Klostertal (Gemeinde Gutenstein)

Klostertal (Zerstreute Häuser)
Ortschaft
Basisdaten
Pol. Bezirk, Bundesland Wiener Neustadt (WN), Niederösterreich
Gerichtsbezirk Wiener Neustadt
Pol. Gemeinde Gutenstein  (KG Gutenstein)
Koordinaten 47° 50′ 37″ N, 15° 50′ 13″ Of1
Höhe 540 m ü. A.
Einwohner der Ortschaft 136 (1. Jän. 2025)
Gebäudestand 90 (2001f1)
Statistische Kennzeichnung
Ortschaftskennziffer 06578
Zählsprengel/ -bezirk Gutenstein (32308 000)
Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS
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136

BW

Klostertal (früher auch Klosterthal) ist eine als Zerstreute Häuser klassifizierte Ansiedlung in der Marktgemeinde Gutenstein, sowie Ortschaft der Gemeinde. Neben den weiteren Rotten Steinapiesting und Längapiesting sowie den Ortsteilen Vorderbruck und Blättertal sticht das Klostertal durch seine Größe hervor, welche bis zum Schneeberg reicht. Die Ortschaft hat 136 Einwohner (Stand: 1. Jänner 2025).[1]

Die Streusiedlung Klostertal besteht aus den Weilern Aichlmühl, Putzenhof und Wegscheid. Daneben bestehen noch mehrere Einzellagen sowie Gasthäuser und auch das Schloss Somaruga, eine um 1900 erbaute, neobarocke Villa. Südlich von Klostertal führt die Landesstraße L134 über das Klostertaler Gscheid in das Schwarzatal.

Geschichte

Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in Klostertal ein Fuhrwerker, fünf Gastwirte, ein Gemischtwarenhändler, zwei Holzhändler, ein Köhler, vier Sägewerke, ein Schmied, eine Schneiderin, ein Schuster, zwei Tischler und mehrere Landwirte ansässig.[2]

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges verschanzten sich deutsche Truppen im Klostertal, sodass es mit der herannahenden Sowjetarmee zu Gefechten kam und einige Häuser in Klostertal in Flammen aufgingen.[3] Der „Rohrer Berg“, der ebenfalls zum Teil im Gutensteiner Klostertal (Siedlungsteil Zellenbach) liegt, war zu Kriegsende ebenfalls Frontgebiet.

Literatur

  • Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Wienerwald. 7 von 34 Bänden. 3. Band: Klosterthal bis Neunkirchen. Mechitaristen, Wien 1831, S. 1 (KlosterthalInternet Archive).
  • Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 364.

Einzelnachweise

  1. Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
  2. Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, S. 320
  3. Geschichte auf gutenstein.at