Klaus Stüdemann

Klaus Stüdemann (* 25. Dezember 1930 in Berlin-Schöneberg; † 22. November 1995 in Köln) war ein deutscher Betriebswirt, Jurist und Hochschullehrer. Von 1973 bis 1995 war er Professor für Allgemeine Betriebswirtschaftslehre und Betriebswirtschaftliche Steuerlehre an der Universität zu Köln.[1]

Leben

Stüdemann wurde als Sohn des Kaufmanns Max Stüdemann und seiner Ehefrau Ilse, geb. Drescher, in Berlin-Schöneberg geboren. Nach dem Schulbesuch legte er 1951 das Abitur in Siegburg ab.[1]

Von 1951 bis 1958 studierte er Betriebswirtschaftslehre und Rechtswissenschaft an den Universitäten Köln, Tübingen und Berlin. 1955 bestand er das erste juristische Staatsexamen in Tübingen, 1958 die Diplomprüfung für Kaufleute in Köln. 1964 wurde er an der Universität zu Köln mit Auszeichnung zum Dr. rer. pol. promoviert. 1965 folgten das zweite juristische Staatsexamen sowie die Zulassung als Rechtsanwalt.[1]

Ab 1965 war Stüdemann wissenschaftlicher Assistent an der Universität Mannheim. 1970 habilitierte er sich dort für Betriebswirtschaftslehre und erhielt die Venia legendi. Im selben Jahr wurde er Fachanwalt für Steuerrecht. 1972 erfolgten die Ernennung zum Universitätsdozenten an der Universität Mannheim sowie die Bestellung zum Steuerberater in Düsseldorf.[1]

1973 folgte er einem Ruf an die Universität zu Köln, wo er bis zu seinem Tod 1995 als Wissenschaftlicher Rat und Professor wirkte. Stüdemann verstarb während einer Vorlesung in Köln.[1] Seine Grabstätte befindet sich auf dem Kölner Melaten-Friedhof.[2]

Wirken

Stüdemann veröffentlichte Arbeiten zur Organisation der Kapitalmärkte, zum Wertpapierwesen und zur theoretischen Fundierung der Betriebswirtschaftslehre. Sein Hauptwerk ist die Allgemeine Betriebswirtschaftslehre, die in mehreren Auflagen im Oldenbourg-Verlag erschien und 2018 als Reprint bei De Gruyter neu aufgelegt wurde.

Neben seiner akademischen Tätigkeit war er als Rechtsanwalt, Steuerberater und Gutachter tätig und gehörte Beiräten von Unternehmen an.[1]

Ehrungen

  • 1991: Albertus-Magnus-Preis der Universität zu Köln[1]

Schriften (Auswahl)

  • Die Globalaktie. In: Abhandlungen aus dem Industrieseminar der Universität zu Köln, Heft 11. Duncker & Humblot, Berlin 1960.
  • Der Effektenbestand in Westdeutschland als materielle Grundlage der allgemeinen Einführung von Bucheffekten. In: Abhandlungen aus dem Industrieseminar der Universität zu Köln, Heft 22. Duncker & Humblot, Berlin 1966.
  • Theorie der Nominalrepräsentanten. In: Betriebswirtschaftliche Schriften, Heft 85. Duncker & Humblot, Berlin 1976.
  • Allgemeine Betriebswirtschaftslehre. 3. Auflage. Oldenbourg, München/Wien 1993, ISBN 978-3-486-22577-8 (Neuauflage: De Gruyter, Berlin/München/Boston 2018, ISBN 978-3-486-78476-3).

Einzelnachweise

  1. a b c d e f g Professorenkatalog der Universität zu Köln: Klaus Stüdemann (abgerufen am 2. Oktober 2025).
  2. Klaus Stüdemann in der Datenbank Find a Grave, abgerufen am 7. Oktober 2025.