Kimmy Robertson

Kimmy Robertson (* 27. November 1954 in Kalifornien) ist eine US-amerikanische Schauspielerin. Bekannt ist sie vor allem durch ihre Rolle als Lucy Moran in der Fernsehserie Twin Peaks (1990–1991).

Leben

Ihr Filmdebüt gab Robertson 1982 in der Teenager-Komödie Die letzte amerikanische Jungfrau. Bekanntheit erlangte sie 1990 durch die Rolle der Polizeisekretärin Lucy Moran in der Serie Twin Peaks von David Lynch und Mark Frost. Robertson stand auch für das Film-Prequel Twin Peaks – Der Film (1992) vor der Kamera, ihre Szenen schafften es jedoch nicht in den fertigen Film von 1992, eine davon[1][2][3][4] allerdings schließlich in die eigenständige, ebenfalls Spielfilmlänge aufweisende Veröffentlichung gelöschter Szenen des Films, die 2014 unter dem Titel Twin Peaks: The Missing Pieces zuerst als Weltpremiere am 16. Juli 2014 im Vista Theater in Los Angeles[2], dann noch im selben Jahr als Komplettbox zusammen mit dem ursprünglichen Spielfilm von 1992 auf BluRay (u. a. erst CBS Home Entertainment, 2017 dann in der Criterion Collection) erschien.[2][5]

Zu ihren bekanntesten Filmen zählen die Komödien Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft (1989), Fast Food Family (1991) und Stuart Little (1999), in denen sie jeweils in Nebenrollen zu sehen war. Weiterhin ist sie seit den 1980er Jahren als Gastdarstellerin in Serien wie Eine schrecklich nette Familie, Emergency Room – Die Notaufnahme, Drake & Josh und Psych zu sehen.

Wegen ihrer prägnanten Stimme wurde sie auch häufig für Sprechrollen engagiert. Unter anderem sprach sie den Staubwedel in dem Disneyfilm Die Schöne und das Biest (1991).

Robertson war von 2003 bis 2004 mit John Christian Walker verheiratet.

Deutsche Sprecherinnen

Kimmy Robertson hat keine feste deutsche Synchronsprecherin. Die folgenden Angaben erfolgen laut Deutscher Synchronkartei[6]: In ihrer berühmtesten Rolle als Sekretärin Lucy Moran (in Staffel 3: Lucy Brennan) in Twin Peaks wird sie von Daniela Reidies gesprochen, die sie ebenfalls als Reiseleiterin Liza in dem Spielfilm Speed 2 (1997) und in ihrem Auftritt in der Folge Die Hauptrolle der TV-Serie Geschichten aus der Gruft sprach. Ebenfalls dreimal wurde sie von Dorette Hugo gesprochen (in den zwei Disneyfilmen um Die Schöne und das Biest und als wiederkehrende Figur der Hauptbesetzung Duzer in der Trickserie Gravedale High - Die total verrückte Monsterschule), sowie zweimal von Philine Peters-Arnolds (in Die letzte amerikanische Jungfrau (1982) und in Liebling, ich habe die Kinder geschrumpft). Zudem wurde sie in weiteren für ihre Karriere als Schauspielerin und Sprecherin wichtigen Auftritten je einmalig von Katrin Fröhlich (bei den Simpsons), von Anke Reitzenstein (in Fast Food Family) und von Beate Pfeiffer (in Leprechaun 2 (1994)) gesprochen.

Filmografie (Auswahl)

Commons: Kimmy Robertson – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Cronk, Jordan: A Place Beyond the Pines: Twin Peaks: Fire Walk With Me, the Missing Pieces, and the Legacy of Brutality, Cinema-scope.com
  2. a b c Diaz, Eric (2014): BluRay-Review zu Twin Peaks: The Missing Pieces auf en:Nerdist (Memento im Internet Archive), 19. Juli 2014; The Missing Pieces enthält die komplette, Ende 1991 gedrehte Szene auf dem Polizeirevier mit der Darstellern Robertson, Harry Goaz und Michael Ontkean, wie im verlinkten Review von Nerdist beschrieben; es handelt sich um die im verlinkten Review beschriebene Szene Nr. 27 von The Missing Pieces
  3. Komplette Darstellerliste von Twin Peaks: The Missing Pieces (2014) in der Internet Movie Database; es handelt sich bei The Missing Pieces ausschließlich um Ende 1991 gedrehtes Material auf Grundlage des originalen Filmdrehbuchs, keine nachträglichen Interviews o. dergl.
  4. BluRay-Standbild aus der Ende 1991 gedrehten Szene mit Kimmy Robertson in Twin Peaks: The Missing Pieces (2014) in der Internet Movie Database
  5. Bowen, Chuck (2017): Review: David Lynch’s ‘Twin Peaks: Fire Walk with Me’ on Criterion Blu-ray, Slant Magazine, 25. Oktober 2017
  6. Sämtliche deutsche Sprecherinnen für Kimmy Robertson in der Deutschen Synchronkartei