Klaus-Peter Dehde

Klaus-Peter Dehde (* 29. Juli 1959 in Hamburg) ist ein ehemaliger deutscher Politiker (SPD).

Leben

Klaus-Peter Dehde besuchte Schulen in Neu Darchau, Hitzacker (Elbe) und Lüneburg. Nach dem Abitur war er von 1978 bis 1992 als Fernmeldeaufklärer und Auswerter bei der Bundeswehr tätig. Ab 1989 absolvierte er parallel eine Ausbildung zum Finanzwirt (bbw). In diesem Beruf war er in den 1990er-Jahren selbstständig tätig. Von 2016 bis 2023 arbeitete Dehde bei der Deutschen Angestellten-Akademie, zunächst als Leiter des Kundencenters Harburg, ab 2019 als Regionalleiter Hamburg Süd.

Nachdem er bereits zuvor verheiratet gewesen und Vater von fünf Kindern geworden war, heiratete er im Dezember 2020 in Wismar Nicole-Birgitta Dehde.

Politik

Dehde ist seit 1976 Mitglied der SPD und engagierte sich bei den Jusos. Von 1992 bis 2017[1] war er als Nachfolger von Peter Struck Vorsitzender des SPD-Unterbezirks Uelzen/Lüchow-Dannenberg.

Von 1986 bis 2025 war er Ratsherr der Gemeinde Neu Darchau. Von 1998 bis 2001 sowie von 2014 bis 2025 war er Bürgermeister der Gemeinde. Von 2001 bis 2006 war Klaus-Peter Dehde Mitglied des Samtgemeinderates der Samtgemeinde Hitzacker (Elbe). Nach der Vereinigung dieser Samtgemeinde mit der Samtgemeinde Dannenberg (Elbe) zur Samtgemeinde Elbtalaue gehörte er dem Samtgemeinderat von 2006 bis 2021 an. Von 1986 bis 2021 war er Mitglied des Kreistages des Landkreises Lüchow-Dannenberg, ab 1992 als Vorsitzender der SPD-Kreistagsfraktion. Dort engagierte er sich gegen die kerntechnischen Anlagen in Gorleben. Auch betätigte er sich bis 2021 im Jugendhilfeausschuss des Landkreises, ab 1991 als dessen Vorsitzender. Bei der Kreistagswahl 2021 trat er nicht wieder an.

Bei der Landtagswahl in Niedersachsen 1998 kandidierte Dehde auf dem Landeswahlvorschlag der SPD. Im Jahre 1999 rückte er für Peter Kopischke, der zum Landrat des Landkreises Goslar gewählt worden war, in den Landtag nach. Bei der Landtagswahl 2003 trat er wiederum auf der SPD-Landesliste sowie im Wahlkreis Lüchow an, der den Landkreis Lüchow-Dannenberg sowie die Samtgemeinden Bodenteich, Rosche und Wrestedt im Landkreis Uelzen umfasste. Während er im Wahlkreis der CDU-Kandidatin Karin Bertholdes-Sandrock unterlag, gelangte er über die Landesliste wiederum in den Landtag. Dehde gehörte unter anderem den Ausschüssen für Rechts- und Verfassungsfragen sowie für Medienfragen und dem Umweltausschuss an. Von 2006 bis 2008 war er Vorsitzender des Umweltausschusses. Zudem wirkte er im Untersuchungsausschuss zum Jade-Weser-Port mit. In der SPD-Landtagsfraktion war er als Sprecher für die Energie- und Atompolitik verantwortlich. Bei der Aufstellung des SPD-Wahlkreiskandidaten für die Landtagswahl 2008 unterlag Dehde dem Dahlenburger Franz-Josef Kamp, sodass er 2008 aus dem Landtag ausschied. Auch im Vorfeld der Landtagswahl 2013 bemühte er sich vergeblich um eine erneute Kandidatur.

Weitere Aktivitäten

Bis zur Auflösung der Einrichtung im Jahre 2008 wirkte Klaus-Peter Dehde als Vorsitzender des Bildungsvereines Jagdschloss Göhrde e. V.

Ab 2003 war Dehde stellvertretender Vorsitzender des Bezirksverbandes Hannover der Arbeiterwohlfahrt (AWO).[2] Ausgehend von dieser Tätigkeit nahm er ehrenamtlich weitere Funktionen auf Landes- und Bundesebene wahr. So leitete er den Aufsichtsrat der AWO Jugendhilfe- und Kindertagesstätten gGmbH, eines Unternehmens mit Einrichtungen von Göttingen bis Stade und mehr als 700 Beschäftigten. Nach einer Änderung der Organisation setzte er sein Engagement als stellvertretender Vorsitzender des Präsidiums fort.

Nach der Sozialwahl 2017 wirkte Dehde im Finanzausschuss des Verwaltungsrates der Barmer Ersatzkasse mit. Seit Mitte 2020 ist er zudem ordentliches Mitglied im Verwaltungsrat der Barmer.

Ehrungen

Im Jahr 2021 wurde Klaus-Peter Dehde für seine Verdienste um die Gemeinde Neu Darchau die Ehrenmedaille des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes verliehen. Im Jahr 2024 zeichnete Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ihn mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland aus.

Einzelnachweise

  1. Elbe-Jeetzel-Zeitung: "Selbstbestimmt - weil ein guter Nachfolger da ist"-Kreis Lüchow-Dannenberg - Elbe-Jeetzel-Zeitung. Abgerufen am 23. Januar 2019.
  2. Präsidium AWO Soziale Dienste. Abgerufen am 21. März 2022.