Klaus Scholz

Klaus Scholz (* 7. August 1935 in Paatzig, Kreis Cammin i. Pom.) ist ein deutscher Archivar und Historiker.[1]

Leben und Wirken

Nach seiner Reifeprüfung 1956 am Konrad-Schlaun-Gymnasium Münster studierte Klaus Scholz u. a. Geschichte und Lateinische Philologie an den Universitäten Münster, Tübingen und Hamburg. Seine Promotion mit einer Dissertation über „Beiträge zur Personengeschichte des Deutschen Ordens in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts“ erfolgte 1969 an der Universität Münster, wo er bereits 1963 das Staatsexamen für den höheren Schuldienst abgelegt hatte. Von 1963 bis 1968 war er als wissenschaftlicher Mitarbeiter am „Glossar zur Geschichte des frühen Mittelalters im östlichen Europa“ tätig. Im Jahre 1968 trat er als Archivreferendar in die Ausbildung für den höheren Archivdienst ein und legte die Fachprüfung hierfür 1970 an der Archivschule Marburg ab. Bis 1978 arbeitete er als wissenschaftlicher Archivar am Staatsarchiv Münster. Anschließend wechselte er an das Staatsarchiv Detmold, dem er seit 1983 als Leitender Staatsarchivdirektor vorstand.

Als Historiker beschäftigt sich Klaus Scholz vor allem mit der mittelalterlichen Geschichte, insbesondere mit dem Deutschen Orden, außerdem mit der Geschichte Westfalens und Lippes.

Veröffentlichungen

  • Stadt und Landesherr. In: Elisabeth Bröker (Hrsg.): Bocholter Quellen und Beiträge, Bd. 1 (1976), S. 53–67.
  • (Mithrsg.): Monasticon Windeshemense. T. 2: Deutsches Sprachgebiet. ABB, Brüssel 1977.
  • Zum privililegium fori des Deutschen Ordens. Der Fall des Priesters Lubbert zum Kley in Münster. In: Carsten Goehrke u. a. (Hrsg.): Östliches Europa. Spiegel der Geschichte. Festschrift für Manfred Hellmann zum 65. Geburtstag (= Quellen und Studien zur Geschichte des östlichen Europa, Bd. 9). Steiner, Wiesbaden 1977, S. 193–200, ISBN 3-515-02658-4.
  • (Bearb.): Die Urkunden des Kollegiatstifts Alter Dom in Münster 1129–1534 (= Westfälische Urkunden, Bd. 2). Aschendorff, Münster 1978, ISBN 3-402-05889-8.
  • Heinrich Drake und der parlamentarische Neubeginn in Lippe 1945–1947. In: Lippische Mitteilungen aus Geschichte und Landeskunde, Bd. 50 (1981), S. 7–37.
  • Das Spätmittelalter. In: Wilhelm Kohl (Hrsg.): Westfälische Geschichte. Bd. 1: Von den Anfängen bis zum Ende des alten Reiches. Schwann, Düsseldorf 1983, S. 403–468, ISBN 3-590-34211-0.
  • (Bearb., mit Hermann Niebuhr): Der Anschluß Lippes an Nordrhein-Westfalen. Behauptung und Ende staatlicher Selbständigkeit 1802 /3 – 1947 (= Veröffentlichungen der staatlichen Archive des Landes Nordrhein-Westfalen, Reihe C, Bd. 20). Selbstverl. d. Nordrhn.-Westf. Staatsarchivs Detmold 1984.
  • (Übers. u. Kommentar, mit Dieter Wojtecki): Peter von Dusburg / Chronik des Preussenlandes (= Ausgewählte Quellen zur deutschen Geschichte des Mittelalters, Bd. 25). Wissenschaftliche Buchgesellschaft, Darmstadt 1984, ISBN 3-534-00604-6.
  • Bernhard II. zur Lippe. In: Westfälische Lebensbilder, Bd. 14 (1987), S. 1–37.
  • (Bearb.): Das Stift Alter Dom St. Pauli in Münster (= Das Bistum Münster, Bd. 6). de Gruyter, Berlin 1995, ISBN 3-11-014533-2.

Einzelnachweise

  1. Scholz, Klaus. In: Ernst Fleischhack (Hrsg.): Lippisches Autorenlexikon. Bd. 1. Wagener, Lemgo 1968, S. 185, ISBN 3-921428-52-1; Scholz, Klaus. In: LippeLex (abgerufen am 16. Dezember 2025).