Klein Biewende

Klein Biewende
Koordinaten: 52° 6′ N, 10° 40′ O
Fläche: 5,48 km²[1]
Einwohner: 215 (3. Dez. 2025)[2]
Bevölkerungsdichte: 39 Einwohner/km²
Eingemeindung: 1. März 1974
Eingemeindet nach: Remlingen
Postleitzahl: 38319
Vorwahl: 05336
Lage von Klein Biewende in Niedersachsen

Klein Biewende ist ein Ortsteil der Gemeinde Remlingen-Semmenstedt im Landkreis Wolfenbüttel in Niedersachsen. Der Ort bildete bis 1974 eine eigenständige Gemeinde.

Geographie

Das Dorf Klein Biewende liegt etwa einen Kilometer südwestlich von Remlingen und zwei Kilometer östlich von Groß Biewende. Der Große Graben führt durch das Dorf.

Geschichte

Klein Biewende wurde erstmals 1174 urkundlich erwähnt.[3] Der Ort gehörte vor den Napoleonischen Kriegen zum Amt Wolfenbüttel im Fürstentum Braunschweig-Wolfenbüttel.[4] Von 1807 bis 1813 gehörte der Ort zum Kanton Remlingen im Departement der Oker des napoleonischen Satellitenstaats Königreich Westphalen. Seit 1814 gehörte Klein Biewende zum Amt Wolfenbüttel des Herzogtums Braunschweig und seit 1833 zum braunschweigischen Kreis Wolfenbüttel.[5] Am 1. März 1974 wurde Klein Biewende im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform Teil der Gemeinde Remlingen. Remlingen wiederum fusionierte am 1. November 2016 mit Semmenstedt zur neuen Gemeinde Remlingen-Semmenstedt.[6]

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohner Quelle
1793 170 [4]
1812 172 [7]
1845 237 [5]
1871 269 [8]
1890 315 [9]
1910 385 [10]
1925 402 [11]
1939 319 [11]
1950 611 [12]
1961 403 [12]
1970 315 [12]

Baudenkmale

Die St. Martinkirche, ihr Kirchhof, die alte Schule sowie drei Fachwerk-Wohnhäuser stehen in Klein Biewende unter Denkmalschutz.

Infrastruktur

Klein Biewende hat eine Ortsfeuerwehr mit einem Gerätehaus an der Schulstraße.[13]

Vereine

Der BSV Klein Biewende-Timmern ist der örtliche Fußballverein.[13]

Einzelnachweise

  1. Daten und Karte der Gemarkung Klein Biewende
  2. Angaben der Samtgemeinde Elm-Asse
  3. Samtgemeinde Elm-Asse: Ortsbeschreibung Klein Biewende
  4. a b Georg Hassel und Karl Bege: Geographisch-statistische Beschreibung der Fürstenthümer Wolfenbüttel und Blankenburg. Band 1. Friedrich Bernhard Culemann, Braunschweig 1802, S. 388 (tu-braunschweig.de [PDF]).
  5. a b Karl Venturini: Das Herzogthum Braunschweig in seiner vormaligen und gegenwärtigen Beschaffenheit. Fleckeisen, Helmstedt 1847, S. 206 (google.de).
  6. Statistisches Bundesamt: Gebietsänderungen 1974 und 2016
  7. Georg Hassel: Statistisches Repertorium über das Königreich Westphalen. Vieweg, Braunschweig 1813 (uni-muenster.de).
  8. Volkszählung 1871
  9. Volkszählung 1890
  10. Uli Schubert: Deutsches Gemeindeverzeichnis 1910. Abgerufen am 12. November 2025.
  11. a b Michael Rademacher: Wolfenbuettel. Online-Material zur Dissertation, Osnabrück 2006. In: eirenicon.com.
  12. a b c Regionales Gemeindeverzeichnis-Informationssystem GV-ISys (mit historischen Bevölkerungszahlen)
  13. a b Vereinsliste Klein Biewende