Kikuyu (Sprache)
| Kikuyu | ||
|---|---|---|
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Gesprochen in |
Kenia | |
| Sprecher | 6,6 Millionen (2009) | |
| Linguistische Klassifikation |
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| Offizieller Status | ||
| Amtssprache in | - | |
| Sprachcodes | ||
| ISO 639-1 | ki | |
| ISO 639-2 | kik | |
| ISO 639-3 | kik | |
Kikuyu (Eigenbezeichnung: Gĩkũyũ, Aussprache: []) ist eine in Kenia weitverbreitete Bantusprache, die von etwa 6,6 Mio. Menschen gesprochen wird (Stand: 2009), und damit von den meisten Menschen vom Volk der Kikuyu. Kikuyu wird im Gebiet zwischen Nyeri und Nairobi gesprochen. Die Kikuyu-Sprache umfasst mehrere Dialekte, die wechselseitig verständlich sind, darunter Ndia, Süd-Kikuyu, Mathira, Gichugu und Nord-Kikuyu.
Kikuyu ist eine der fünf Sprachen der Thagichu-Sprachgruppe, die im Gebiet von Kenia bis Tansania gesprochen werden. Die Sprache weist im Wortschatz große Ähnlichkeiten mit dem Embu und Kamba auf, die zur selben Guthrie-Gruppe E20 gehören.
Der Schriftsteller Ngũgĩ wa Thiong’o schrieb von 1977 an seine Romane auf Kikuyu.
Alphabet
Kikuyu wird im lateinischen Alphabet geschrieben. Die Buchstaben l f p q s v x z werden nicht verwendet. Stattdessen werden die Buchstaben ĩ und ũ hinzugefügt. Das Kikuyu-Alphabet ist:
- a b c d e g h i ĩ j k m n o r t u ũ w y[1]
Einige Laute werden durch Digraphen dargestellt, z. B. ng für das velare Nasal .
Morphologie
Kikuyu weist 17 Nominalklassen auf, wobei es sich für den Numerus jeweils die Paare 1 und 2, 3 und 4, 5 und 6, 7 und 8, 9 und 10, sowie 12 und 13 bilden. Klasse 11 bildet den Plural entweder mit Klasse 6 oder 10, die Klassen 14 und 15 mit Klasse 8. Die Klassen 16 und 17 können kontextabhängig sowohl Singular als auch Plural sein.[2] Die Klassen mit der geraden Nummer bilden in der Regel den Plural, während die Klassen mit ungerader Nummer meist den Singular darstellen.
| Singular-Klasse | Plural-Klasse | ||
| 1 | „mũ-“ | 2 | „a-“ |
| 1a | - | 1b | - |
| 3 | „mũ-“ | 4 | „mῖ-“ |
| 5 | „(r)ῖ-“ | 6 | „ma-“ |
| 7 | „kῖ-“ | 8 | „(c)ῖ-“ |
| 9 | „n-“ | 10 | „N-“ |
| 11 | „rũ-“ | ||
| 12 | „ka-“ | 13 | „tũ-“ |
| 14 | „ũ-“ | ||
| 15 | „kũ-“ | ||
| 16 | „ha-“ | ||
| 17 | „kũ-“ | ||
Weblinks
- Ethnologue entry
- Gĩkũyũ in the Language Museum
- lang.nalrc.wisc.edu (PDF-Datei; 561 kB)
Einzelnachweise
- ↑ Archivierte Kopie. Archiviert vom (nicht mehr online verfügbar) am 13. April 2021; abgerufen am 10. Mai 2025 (französisch).
- ↑ Robert Englebretson (Hrsg.): A Basic Sketch Grammar of Gĩkũyũ. Rice Working Papers, Houston.