Klinikum Landshut

Klinikum Landshut

Trägerschaft Stadt Landshut
Ort Landshut

Bundesland Bayern
Staat Deutschland
Koordinaten 48° 32′ 16″ N, 12° 8′ 19″ O
Versorgungsstufe Schwerpunktversorgung
Betten 550
Mitarbeiter 1500 (2022)
davon Ärzte 180
Gründung 1965
Website www.klinikum-landshut.de
Lage
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Das Klinikum Landshut ist ein Krankenhaus der Schwerpunktversorgung und akademisches Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität München. Die Klinik wird als Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Landshut geführt. Mit insgesamt 20[1] Haupt- und Belegabteilungen wird nahezu das gesamte Spektrum der Schulmedizin abgedeckt. Das Klinikum Landshut ist onkologisches Zentrum nach § 17b KHG und verfügt über mehrere Organkrebszentren. Dazu gehören ein Onkologisches Zentrum, ein Brustkrebszentrum, ein Darmkrebszentrum, ein Prostatakarzinomzentrum, ein uroonkologisches Zentrum sowie ein Zentrum für Hämatologische Neoplasien[2]. Seit 2009 ist dem Klinikum ein ambulantes Tumorzentrum in Form eines medizinischen Versorgungs- und Diagnostikzentrums (MVZ), einschließlich PET-CT, angebunden. Seit 2012 bietet das Gesundheitszentrum am Klinikum weitere ambulante Behandlungsmöglichkeiten an.[3]

Das Klinikum Landshut verfügt über 568 Planbetten/-plätze[4] und versorgte 2011 ca. 28.000 stationäre und ca. 37.000 ambulante Fälle. Im Klinikum sind ca. 1500 Mitarbeiter tätig[5], darüber hinaus gibt es eine Berufsfachschule für Pflege mit 168 Plätzen[6].

Geschichte

Das Klinikum Landshut wurde 1965 als städtisches Klinikum erbaut. Durch den Neubau wurden die bis dahin existierenden und in schlechtem Zustand befindlichen vier städtischen Krankenhäuser, das Allgemeinkrankenhaus in der Ländgasse (heutige Volkshochschule), die Abteilung für Infektionskrankheiten im Ottonianum (heutige Jugendherberge Landshut), die Klinik für Geriatrie und chronische Krankheiten im Adelmannschloss und das Elisabeth-Krankenhaus für Innere Medizin und Chirurgie (heutiges Versorgungsamt) an einem Ort und in einem modernen Gebäude vereint. Bei der Eröffnung bestand das Klinikum aus zwei Bettenhäusern (ein 5-stöckiges und ein 10-stöckiges), einem Behandlungsbau und einem Infektions- und Strahlenbau sowie den Wirtschaftsgebäuden und einer angebauten Krankenhauskapelle. Die zu Beginn eingerichteten Sechsbettzimmer wurden 1972 in Dreibettzimmer geteilt. 1975 wurde das Klinikum zum Akademischen Lehrkrankenhaus der Ludwig-Maximilians-Universität ernannt. 1977 folgte der Bau des Lehrgebäudes mit Hörsaal für Medizinstudenten und Einrichtung einer Berufsfachschule für Krankenpflege. 1978 ging das Pathologischen Institut in den Betrieb. Anfang der 1980er wurden mehrere Belegabteilungen am Klinikum installiert. 1986 ging das achtstöckige Bettenhaus 3 mit Zweibettzimmern in den Betrieb. In den 1990ern erfolgte die Anpassung der bestehenden Bettenhäuser 1 und 2 an diesen Standard. Dadurch wurde eine Gesamtbettenzahl von 603 Planbetten erreicht. Gleichzeitig erfolgte der Neubau eines Funktionsbaus und einer Glasdachhalle. Ebenfalls erfolgte seit den 1990ern ein Ausbau des medizinischen Angebots, insbesondere in der onkologischen Schwerpunktversorgung. Seit 2021 entstehen im Nordwesten des Klinikgeländes drei neue Bettenhäuser.[7]

Am 1. Januar 2003 wurde das Klinikum privatisiert und in eine gGmbH umgewandelt.[8] Einzige Gesellschafterin der Klinikum Landshut gGmbH ist die Stadt Landshut. Der Aufsichtsrat, der ausschließlich aus gewählten Stadtratsmitgliedern besteht, bestellt einen Geschäftsführer. Aufsichtsratsvorsitzender ist der Oberbürgermeister der Stadt Landshut.

Zum Jahresbeginn 2023 wurde das Klinikum in ein selbstständiges Kommunalunternehmen umgewandelt. Der vollständige Name des Klinikums lautet Klinikum Landshut Anstalt des öffentlichen Rechts der Stadt Landshut. Mit der Umwandlung in ein Kommunalunternehmen bleibt die Stadt Landshut alleiniger Träger des Klinikums.[9]

Lage

Der parkähnliche Campus des Klinikums befindet sich am Landshuter Innenstadtring an der Luitpoldstraße zwischen Hauptbahnhof und Ländtorplatz im Stadtteil West.

Abteilungen

Das Klinikum Landshut verfügt über 17 Kliniken und drei Belegabteilungen, drei Tageskliniken, ein Schlaflabor[10] und diverse Zentren[11]. Außerdem gibt es ein Zentrallabor,[12] eine eigene zertifizierte Krankenhausapotheke mit Zytostatika-Herstellung für die Onkologie,[13] einen Zentral-OP mit 8 Operationssälen, 2 Spezial-OPs für die Urologie, einen (septischen) Notfall-OP und einen Sektio-OP für Kaiserschnitte. Außerdem gibt es Bereitschaftspraxis, eine Abteilung für Klinikhygiene, Psychoonkologie, einen Sozialdienst, eine eigene Großküche, seelsorgerische Betreuung etc.[14] Ein ehrenamtlicher Patientenbesuchsdienst wird von den "Grünen Damen und Herren" organisiert. Darüber hinaus ist das Klinikum Sitz des Vereins Lebensmut e. V. – Leben mit Krebs.

