Klausenberg (Bergisch Gladbach)

Klausenberg
Koordinaten: 50° 58′ N, 7° 10′ O
Lage von Klausenberg in Bergisch Gladbach
Klausenberg 2019

Klausenberg ist ein historischer Ortsteil im Stadtteil Bensberg von Bergisch Gladbach, an den die gleichnamige Straße erinnert.

Geschichte

Der Siedlungsname Klausenberg greift den früheren Siedlungsnamen Auf’m Klausenberg auf, den das Urkataster südöstlich des Alten Schlosses verzeichnet. Hier stand die erste Bensberger Pfarrkirche, die für 1155 belegt ist. 1554 wurde am Standort der heutigen Pfarrkirche St. Nikolaus eine neue Kirche gebaut. Auf dem Klausenberg blieben das Pfarrgut und die Pastorat Teil des Kirchenvermögens, von dem die Pfarrausgaben und finanziellen Aufwendungen für die Armenfürsorge bestritten wurden.

Der Flurname Klausenberg (clusenberg) leitet sich aus dem althochdeutschen „clûsa“ und dem mittelhochdeutschen „kluse“ bzw. ursprünglich aus dem lateinischen „claustra/clusa“ (= Riegel, Verschluss, Engpass) her.[1]

Klausenberg war Teil der preußischen Bürgermeisterei Bensberg im Kreis Mülheim am Rhein. Ab der Preußischen Neuaufnahme von 1892 ist er auf Messtischblättern regelmäßig als Klausenberg oder ohne Namen verzeichnet. Aufgrund des Köln-Gesetzes wurde die Stadt Bensberg mit Wirkung zum 1. Januar 1975 mit Bergisch Gladbach zur Stadt Bergisch Gladbach zusammengeschlossen. Dabei wurde auch Teil von Bergisch Gladbach. Klausenberg war Teil der katholischen Pfarre Bensberg.

Einwohnerentwicklung
Jahr Einwohner Wohn-

gebäude

Kategorie
1822[2] 12 Bauergütchen
1830[3] 15 Bauerngut
1845[4] 35 5 Bauergüter
1871[5] 59 8 Hofstelle
1885[6] 72 12 Wohnplatz
1895[7] 76 11 Wohnplatz

Siehe auch

Einzelnachweise

  1. Andree Schulte, Bergisch Gladbach, Stadtgeschichte in Straßennamen, herausgegeben vom Stadtarchiv Bergisch Gladbach, Band 3, und vom Bergischen Geschichtsverein Abteilung Rhein-Berg e. V., Band 11, Bergisch Gladbach 1995, S. 331 f., ISBN 3-9804448-0-5
  2. Alexander August Mützell, Leopold Krug (Hrsg.): Neues topographisch-statistisch-geographisches Wörterbuch des preußischen Staats. Erster Band. A–F. Bei Karl August Kümmel, Halle 1821 (Digitalisat).
  3. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinzen. Nicolaische Buchhandlung, Berlin/Stettin 1830 (Digitalisat).
  4. Königliche Regierung zu Cöln (Hrsg.): Uebersicht der Bestandtheile und Verzeichniß sämmtlicher Ortschaften und einzeln liegenden benannten Grundstücke des Regierungs-Bezirks Cöln, nach Kreisen, Bürgermeistereien und Pfarreien, mit Angabe der Seelenzahl und der Wohngebäude, sowie der Confessions-, Jurisdictions-, Militair- und frühern Landes-Verhältnisse. Köln 1845 (Digitalisat).
  5. Die Gemeinden und Gutsbezirke der Rheinprovinz und ihre Bevölkerung. Nach den Urmaterialien der allgemeinen Volkszählung vom 1. December 1871 bearbeitet und zusammengestellt vom Königlichen Statistischen Bureau. In: Königliches Statistisches Bureau (Hrsg.): Die Gemeinden und Gutsbezirke des Preussischen Staates und ihre Bevölkerung. Band XI, 1874, ZDB-ID 1467523-7 (Digitalisat).
  6. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1885 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. In: Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII, 1888, ZDB-ID 1046036-6 (Digitalisat).
  7. Gemeindelexikon für die Provinz Rheinland. Auf Grund der Materialien der Volkszählung vom 1. Dezember 1895 und anderer amtlicher Quellen bearbeitet vom Königlichen statistischen Bureau. In: Königliches statistisches Bureau (Hrsg.): Gemeindelexikon für das Königreich Preußen. Band XII, 1897, ZDB-ID 1046036-6.