Salus-Klinik Lindow

Salus-Klinik Lindow
Ehem. Wasserturm an einem Nebengebäude
Ort Lindow (Mark)

Bundesland Brandenburg
Staat Deutschland
Koordinaten 52° 58′ 3″ N, 12° 57′ 38″ O
Direktor Robert Schöneck
Versorgungsstufe Fachkrankenhaus
Betten 273
Mitarbeiter 135
Fachgebiete Suchtmedizin, Psychosomatik
Zugehörigkeit Salus-Klinik GmbH
Gründung 1914[Anm. 1]
Website www.salus-kliniken.de
Lage
Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Träger_fehlt
Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Ärzte_fehlt

Die Salus-Klinik Lindow (Eigenschreibweise salus klinik Lindow) ist ein Fachkrankenhaus in der nördlich von Berlin gelegenen Stadt Lindow (Mark) in Brandenburg. Das Krankenhaus dient der Rehabilitation von Patienten in den Bereichen Suchtmedizin und Psychosomatik.

Geschichte

Die Klinik liegt auf einer mit Kiefernmischwald bewachsenen leichten Anhöhe am südlichen Ufer des Gudelacksees in Brandenburg. Sie wurde 1914 bis 1915 durch die Landesversicherungsanstalt Brandenburg als Genesungsheim für Frauen errichtet und ist Zeugnis für die Entwicklung Lindows zu einem florierenden Kur- und Erholungsort zum Beginn des 20. Jahrhunderts. Mit ihrer Anlage aus separaten Gebäudeteilen, die jedoch baulich miteinander verbunden sind, dokumentiert sie den im damaligen Krankenhausbau sich vollziehenden Übergang von Pavillonanlagen zu mehrgeschossigen Korridorbauten. Anteil an dieser Entwicklung hatten die Architekten Hermann Rohde und Arnold Beschoren, die mehrere Klinikbauten schufen. Die nach dem Vorbild einer barocken Schlossanlage gestaltete Klinik bildet einen markanten Blickpunkt in der Lindow umgebenden Wald- und Seenlandschaft. Ausführung erfolgte durch Maurermeister Finze und Ewald Drescher.

Sanatorium Wilhelmshöhe

Zum Ende des Ersten Weltkriegs wurde die Anlage vermutlich als Lazarett genutzt, nahm seine eigentliche Aufgabe aber bereits 1919 wieder auf. 1932 wurde das Sanatorium aus finanziellen Gründen geschlossen, nachdem erst in den Vorjahren das therapeutische Angebot erweitert und neben Frauen auch Männer und ganze Familien behandelt wurden. 1934 erfolgte die Wiedereröffnung, während des Zweiten Weltkriegs 1941 die Umgestaltung als Lazarett zur Behandlung Verwundeter des Russlandfeldzugs.

Nach dem Krieg nutzte die Sowjetunion die Anlage als Erholungsheim.[1]

salus Kliniken Lindow

Von 1995 bis 1997 wurde die Anlage im Auftrag der salus Fachkliniken saniert und um Neubauten erweitert und 1999 offiziell als Rehabilitationsklinik für Suchtmedizin und Psychosomatik wiedereröffnet. In den folgenden Jahren wurde das Behandlungsangebot mehrfach erweitert, die Stadt Lindow erhielt unter anderem aufgrund der hohen Übernachtungszahlen der Klinik den Status eines staatlich anerkannten Erholungsortes.[1]

Architektur

Mittelpunkt der stattlichen Anlage ist das Hauptgebäude, ein in seiner Art an ein Barockschloss erinnernder symmetrisch angelegter massiver Putzbau. In der Mitte befindet sich ein turmartiger Bau, von dem nach Osten und Westen jeweils eingeschossige Seitenflügel abgehen. An diese wiederum sind zweigeschossige Seitenbauten angefügt. Über einen winkelförmigen Verbindungsbau ist das Hauptgebäude nach Süden mit dem Aufnahmehaus verbunden. Südöstlich vom Hauptgebäude und Aufnahmegebäude befinden sich Wohn- und Wirtschaftsgebäude, darunter ein villenartiges Angestelltenwohnhaus.[2]

Siehe auch

Anmerkungen

  1. Siehe auch Geschichte – Bau der ursprünglichen Gebäude ab 1914, ab 1997 Übernahme durch die Salus-Klinik GmbH.

Einzelnachweise

  1. a b Klinikhistorie. In: www.salus-kliniken.de. Abgerufen am 8. November 2025.
  2. Ulrike Schwarz und Matthias Metzler: Denkmale in Brandenburg - Landkreis Ostprignitz-Ruppin. In: Im Auftrag des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Brandenburg vom Brandenburgischen Landesamt für Denkmalschutz und Archäologisches Landesmuseum (Hrsg.): Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland. 1. Auflage. Band 13.2. Wernersche Verlagsgesellschaft, Worms am Rhein 2003, ISBN 3-88462-191-2, S. 92, 93.
Commons: Salus-Klinik Lindow – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien