Kindereisenbahn Swobodny
| Kleine Transbaikal/Amur-Eisenbahn | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Bahnhof Junost (2015) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckenlänge: | 10,7 km | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Spurweite: | 750 mm (Schmalspur) | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Streckengeschwindigkeit: | 35 km/h | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Streckenverlauf (grün) mit Stationen (blau) | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Die Kindereisenbahn Swobodny (russisch Свободненская детская железная дорога Swobodnenskaja detskaja schelesnaja doroga), auch Kleine Transbaikal-Eisenbahn oder Kleine Amur-Eisenbahn (russisch Малая Забайкальская железная дорога/Малая Амурская железная дорога Malaja Zabajkalskaja schelesnaja doroga/Malaja Amurskaja schelesnaja doroga), ist eine Schmalspurbahn in Swobodny in der russischen Oblast Amur. Sie wurde 1940 als Pioniereisenbahn eröffnet und ist gemeinsam mit der Kindereisenbahn Budapest die längste ihrer Art.
Geschichte
Der Bau der Bahn wurde 1939 beschlossen; sie sollte die Stadt Swobodny mit einem zehn Kilometer entfernten Pionierlager verbinden. Bis Anfang 1940 konnten jedoch nur die ersten vier Kilometer fertiggestellt werden und die staatlichen Zuwendungen zum Bau der Strecke waren aufgebraucht, woraufhin Mitglieder der Jugendorganisation Komsomol sich für die weitere Finanzierung und Bau der Strecke einsetzten.
Am 4. August 1940 wurde der erste Streckenabschnitt als Kindereisenbahn »L. M. Kaganowitsch« in Betrieb genommen. Bis zum Sommer 1941 wurde die Strecke auf 6,1 Kilometer verlängert.
Während des Deutsch-Sowjetischen Krieges wurde der Betrieb nicht wie auf anderen Pioniereisenbahnen eingestellt, sondern ein landwirtschaftlicher Großbetrieb (Sowchos) mit Betriebsstoffen beliefert und Lebensmittel abgeholt. Während des Krieges wurden so 26.000 Tonnen Güter auf der Kindereisenbahn transportiert. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde in der Nähe des Sowchos ein Steinbruch angelegt und auf der Kindereisenbahn Schotter transportiert.
Im November 1950 betrug die Streckenlänge über acht Kilometer, im Juni 1951 konnte schließlich die gesamte Länge von 10,5 Kilometern fertiggestellt werden. Die Gesamtlänge inklusive der Güteranlagen betrug 11,6 Kilometer. 1959 wurde die Bahn in Kleine Transbaikal-Eisenbahn umbenannt, obwohl die Kindereisenbahn in Tschita denselben Namen führte.[1]
Streckenverlauf
Der Ausgangsbahnhof Junost befindet sich etwa einen Kilometer entfernt vom Bahnhof Michailo-Tschesnokowskaja an der Transsibirischen Eisenbahn. An den Bahnhof Junost schließt sich ein etwa 600 Meter langes Gleis zum Depot der Kindereisenbahn an.
Die Strecke der Kindereisenbahn verläuft in südöstlicher, später in südwestlicher Richtung auf den Fluss Seja zu. Es gibt zwei Bahnhöfe und zwei Haltepunkte, die zugleich Blockstelle sind.
Fahrzeuge
Zum Fahrzeugpark der Kindereisenbahn gehören zwei Diesellokomotiven der Reihe ТУ2, eine der Reihe ТУ7А und eine der Reihe ТУ10, außerdem elf Personen- und zehn Güterwagen. Bis in die 1960er Jahre kamen auch Dampflokomotiven zum Einsatz.
Einzelnachweise
- ↑ Dmitrij Sutjagin: Свободный [Swobodny]. In: dzd-ussr.ru. 24. August 2011, abgerufen am 22. Oktober 2025 (russisch).