Abteilungen im Überblick

(Quelle: [15])

  1. Medizinische Klinik I – Allgemeine innere Medizin – Schwerpunkte Gastroenterologie, Diabetologie, Nierenheilkunde/Dialyse mit Tagesklinik für Nephrologie/Dialyse
  2. Medizinische Klinik II – Kardiologie, Lungenheilkunde, internistische Intensivmedizin, Schlaflabor, Sektion Geriatrie und Frührehabilitation, Stroke Unit als Spezialeinheit für Brustschmerz
  3. Medizinische Klinik III – internistische Onkologie und Hämatologie, Palliativmedizin mit Tagesklinik für Onkologie
  4. Chirurgische Klinik I – Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie, gastroenterologische und onkologische Chirurgie
  5. Chirurgische Klinik II – Gefäßchirurgie, Endovaskuläre und Vaskuläre Chirurgie
  6. Klinik für Neurochirurgie
  7. Neurologische Klinik mit Schlaganfallspezialeinheit Stroke Unit
  8. Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie mit Physikalischer Therapie
  9. Klinik für Anästhesiologie, Intensivmedizin und Schmerzmedizin, mit eigenständiger Tagesklinik für Schmerztherapie
  10. Frauenklinik - Gynäkologie und Geburtshilfe
  11. Klinik für Urologie
  12. Klinik für Nuklearmedizin
  13. Klinik für Radioonkologie und Strahlentherapie
  14. Klinik für diagnostische und interventionelle Radiologie
  15. Zentrale Notaufnahme
  16. Pathologisches Institut
  17. Belegabteilung: Augenheilkunde
  18. Belegabteilung: Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie
  19. Belegabteilung: Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde
  20. Belegabteilung: Kardiologie

Die Zentren im Überblick[16]

  • Onkologisches Zentrum
  • Zentrum für Hämatologische Neoplasien
  • Brustkrebszentrum
  • Darmkrebszentrum
  • Prostatakarzinomzentrum
  • Uroonkologisches Zentrum
  • Alterstraumazentrum
  • Endoprothetikzentrum
  • Gefäßzentrum
  • Lungenzentrum
  • Referenzzentrum Schilddrüse und Nebenschilddrüse
  • Traumazentrum Wirbelsäulenzentrum

Ambulanz Zentrum Landshut (AZL)

Um die ambulante Nachsorge der Krebspatienten sowie eine ambulante Vor- oder Weiterbehandlung sicherzustellen, wurde 2009 das Medizinische Versorgungs- und Diagnostikzentrum (MVZ) als Tochterunternehmen der Klinikum Landshut gGmbH gegründet. Das MVZ wird als gemeinnützige GmbH geführt. Der Geschäftsführer des MVZ ist gleichzeitig der Vorstand des Klinikums. Das MVZ bietet ambulante Weiterbehandlung durch Strahlentherapie und onkologische Nachsorge sowie ambulante Chemotherapie, Immun-, Hormon- und Antikörpertherapie bei Krebspatienten an.

Gesundheitszentrum am Klinikum

Das Gesundheitszentrum am Klinikum wurde 2010 von der privaten Baugruppe Schütz aus München geplant. Anschließend wurde 2011 das alte Ordensschwesternheim an der Zufahrt zum Klinikum eingerissen und auf dem Vorplatz des Klinikums ein vierstöckiger Neubau durch das Unternehmen Schütz errichtet. Die Gebäudeflächen werden an verschiedene Arztpraxen vermietet. Zudem enthält der Baukörper eine Angestelltentiefgarage und das ambulante Operationszentrum des Klinikums Landshut. Darüber hinus sind mehrere Einzelhandels- und Dienstleistungsunternehmen als Mieter dort angesiedelt.

Einzelnachweise

  1. Klinikum Landshut: Kurzportrait/Leitbild. Abgerufen am 26. September 2024.
  2. Klinikum Landshut: Zentren. Abgerufen am 26. September 2024.
  3. Entwicklung des Klinikum Landshut seit 2008
  4. Klinikum Landshut: Kurzportrait/Leitbild. Abgerufen am 26. September 2024.
  5. Klinikum Landshut: Kurzportrait/Leitbild. Abgerufen am 26. September 2024.
  6. BFS. Abgerufen am 26. September 2024.
  7. "Ein entscheidender Schritt in Richtung Zukunft". 24. April 2023, abgerufen am 26. September 2024 (deutsch).
  8. Internetseite der Stadt Landshut@1@2Vorlage:Toter Link/www.landshut.de (Seite nicht mehr abrufbar, festgestellt im April 2019. Suche in Webarchiven)  Info: Der Link wurde automatisch als defekt markiert. Bitte prüfe den Link gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.
  9. Klinikum Landshut wird Kommunalunternehmen. Abgerufen am 14. März 2023.
  10. Schlaflabor. Klinikum Landshut, abgerufen am 24. Mai 2024.
  11. Klinikum Landshut: Zentren. Abgerufen am 26. September 2024.
  12. Fachbereiche im Klinikum Landshut. Klinikum Landshut, abgerufen am 24. Mai 2024.
  13. Apotheke. Klinikum Landshut, abgerufen am 24. Mai 2024.
  14. Klinikum Landshut: Patienten / Besucher. Abgerufen am 26. September 2024.
  15. Klinikum Landshut: Fachbereiche. Abgerufen am 26. September 2024.
  16. Klinikum Landshut: Zentren. Abgerufen am 26. September 2024.