosmeer (1427–1434)
- Nicolaas Dessener (1434–1468)
- Nicolaas Goerts (1468–1471)
- Johannes Hoen (erstmals 1481 genannt–1494)
- Johannes Kemp (1494–1496)
- Claes Azinarys (1496–1538)
- Claes van Mervell
- Lambert Wammis (1553–1570)
- Michael van den Cruys (1570–1590)
- Henricus Haling (1590–1628)
- Henricus de Bije (1628)
- Franciscus Rudolphi (1629–1646)
- Herman Fabritius (1646–1661)
- Georgius Moertbiers (1662–1677)
- Johan Jacob Frissen (1677–1702)
- Paul Willem van Vuecht (1702–1717)
- Petrus Adam Nicolaas Daemen (1717–1720)
- Johan Coolen (1720–1726)
- Willem Frans Cox (1726–1753)
- Petrus Frans Theunissen (1753–1762)
- Robert Laurent Christophe Lintermans (1763–1803)
- Siehe auch
Weblinks
Einzelbelege
- ↑ Entdecken Sie die Eglise Saint-Andre: Unverwüstliches Erbe in Lüttich. 6. April 2025, abgerufen am 16. November 2025 (deutsch).