Kiyohara no Motosuke

Kiyohara no Motosuke (jap. 清原 元輔; * 908; † 990) war ein adliger japanischer Waka-Dichter und Gelehrter der mittleren Heian-Zeit. Er war ein Enkel des Kiyohara no Fukayabu und der Vater von Sei Shōnagon, der Autorin des berühmten Kopfkissenbuchs.[1] Zeitweise fungierte er als Gouverneur der Provinzen Kawachi und Higo.

Als einer der „Fünf Männer der Birnen-Kammer“ (Nashitsubo no gonin) war er auf Befehl des Murakami-tennō seit Oktober 951 an der Kompilation des Gosen-wakashū und an der Erstellung einer Man’yōshū-Teilausgabe in Kun-Lesung beteiligt.[1]

Er gehört zu den „36 Unsterblichen der Dichtkunst“ (Sanjūrokkasen)[1]; eines seiner Gedichte befindet sich in der berühmten Ogura Hyakunin Isshu.

Seine Poesie ist in einigen der offiziellen Anthologien, wie der Shūi-wakashū überkommen. Eine persönliche Gedichtsammlung ist als Motosuke-shū (元輔集, dt. „Sammlung des Motosuke“) überliefert.

Einzelnachweise

  1. a b c 清原元輔. In: 改訂新版 世界大百科事典 bei kotobank.jp. Abgerufen am 29. Dezember 2025 (japanisch).
Commons: Kiyohara no Motosuke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien