Knodener Kopf

Knodener Kopf
Blick von der Knodener Kopfstraße in Knoden durch das Tal vom Bach an den Rehklingen westnordwestwärts zum Knodener Kopf
Höhe 511,2 m ü. NHN [1]
Lage bei Knoden; Landkreis Bergstraße, Hessen (Deutschland)
Gebirge Odenwald
Dominanz 0,77 km → Knörschhügel
Schartenhöhe 38 m
Koordinaten 49° 41′ 47″ N, 8° 42′ 39″ O
Topo-Karte LAGIS Hessen.
pd4
fd2
Vorlage:Infobox Berg/Wartung/TOPO-KARTE

Der Knodener Kopf zwischen Knoden und Reichenbach im südhessischen Landkreis Bergstraße ist ein 511,2 m ü. NHN[1] hoher und bewaldeter Berg im Odenwald.

Geographie

Lage

Der Knodener Kopf erhebt sich im Vorderen Odenwald im Naturpark Bergstraße-Odenwald in der Gemarkung Knoden der Gemeinde Lautertal. Sein Gipfel liegt 2,1 km südöstlich des im Tal der Lauter gelegenen Reichenbach, dem Kernort der Gemeinde Lautertal, zwischen deren Ortsteilen Breitenwiesen im Ostnordosten und Knoden im Südosten sowie dem Bensheimer Ortsteil Gronau im Südwesten. Knapp 1000 m östlich liegt der nächsthöhere Berg, der Knörschhügel (536 m). Auf der Nordostflanke des Knodener Kopfs entspringt der Reichenbach, der im Ortskern von Reichenbach in die Lauter mündet, die in ihrem weiteren Verlauf ab Bensheim Winkelbach genannt wird und bei Gernsheim in den Rhein mündet.

Geologie

Im Raum Knoden zeigt sich ein schneller Wechsel der Gesteinseinheiten. Westlich der Krehbergstraße ca. 500 m südwestlich Jennys Höhe (508 m) im Wäldchen ist ein homogener, schollenarmer Biotit-Granodiorit erschlossen; als normaler flasriger Typ in wollsackartigen Felsrippen anstehend. Jenseits des Sattels am Knodener Kopf kann die synorogene Abfolge an guten Aufschlüssen studiert werden. Zwischen den Abarten der "Schiefer" (Biotit/Hornblende-Plagioklasgneise bis Amphibolite) stehen Hornblendebasite und Biotitdiorite an. An den größeren Kalifeldspatkristallen erkennt man die Granitoide; hellere Abarten sind flasriger Biotitgranit. Bei einem Abstieg am Westhang des Knodener Kopfes zeigen die Klippen die Schwierigkeiten der richtigen Ansprache der Gesteine (metablastisch regenerierte Altbestände neben intrusiven Biotitdioriten).[2]

Naturräumliche Zuordnung

Der Knodener Kopf gehört in der naturräumlichen Haupteinheitengruppe Odenwald, Spessart und Südrhön (Nr. 14) und in der Haupteinheit Vorderer Odenwald (145) zur Untereinheit Krehberg-Odenwald (145.5).

Gipfelbereich

Auf dem Gipfel des Knodener Kopfs befindet sich ein trigonometrischer Punkt sowie wenige Meter südlich davon ein historischer trigonometrischer Vermessungsstein.

Verkehr und Wandern

Aus dem Lautertal gelangt man von Gadernheim im Nordosten auf der Kreisstraße 55 (Krehbergstraße) vorbei an Breitenwiesen nach Knoden. Dort zweigt von dieser Straße die Knodener Kopfstraße, die entlang dem Bach an den Rehklingen führt, nach Westen ab. Im Dorf liegen der Wandererparkplatz Knoden sowie zwei Wanderheime des Odenwaldklubs.[3]

Der Knodener Kopf liegt an drei Hauptwanderwegen des Odenwaldklubs:

Commons: Knodener Kopf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b Karten und Daten des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  2. Nickel E., Maggetti M.: Exkursionsführer. In: 53. Jahrestagung der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft, 15. bis 22. September. Heidelberg 1975.
  3. Wanderheime auf der Webseite des Odenwaldklubs e.V.
  4. Qualitätswanderwege - Nibelungensteig (HW 72) auf der Webseite des Odenwaldklubs e.V.
  5. Hessisches Landesvermessungsamt: topographische Freizeitkarte Nördlicher Odenwald West, M = 1:50.000, 2009