Kim Hoorweg
Kim Hoorweg (* 9. Dezember 1992 in Utrecht) ist eine niederländische Singer-Songwriterin und Punk-Musikerin (Bassgitarre), die zunächst als Jazzsängerin bekannt wurde.
Leben und Wirken
Hoorweg, deren Vater der Jazzpianist Erwin Hoorweg ist, lernte zunächst Cello. Durch Trijntje Oosterhuis wurde sie schon früh dazu motiviert, Jazz zu singen und nahm Gesangsunterricht. Mit vierzehn Jahren erhielt sie einen Plattenvertrag von Universal Music und war die jüngste Künstlerin, die jemals bei Verve unter Vertrag stand. 2007 erschien ihr erstes Album Kim Is Back, welches sie beim North Sea Jazz Festival und mit Trijntje Oosterhuis und dem Metropole Orkest vorstellte.[1]
2009 erschien Hoorwegs zweites Album My Recipe for a Happy Life mit Eigenkompositionen und Musikern wie Candy Dulfer, Chance Howard, Oosterhuis und Perquisite, ebenfalls bei Verve. Der Tonträger wurde von der Kritik sehr positiv aufgenommen. Sie konzertierte bei vielen niederländischen Festivals wie dem The Hague Jazz Festival, dem Grolsch International Jazz Festival, Jazz in Duketown, dem Amersfoort Jazzfestival und IJsseljazz. Weiterhin trat sie mit der Hip-Hop-Band de Kernkoppen auf sowie als Gastsolistin beim Magogo Chamber Orchestra und arbeitete mit Karel Boehlee, Hans Vroomans, Tom Beek, Eric van der Westen, Rik Mol, Martin Verdonk, Milan Bonger und Tollak Ollestad.[1]
Hoorweg war Gründungsmitglied der Latin-Jazz-Band Bongomatik, für die sie mehrere Songs verfasste, die 2010 auf dem Debütalbum der Gruppe erschienen und beim Dunya Festival und dem Afro Latino Festival in Belgien präsentiert wurden. 2010 verfasste sie mit Raul Midón Songs und trat mit ihm bei Nancy Jazz Pulsations auf. Mit den Houdini’s interpretierte sie Songs von Peggy Lee, die als Album unter dem Titel Why Don't You Do Right 2011 bei Challenge erschienen.[1]
Nach weiteren Jazzalben mit Shirma Rouse und Robin Nolan und einem selbstproduzierten Album mit „Indie-Jazz“[2] folgten Zweifel an der Karriere im Jazzbereich und Depressionen.[3] Mit Nadja van Osnabrugge bildete Hoorweg 2022 das politisch-satirische und antipatriarchale Punk-Duo Vulva, in dem sie sang und Bass spielte und beim Roadburn Festival auftrat. Weiterhin organisierte sie in Rotterdam das Underground-Festival Vulvaverse.[4]
Diskographische Hinweise
- Kim Is Back (Verve 2007)
- My Recipe for a Happy Life (Verve 2009)
- Kim Hoorweg & The Houdini’s: Why Don’t You Do Right? (Challenge Records International 2011, mit Angelo Verploegen, Rolf Delfos, Erwin Hoorweg, Marius Beets, Bram Wijland)
- Shirma Rouse, Kim Hoorweg: Dedicated to You (Challenge 2012)
- Kim Hoorweg & Robin Nolan Trio Featuring Benjamin Herman: The Boulevard of Broken Dreams (Gloep 2015)
- Untouchable (KimCompany 2018, mit Anton Goudsmit, Niels Broos, Glenn Gaddum Jr., Joost Kroon)
- Vulva: Woe to the Wicked (2023)
Weblinks
- Kim Hoorweg bei AllMusic (englisch)
- Kim Hoorweg bei Discogs
Einzelnachweise
- ↑ a b c Kim Hoorweg. In: Challenge Records International. Abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).
- ↑ Johan Bakker: CD: Kim Hoorweg – Untouchable. In: Nederlands Dagblad. 6. Juli 2018 (nd.nl).
- ↑ Amanda Kuyper: Kim Hoorweg: ‘Ik ben veel te vroeg het vak in gedreven’. In: NRC. 25. August 2022 (archive.org).
- ↑ Kim Hoorweg. In: Eurosonic Noorderslag. Abgerufen am 10. Dezember 2025 (englisch).