Kleinweikersdorf
| Kleinweikersdorf (Dorf) Ortschaft Katastralgemeinde Kleinweikersdorf | ||
|---|---|---|
| Basisdaten | ||
| Pol. Bezirk, Bundesland | Hollabrunn (HL), Niederösterreich | |
| Gerichtsbezirk | Hollabrunn | |
| Pol. Gemeinde | Nappersdorf-Kammersdorf | |
| Koordinaten | 48° 37′ 55″ N, 16° 11′ 57″ O | |
| Höhe | 210 m ü. A. | |
| Einwohner der Ortschaft | 180 (1. Jän. 2025) | |
| Fläche d. KG | 5,8 km² (31. Dez. 2023) | |
| Statistische Kennzeichnung | ||
| Ortschaftskennziffer | 03812 | |
| Katastralgemeindenummer | 09067 | |
| Ortsansicht mit Kapelle | ||
| Quelle: STAT: Ortsverzeichnis; BEV: GEONAM; NÖGIS | ||
Kleinweikersdorf ist eine Ortschaft und eine Katastralgemeinde der Marktgemeinde Nappersdorf-Kammersdorf im Bezirk Hollabrunn in Niederösterreich mit 180 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2025)[1].
Geografie
Der vom Dürnleiser Graben durchflossene Ort, in den hier von rechts der Haslacher Graben einfließt, befindet sich zwischen Nappersdorf und Dürnleis und wird im Süden von der Landesstraße L35 erschlossen. Im Ort zweigt von dieser die L20 nach Mailberg ab. Am 1. April 2020 zählte die Ortschaft 112 Adressen.[2]
Geschichte
Die Einwohner waren gut bestiftete Landbauern, deren Aufmerksamkeit dem Weinbau galt, den sie nicht nur nach Wien, sondern auch nach Böhmen, Mähren und Schlesien verkauften, berichtete Schweickhardt im 19. Jahrhundert. Weiters bauten sie Weizen, Roggen und Hafer an, etwas Gerste und Buchweizen, weiters pflanzten sie Erdäpfel, Klee, Heidekräuter und Hanf, ein paar Hülsenfrüchte und etwas Gemüse und ziemlich viel Obst. Ebenso ansässig waren im Ort mehrere Handwerker.
Im Jahr 1822 wurde der Ort als Dorf mit 85 Häusern genannt, das nach Nappersdorf eingepfarrt war, wohin auch die Kinder eingeschult wurden. Die Herrschaft Kadolz besaß die Ortsobrigkeit, übte die Landgerichtsbarkeit aus und besorgte die Konskription. Die Untertanen und Grundholde des Ortes gehörten den Herrschaften Kadolz und Gobelsburg.[3]
Laut Adressbuch von Österreich waren im Jahr 1938 in der Ortsgemeinde Kleinweikersdorf ein Anstreicher, zwei Binder, ein friseur, ein Gastwirt, zwei Gemischtwarenhändler, ein Glaser, ein Rohproduktehändler, ein Schmied, zwei Schneider und zwei Schneiderinnen, drei Schuster, eine Stechviehhändler, ein Tischler, ein Weinhändler, ein Wagner, ein Zimmermeister und mehrere Landwirte ansässig. Zudem gab es außerhalb des Ortes eine Ziegelei.[4]
Die um 1850 entstandene Ortsgemeinde fusionierte am 1. Jänner 1970 mit den damaligen Gemeinden Haslach und Nappersdorf.[5]
Literatur
- Franz Xaver Schweickhardt: Darstellung des Erzherzogthums Österreich unter der Ens, durch umfassende Beschreibung aller Burgen, Schlösser, Herrschaften, Städte, Märkte, Dörfer, Rotten etc. etc., topographisch-statistisch-genealogisch-historisch bearbeitet und nach den bestehenden vier Kreis-Vierteln [alphabetisch] gereiht. [Teil:] Viertel unterm Manhartsberg. 7 von 34 Bänden. 7. Band: Sebarn bis Zwingendorf. Mechitaristen, Wien 1835, S. 183 (Weikersdorf (Klein-) – Internet Archive; mit einem Nachtrag zum 6. Band: Schloßhof; c) Sebarn).
- Anton Steinhauser: Administrativkarte von Niederösterreich. Blatt 29, Sektion Ober Hollabrunn, 1:28.800, Hrsg: Verein für Landeskunde von Niederösterreich, in Kommission von Artaria & Co., Wien 1867–1882 (noel.gv.at [JPG; 6,5 MB]).
- Ortsverzeichnis 2001 Niederösterreich (PDF; 4,8 MB), Statistik Austria, Wien 2005, ISBN 3-902452-42-0, S. 130.
Weblinks
Einzelnachweise
- ↑ Statistik Austria: Bevölkerung am 1.1.2025 nach Ortschaften (Gebietsstand 1.1.2025), (ODS, 500 KB)
- ↑ Bundesamt für Eich- und Vermessungswesen: Österreichisches Adressregister, Stichtagsdaten vom 1.4.2020 (online)
- ↑ Joseph von Steinius: Topographischer Land-Schematismus oder Verzeichniß aller im Erzherzogthume Oesterreich unter der Enns befindlichen Ortschaften als Städte, Märkte, Schlösser, Ämter, Dörfer, Rotten und einzelne Häuser, die eigene Nahmen haben, Anzahl der Häuser sowohl, als der betreffenden Pfarren, Schulörter, Patronate, Decanate, Werbbezirke, Landgerichte, Ortsobrigkeiten, Grund- und Conscriptions-Herrschaften, dann der nächsten Poststationen zur Auf- und Abgabe der Briefe. Zweiter Band: M–Z. Verlag Anton Strauß, Wien 1822, S. 374 (Weikersdorf (Klein-) in der Google-Buchsuche).
- ↑ Adressbuch von Österreich für Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft, Herold Vereinigte Anzeigen-Gesellschaft, 12. Ausgabe, Wien 1938 PDF, Seite 315
- ↑ Gemeindeänderungen ab 1945. Statistik Austria, S. 28. In: Änderungen in der Verwaltungsgliederung. Statistik Austria (ZIP, 1,3 MB; Inhalt PDF); abgerufen am 15. November 2025.