München Klinik Thalkirchner Straße

München Klinik Thalkirchner Straße
Trägerschaft Landeshauptstadt München
Ort München

Bundesland Bayern Bayern
Staat Deutschland Deutschland
Koordinaten 48° 7′ 43″ N, 11° 33′ 51″ O
Klinikleitung Astrid Göttlicher (pflegerisch), Tim Guderjahn (kaufmännisch), Christian Unzicker (medizinisch)
Betten 160[1]
Mitarbeiter 150 Vollzeitkräfte
Fachgebiete Dermatologie, Allergologie
Zugehörigkeit München Klinik gGmbH
Website www.muenchen-klinik.de/krankenhaus/thalkirchner-strasse
Lage
Vorlage:Infobox_Krankenhaus/Ärzte_fehlt

Die München Klinik Thalkirchner Straße (ehemals Klinikum Thalkirchner Straße) ist eine Fachkrankenhaus für Hautkrankheiten und Allergologie der München Klinik gGmbH im Münchener Stadtteil Isarvorstadt. Sie kooperiert seit 1929 mit der auf dem gleichen Areal gelegenen Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der Ludwig-Maximilians-Universität München.[2]

Das von 1926 bis 1928 von Richard Schachner und Hans Grässel erbaute Gebäude hat eine Fassade mit Risaliten, Erkern und Gurtgesimsen. Wegen des schmalen Grundstücks wurde es als erstes Krankenhaus in Deutschland als Hochhausscheibe mit sieben Vollgeschossen und einem Halbgeschoss errichtet und wurde so zum Vorbild für die weitere Krankenhausarchitektur. Zusammen mit der Frauenklinik an der Maistraße und dem Pathologischen Institut stammt die Dermatologische Klinik aus einer Phase der Erweiterung des Klinikviertels nach Süden auf der 1909 freigewordene Fläche des ersten Gaswerks in München.

Im Krankenhausgebäude an der Thalkirchner Straße 48 befinden sich derzeit zwei dermatologische Fachkliniken. Die Klinik I ist, was die stationäre Behandlung angeht, ein städtisches Krankenhaus (ehemals Klinik für Haut- und Geschlechtskrankheiten), und verfügt über eine von der Ludwig-Maximilians-Universität München betriebene Ambulanz, die als Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie bezeichnet wird. Im Zuge der Restrukturierung der München Klinik Schwabing wurde 2015 die in Schwabing ansässige dermatologische Klinik in die Thalkirchner Straße verlegt und bildet die Klinik II. Sie ist sowohl mit stationärer als auch mit ambulanter Patientenversorgung ein Teil der städtischen München Klinik. Die Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie der LMU hat ihren Haupteingang in der Frauenlobstraße, ist aber auch über den Haupteingang der München Klinik in der Thalkirchner Straße erreichbar[3], so dass die Abgrenzung zwischen beiden Kliniken nicht leicht erkennbar ist.

Gegenüber an der Thalkirchner Straße liegt der Alte Südliche Friedhof.

Zahlen, Daten, Fakten

(Stand: 2015)[1]

  • 160 Betten und 40 Tagklinikplätze
  • 4 Stationen
  • 1 Tagesklinik
  • 4 OP-Säle
  • 150 Vollzeitkräfte

Im Jahr 2015 wurden 6.684 vollstationäre, 11.755 teilstationäre sowie 700 ambulante Patienten behandelt.[1] Nach eigener Aussage (2020) ist es die größte Hautklinik Europas.[4]

Bis 1993 wurde das Klinikum als Regiebetrieb der Landeshauptstadt München geführt. Dann wurde es in einen Eigenbetrieb umgewandelt und ging 2005 im Städtischen Klinikum München auf. Mit der Umstellung des städtischen Klinikverbunds auf ein neues Erscheinungsbild am 16. Oktober 2018 änderte sich auch der Name des Klinikums Thalkirchner Straße in München Klinik Thalkirchner Straße.[5]

Abteilungen

Zertifizierungen

Die Klinik ist zertifiziert nach KTQ (Kooperation für Transparenz und Qualität im Gesundheitswesen), Ökoprofit und EMAS.

Bekannte Klinikdirektoren

(sortiert nach Abfolge)

Die Büsten ehemaliger Direktoren der Dermatologischen Klinik sind in einem Verwaltungsgang im 1. Stock des Anbaus an der Frauenlobstraße zu finden:

Klinikkapelle

Die kath. Kapelle der Klinik ist im 5. Stock der Klinik angesiedelt und wird auch von den evangelischen Christen genutzt.

Dermatologie bleibt bis 2030 in der Thalkirchner Straße

Ab 2022 wurde geplant, die Krankenversorgung in der Thalkirchner Straße einzustellen und beide Kliniken zu verlegen und zu vereinen.[6][7] Im Zuge der Neuorganisation der Kliniken in der Innenstadt ist der Auszug der Dermatologischen Klinik aus dem Haus an der Thalkirchner Straße also schon länger geplant. Im September 2025 erfolgte dazu der aktuellste Beschluss. Die LMU-Klinik wird im Jahre 2030 das Haus verlassen und in das alte Klinkgebäude der Chirurgie an der Nußbaumstraße umziehen, das durch die Umgestaltung des Innenstadtklinikums freigeworden ist. Die Städtische Demotologie zieht nach Bogenhausen.[8]

Denkmalschutz

Das Areal „Frauenlobstraße 9; Frauenlobstraße 11; Thalkirchner Straße 48“ ist unter der Bezeichnung „Städtisches Krankenhaus an der Thalkirchner Straße und Dermatologische Klinik“ als Baudenkmal in der Bayerischen Denkmalliste unter der Nummer D-1-62-000-6820 eingetragen.[9][10] Der Denkmalschutz fasst damit das LMU-Klinikum an der Frauenlobstraße[3] und die München Klinik an der Thalkirchner Straße unter derselben Nummer zusammen.

Commons: Klinik Thalkirchner Straße – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. a b c Strukturierter Qualitätsbericht. Städtisches Klinikum München GmbH, 10. Januar 2017, abgerufen am 11. Juni 2017.
  2. Über die Klinik Thalkirchner Straße. In: www.muenchen-klinik.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  3. a b Klinik und Poliklinik für Dermatologie und Allergologie: Kontakt und Anfahrt. In: www.lmu-klinikum.de. Abgerufen am 6. Dezember 2025.
  4. muenchen-klinik.de
  5. Abendzeitung Germany: München Klinik: AZ stellt Änderungen der städtischen Kliniken vor. Abgerufen am 18. Dezember 2018.
  6. Klinik Thalkirchner Straße, abgerufen am 23. März 2016.
  7. Klinikum Schwabing wird erheblich verkleinert In: Münchner Merkur. 26. August 2015, abgerufen am 23. März 2016.
  8. Dermatologie bleibt bis 2030 in der Thalkirchner Straße. In: muenchen-klinik.de. 12. September 2025, abgerufen am 13. November 2025.
  9. Denkmalliste für München (PDF) beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege. Abgerufen am 6. Dezember 2025
  10. Denis A. Chevalley, Tmm Wesky: Denkmäler in Bayern, Landeshauptstadt München, Südwest. Band 2, Karl Lipp Verlag, München 2004, ISBN 3-87490-584-5, S. 620 f.